Psychische Belastungen, Einsätze und Suizidalität im militärischen Kontext: Eine systematische Analyse von Einflussfaktoren
Psychological Strain, Deployments, and Suicidality in the Military Context:
A Systematic Analysis of Influencing Factors
Natalie Nolepaa, Christian Helmsa, ChristinaAlliger-Horna, Gerd Willmunda
a Bundeswehrkrankenhaus Berlin, Psychotraumazentrum der Bundeswehr
Zusammenfassung
Ziel dieser systematischen Literaturanalyse war es, den Zusammenhang zwischen Auslandseinsätzen, psychischen Erkrankungen und suizidalem Verhalten im Vergleich zum regulären Dienst zu untersuchen. Mithilfe des PICO-Schemas und der PRISMA-Kriterien wurden 30 Studien ausgewählt, die psychische Erkrankungen wie Depressionen, posttraumatisches Belastungssyndrom und Substanzmissbrauch sowie deren Beziehung zur Suizidalität analysierten.
Die eingeschlossenen Studien belegten, dass keine direkte Kausalität zwischen Auslandseinsätzen und Suizidalität bestand. Psychische Vorerkrankungen erwiesen sich als stabilste Prädiktoren für suizidales Verhalten, unabhängig vom Einsatzort. Stressoren, wie die Konfrontation mit Tod und Gewalt, aber auch chronischer Stress im Regeldienst, verstärken diese Risikofaktoren. Zudem wurden jüngere Soldaten und Männer als besonders gefährdete Risikogruppen identifiziert.
Die Analyse unterstreicht die Notwendigkeit differenzierter Präventionsstrategien, die auf individuelle und strukturelle Faktoren abzielen. Niedrigschwellige psychologische Angebote, Resilienztrainings und die Reduktion von Stigmatisierung könnten langfristig zur Verringerung suizidalen Verhaltens beitragen. Künftige Forschung sollte prospektive Studien im deutschen Kontext einbeziehen, um spezifische Präventionsprogramme weiterzuentwickeln.
Schlüsselwörter: psychische Belastungen, militärische Einsätze, Suizidalität, Einflussfaktoren
Summary
This systematic literature review aimed to investigate the relationship between overseas deployments, mental health disorders, and suicidal behavior compared to regular service. Using the PICO framework and PRISMA criteria, 30 studies were selected that analyzed mental health disorders such as depression, PTSD, and substance abuse, along with their connection to suicidality.
The included studies demonstrated no direct causality between overseas deployments and suicidality. Preexisting mental health conditions emerged as the most consistent predictors of suicidal behavior, regardless of deployment. Stressors such as exposure to death and violence, as well as chronic stress during regular service, amplified these risk factors. Furthermore, younger soldiers and men were identified as particularly vulnerable risk groups.
The analysis highlights the need for targeted prevention strategies that address individual and structural factors. Low-threshold psychological services, resilience training, and stigma reduction could contribute to the long-term reduction of suicidal behavior. Future research should include prospective studies in the German context to further develop specific prevention programs.
Keywords: psychological strain; military deployments; suicidality; influencing factors
Einleitung
Angesichts der multiplen weltweiten Krisen kommt den militärischen Kräften eine immer größere Bedeutung zu. Unter anderem soll die Bundeswehr zur Sicherung der europäischen Sicherheit und damit indirekt zur Landesverteidigung eingesetzt werden. Um diese Herausforderungen bewältigen zu können, braucht es eine einsatzbereite Truppe, die nicht nur individuell fit ist, sondern auch im militärischen Verband funktioniert. Hierfür bedarf es psychisch und physisch gesunder Soldaten. Insbesondere suizidale Krisen haben teils verheerende Folgen, die sowohl auf individueller Ebene als auch in Form von Gruppeneffekten auf Kameraden und Angehörige wirken können. In der Vergangenheit wurde ein Zusammenhang zwischen besonderen Verwendungen im Ausland und gesteigerten Suizidraten suszipiert, weshalb ähnliche Effekte auch bei besonderen Verwendungen zum Schutz der europäischen Sicherheit zu erwarten wären.
Der Suizid ist jedoch ein komplexes Phänomen, das in allen menschlichen Gesellschaften beobachtet wird. Die Ursachen reichen von biologischen über psychologische bis hin zu sozialen Faktoren. Forschungen legen nahe, dass die einzigartige Struktur des menschlichen Gehirns eine Rolle spielen könnte. Kulturen entwickeln darüber hinaus Mechanismen, um suizidalen Krisen vorzubeugen. Religiöse und moralische Normen können hierbei schützend wirken, indem sie Verhaltensregeln implizieren [21][40].
Weltweit ist die Selbsttötung eine der häufigsten Todesursachen durch Gewalt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sterben jährlich etwa 700 000 Menschen durch Suizid [44]. Dennoch bleibt der Suizid statistisch gesehen ein seltenes Ereignis. Suizidale Krisen sind multifaktoriell bedingt. Biologische Prädispositionen wie genetische und epigenetische Besonderheiten, etwa in serotonergen Rezeptoren, können impulsives Verhalten begünstigen [35]. Diese Faktoren wirken zusammen mit psychologischen Prozessen, wie der Umkehr von Wut gegen sich selbst [24], und sozialen Einflüssen, die Zugehörigkeitsgefühle und soziale Normen formen, wie dies in der Interpersonellen Theorie des Suizides von Joiner beschrieben wurde [28].
Diese multifaktoriellen Ursachen haben im militärischen Kontext eine besondere Bedeutung, da hier spezifische Stressfaktoren hinzukommen, welche die Suizidalität begünstigen können. Soldaten sind häufiger besonderen physiologischen und psychologischen Belastungen ausgesetzt, die durch die Anforderungen des Militärdienstes verstärkt werden. Zusätzlich können soziale Faktoren wie Kameradschaft, Gruppendruck, der Verlust von Zugehörigkeitsgefühl sowie eingeschränkte soziale Unterstützung diesen Stress weiter dynamisieren [26]. Studien postulieren, dass diese Belastungen, gepaart mit den bekannten biologischen und psychologischen Risikofaktoren, die Suizidrate in militärischen Organisationen erhöhen können [8].
Beim Militär erfährt Suizidalität eine besondere Aufmerksamkeit. Studien zeigen, dass die Suizidraten in den Streitkräften der Vereinigten Staaten deutlich höher sind als in der zivilen Vergleichsbevölkerung [8]. Auch die Bundeswehr hat auf diese Entwicklung reagiert, unter anderem durch die Einführung eines jährlichen Suizidregisters, das umfangreiche Begleitfaktoren erfasst. Eine Zunahme der Suizidrate wurde jedoch nicht beobachtet [26].
Frühere Vermutungen, dass Auslandseinsätze der Hauptgrund für die hohen Suizidraten seien, wurden durch jüngere Erkenntnisse relativiert [4][20]. Beispielsweise zeigt eine Studie des Psychotraumazentrums der Bundeswehr (PTZBw) [8], dass weniger als ein Drittel der im deutschen Suizidregister erfassten Soldaten Auslandseinsätze absolviert hatten. Zudem waren posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) in weniger als 5 % der Fälle dokumentiert. Stattdessen traten Suizide häufiger bei jungen, männlichen Soldaten [6] in den ersten Dienstjahren [20] auf, was in amerikanischen Studien auf zusätzliche mögliche Stressfaktoren wie den Anpassungsprozess im Militär oder Spezifika der jungen Erwachsenen zurückgeführt wurde [26].
Die Erforschung von Suizidalität ist herausfordernd, da sie als seltenes Phänomen schwierig prospektiv zu erfassen und vielschichtig ist. Retrospektiv-vergleichende Studien sind nützlich, um Risikofaktoren zu identifizieren, stoßen jedoch gerade bei der Zuweisung kausaler Zusammenhänge an Grenzen. Prospektive Kohortenstudien könnten detailliertere Einblicke bieten, würden jedoch große Stichproben über lange Zeiträume von mehreren Jahrzehnten erfordern, deren Rekrutierung aufgrund der freiwilligen Teilnahme schwierig ist.
Im Folgenden soll daher eine systematische Literaturanalyse präsentiert werden, die dazu dienen soll, den aktuellen wissenschaftlichen Stand über die Zusammenhänge zwischen militärischen Einsätzen, psychischen Erkrankungen und Suizidalität darzustellen und zu bewerten.
Methodik
Wir führten eine Literaturanalyse gemäß dem PRISMA-Verfahren (Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses) durch. Die Recherche basiert auf den Datenbanken PubMed, APAPsycInfo und PsycArticles. Die vorliegende Arbeit widmet sich der Inzidenz und Prävalenz von Suizidalität und psychischen Erkrankungen bei Soldaten nach Teilnahme an Auslandseinsätzen im Vergleich zum Regeldienst im Inland, um mögliche Gründe für den Anstieg der Zahlen zu untersuchen.
Um die Literatursuche einzugrenzen, erfolgte eine Begrenzung ausschließlich auf englisch- und deutschsprachige Quellen aus den letzten 15 Jahren, mit Ausnahme einer Quelle, die bis Januar 2025 veröffentlicht wurden, um den aktuellen Forschungsstand abzubilden. Zur Strukturierung der Forschungsfrage wurde eine systematische Literaturrecherche anhand des PICO-Schemas (Tabelle 1) durchgeführt, um relevante Studien für die Arbeit zu identifizieren.
Tab. 1: PICO-Schema mit den vier wesentlichen Suchphrasen der Literatursuche.
Eingeschlossen wurden ausschließlich Originalarbeiten, die einen besonderen Fokus auf Suizidalität und Depressivität bei Soldaten in Auslandseinsätzen und den Regeldienst im Inland legten. Dennoch wurden auch Studien verwendet, die neben den genannten Prädiktoren Erkrankungsbilder wie PTBS und Substanzmissbrauchsstörungen als Outcomes thematisierten. Des Weiteren wurden Literaturarbeiten aus Fachzeitschriften, Fall-Kontrollstudien, Kohortenstudien und Querschnittsstudien mit einbezogen.
Von der Literatursuche ausgeschlossen wurden Artikel, deren Publikationsdatum nicht den genannten Zeitraum betraf, die kein Peer-Review durchlaufen hatten und nicht in englischer oder deutscher Sprache publiziert wurden. Des Weiteren wurden die Referenzen von bereits ausgewählten Forschungsarbeiten überprüft, um weitere relevante Literaturquellen herauszuarbeiten.
Insgesamt konnten anhand des PICO-Schemas 268 Artikel die Suchphrasen erfüllen. Nach Ausschluss von Duplikaten wurden die Abstracts der Arbeiten gescreent und auf Ein- und Ausschlusskriterien überprüft. Die verbliebenen Arbeiten wurden einer Volltextanalyse unterzogen und gemäß der genannten Selektionskriterien ausgewählt. Insgesamt wurden 30 Studien in die Auswertung eingeschlossen (Abbildung 1).
Abb. 1: Prisma Flow Chart für die Literaturanalyse
Ergebnisse
Bei den eingeschlossenen Arbeiten handelt es sich vor allem um quantitative Studien aus den USA. Die Stichproben der verschiedenen Studien bezogen sich auf Soldaten und Veteranen aus den NATO-Staaten.
Eine tabellarische Darstellung der ausgewerteten Publikationen mit kurzer Darstellung der jeweiligen Kernaussagen findet sich im Anhang zu diesem Beitrag (nur im E-Paper unter https://wmm-online.de veröffentlicht).
Suizidrate im Militär
Anhand der einbezogenen Arbeiten konnte festgestellt werden, dass die Suizidrate im Militär in den letzten Jahren angestiegen ist. Laut einer US-Studie verstarben in den Jahren 2005 bis 2009 mehr Soldaten aufgrund von Suiziden als in Kampfeinsätzen [35].
Des Weiteren wurde zeitgleich ein bedeutsamer Anstieg der Suizidrate festgestellt, der zunächst auf die Missionen Enduring Freedom (EF) in Afghanistan und Iraqi Freedom (IF) zurückgeführt wurde. Nach der Teilnahme am Irakkonflikt stiegen die Suizidraten von 11,4 pro 100 000 auf 21,8 pro 100 000 U.S.-Soldaten [6][35]. Bartone verdeutlichte in seiner Arbeit nahezu eine Verdopplung der Suizidraten in den Jahren 2002 bis 2009 und somit einen Anstieg von 10,1 pro 100 000 auf 19,7 pro 100 000 Personen pro Jahr [11]. Während die Suizidrate im Militär im Vergleich zur US-amerikanischen Allgemeinbevölkerung vor dem Jahr 2001 noch niedriger war, kam es in den letzten 20 Jahren zu einem sukzessiven Anstieg, sodass diese bei Veteranen etwa 1,5-mal höher lag als in der Zivilbevölkerung mit 18,0 pro 100 000 Personen [18][38].
Einsätze und Suizidrate
In sieben Studien wird von kleinen statistischen Effekten bezüglich eines Zusammenhangs von Auslandseinsätzen und Suizidalität berichtet. Nach näherer Untersuchung erwies sich jedoch keiner dieser Effekte als ausreichend signifikant, sodass es möglicherweise andere Faktoren gibt, die ausschlaggebend für die erhöhte Suizidrate sein könnten. Beispielsweise konnten einige Studien Verbindungen von erhöhten Suizidraten durch stressbedingte Belastungen feststellen, die sowohl direkt im Auslandseinsatz und im Kampf als auch in Form von chronischen Stressoren im Regeldienst auftreten können [14][19]. Dies konnte auch von Ursano et al. gezeigt werden, die Zusammenhänge zwischen Stress und einer erhöhten Vulnerabilität für psychische Erkrankungen und Suizidalität untersuchten. Während Soldaten in Auslandseinsätzen häufiger Stress durch direkte Bedrohung oder physische Gefahr ausgesetzt waren, zeigte auch alltagsbezogener Stress im Regeldienst einen erheblichen Einfluss auf die mentale Gesundheit [45]. Anestis et al. begründeten dies vor allem mit zwischenmenschlichen Konflikten unter den Soldaten oder strikten Hierarchien, die eine besondere Anpassungsfähigkeit erfordern [7]. Besonders bei Einsätzen in Kriegsgebieten können Soldaten starken Stressoren ausgesetzt sein, die das Auftreten von psychischen Erkrankungen fördern können. Dabei zeigte sich, dass die Belastungen durch Einsätze in Krisengebieten einen signifikanten Einfluss auf die Entstehung von psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Belastungsstörungen haben können [11][30][45].
Ursano et al. untersuchten Risikofaktoren, die ursächlich für das Auftreten von Suizidgedanken während Einsätzen in Afghanistan waren. Die Autoren unterschieden dabei zwischen individuellen und umweltbezogenen Einflüssen. Beispielsweise benannten sie soziale Faktoren, wie fehlende Unterstützung oder fehlende Ressourcen für eine psychologische Behandlung und Gesundheitsversorgung, als relevante Merkmale [41]. Vor allem spezifische Einsatzerfahrungen, wie die direkte Konfrontation mit Tod und Gewalt oder der Verlust eines Kameraden, stellen ein erhöhtes Risiko von Suizidalität bei aktiven Soldaten dar [16][37]. Diese Erfahrungen sind jedoch bei einem Großteil des Personals der Einsatzkontingente eine seltene Ausnahme. Damit ist zu betonen, dass kein direkter Zusammenhang zum Auslandseinsatz festgestellt werden konnte, da meist andere Umstände ursächlich waren, die beispielsweise auf individuelle Faktoren der Soldaten zurückzuführen sind [27][42]. Dies konnte auch von Bryan et al. gezeigt werden, die eine nähere Untersuchung über suizidales Verhalten in Assoziation zu spezifischen Kampferfahrungen durchführten. Es wurde schlussgefolgert, dass ein erhöhtes Suizidverhalten eher auf einsatzbedingte psychische Erkrankungen, darunter traumatische Folgestörungen, zurückzuführen sei [16]. In einer anderen Arbeit wurde der Zusammenhang zwischen Kampfeinsätzen und Friedensmissionen in Relation zu psychischen Erkrankungen untersucht. Soldaten, die in Kampfeinsätzen eingesetzt waren, zeigten ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Depressionen (8–10 %) und einer PTBS (12–15 %) im Vergleich zu Soldaten, die in friedenssichernden Missionen eingesetzt worden waren [46]. Auch hier hatten insbesondere Soldaten, die direkte Gewalt erlebt hatten, z. B. durch Kampfhandlungen, Verwundungen oder Tod von Kameraden, ein 2,4-fach erhöhtes Risiko für die Entstehung einer PTBS. Während Kampfeinsätze mit erhöhtem Risiko für psychische Störungen assoziiert waren, führte die Teilnahme an Friedensmissionen meist zu anderen Belastungen wie beispielsweise zu chronischem Stress [36][46].
Walker et al. untersuchten in einer retrospektiven Kohortenstudie den Zusammenhang zwischen psychischen Diagnosen, Suizidversuchen und Kampfverletzungen nach Einsätzen und konnten feststellen, dass das alleinige Vorhandensein körperlicher Verletzungen kein direktes Risiko für Suizidversuche darstellt. Es zeigte sich jedoch ein erhöhtes Suizidrisiko, wenn zusätzlich zu den Verletzungen psychische Erkrankungen, z. B. PTBS oder Depression, vorlagen [1][43]. Suizidales Verhalten wurde auch im Zusammenhang mit Schuldgefühlen nach Einsätzen untersucht. Bryan et al. bezogen sich in ihrer Arbeit auf die Rolle von Schuldgefühlen bei PTBS-Symptomen durch Kriegshandlungen und hoben hervor, dass insbesondere unverarbeitete Schuldgefühle und moralische Verletzungen das Risiko für Suizidgedanken erhöhen könnten, welche häufig nach traumatischen Erlebnissen während Kampfeinsätzen auftreten [13]. Auch Brenner et al. identifizierten in einer qualitativen Studie Schuldgefühle nach der Rückkehr aus Einsätzen als bedeutsamen Auslöser für suizidale Gedanken. Ein direkter Effekt zu Suizidhandlungen konnte jedoch nicht nachgewiesen werden [12].
Risikogruppen für suizidales Verhalten
In den einbezogenen Arbeiten konnten Risikogruppen für suizidales Verhalten im Militär herausgearbeitet werden. Faktoren wie das männliche Geschlecht zeigten ein erhöhtes Risiko. Dies lässt sich laut Untersuchungen von Schoenbaum et al. zum einen auf höhere Stressexpositionen in Kampfeinsätzen zurückführen. Zum anderen erfahren männliche Soldaten eine deutliche Stigmatisierung psychischer Probleme und psychiatrischer Symptome, was zu einer geringeren Nutzung der gesundheitlichen Unterstützungsangebote führen kann [39][45]. Ein weiterer Faktor ist das Alter von unter 30 Jahren bei Soldaten, was für eine geringere Erfahrung im Umgang mit Stressoren sowie unzureichende Bewältigungsstrategien zurückgeführt werden könnte und was diese Gruppe anfälliger für psychische Belastungen machen könnte [15][29][45].
Psychische Vorerkrankungen als Prädiktor
Der ausschlaggebendste Prädiktor waren psychische Vorerkrankungen. Betroffene Soldaten zeigten ein signifikant höheres Suizidrisiko, unabhängig davon, ob sie im Auslandseinsatz oder im Regeldienst im Inland tätig waren. Diese Ergebnisse relativieren die Annahme, dass Auslandseinsätze direkt mit einem ansteigenden Suizidrisiko positiv korrelieren [45]. Insbesondere PTBS und Depressionen waren starke Prädiktoren für ein erhöhtes suizidales Risiko. Dennoch muss auch hier betont werden, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Auslandseinsätzen und der Entstehung psychischer Erkrankungen nicht festgestellt werden konnte, da viele Soldaten psychische Symptome bereits vor den Einsätzen aufwiesen [19]. Die Ergebnisse legen folglich nahe, dass psychische Vorerkrankungen das Hauptrisiko von Suizidalität sind und vor allem affektive Erkrankungen, Suchterkrankungen und PTBS wichtige Prädiktoren zu sein scheinen. Soldaten ohne Hinweise für psychische Probleme zeigten ein wesentlich geringeres suizidales Verhalten, auch wenn diese im Ausland eingesetzt wurden [15][19].
Einsätze können das Risiko für suizidale Krisen beispielsweise aufgrund von hohen Stresserfahrungen zwar erhöhen, scheinen jedoch nicht die ausschlaggebende Ursache zu sein. Die individuellen Resilienzfaktoren der Soldaten und der daraus resultierende Umgang mit potenziell traumatischen Ereignissen im Auslandseinsatz scheinen zentrale Punkte zu sein, da diese den Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen maßgeblich beeinflussen können [9][25][39].
Diskussion
Ziel dieser Arbeit war es, anhand einer Literaturrecherche den aktuellen wissenschaftlichen Stand bezüglich des Zusammenhangs von Suizidalität und psychischen Erkrankungen bei Auslandseinsätzen im Vergleich zum regulären Dienst im Inland zu untersuchen. Einzelne Arbeiten fanden als mögliche Einflussfaktoren die direkte Konfrontation mit Tod, Gewalt und den Verlust von Kameraden. Damit verbundene, unverarbeitete Schuldgefühle wurden hier als ein wichtiger Einflussfaktor für die Entstehung psychischer Erkrankungen identifiziert [46]. Dennoch wurde bei den Ergebnissen nur von indirekten Verbindungen gesprochen, da psychische Vorerkrankungen meist schon vor Einsatzbeginn vorlagen [36].
Moralische Verletzungen
Das Empfinden von Schuld, quälenden Selbstvorwürfen und eingeschränktem Selbstwertempfinden sind nicht spezifische, aber typische Symptome depressiver Störungen. Diese sind die häufigsten psychischen Erkrankungen sowohl in zivilen als auch in militärischen Stichproben [34]. Das Auftreten dieser Symptome im Rahmen einer PTBS kann somit häufig als mögliches Zeichen einer komorbiden depressiven Erkrankung gewertet werden. Dies wirft die Frage auf, ob moralische Verletzungen, die häufig mit Schuldgefühlen und moralischen Konflikten einhergehen, eigenständige Konzepte sind oder vielmehr depressive Störungen maskieren, die sich eigenständig oder komorbid zu PTBS entwickelt haben [23].
Gemäß der S3-Leitlinie für unipolare Depressionen [3] erfordert die Behandlung von Depressionen einen evidenzbasierten Ansatz wie Psychotherapie in einem anerkannten Verfahren oder medikamentöse Interventionen. Diese unterscheiden sich signifikant von trauma-fokussierten Therapien, die für PTBS empfohlen werden, oder spezialisierten Programmen für moralische Verletzungen. Eine differenzialdiagnostische Abklärung ist daher essenziell, um die angemessene Therapie einzuleiten und die Symptomlast der Betroffenen effektiv zu reduzieren. Zudem bleibt unklar, ob moralische Verletzungen als Konzept möglicherweise ein therapeutisches Ziel darstellen sollten, das unabhängig von etablierten psychischen Störungen behandelt wird. Die fehlende Anerkennung von moralischen Verletzungen als eigenständige Diagnose im ICD-10, DSM-5 und ICD-11 unterstreicht auch aus Kausalitätsgründen die Notwendigkeit vertiefter Differenzialdiagnostik [2][5].
Psychische Vorerkrankungen
In der systematischen Literaturrecherche waren psychische Vorerkrankungen der stärkste Prädiktor für suizidales Verhalten nach Einsätzen [19]. Psychische Erkrankungen können demnach wie ein Verstärker für Stressoren während der Einsätze wirken und eine Verarbeitung der Ereignisse erschweren [9]. Auch geschlechts- und altersspezifische Faktoren spielen eine Rolle: Männer und jüngere Soldaten (< 30 Jahre) weisen möglicherweise aufgrund dysfunktionaler Bewältigungsstrategien und Stigmatisierung im Umgang mit psychischen Erkrankungen ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten auf [35]. Auch geschlechtstypische Effekte sollten hier in Betracht gezogen werden, jedoch konnte hierzu keine aussagekräftige Studienlage gefunden werden, sodass es weiterer Beforschung des suizidalen Phänomens im militärischen Setting bedarf.
Einsätze und Suizidalität
Ein weiterer zentraler Befund war der signifikante Anstieg der Suizidrate im US-amerikanischen Militär, der zunächst mit Kriegseinsätzen im Irak oder Afghanistan aufgrund der zeitlichen Korrelation des Anstiegs diskutiert wurde [15][33]. Studien, die kleine statistische Effekte fanden, konnten diese nach genauerer Untersuchung jedoch nicht als signifikant identifizieren und folglich keine statistisch relevante Bedingung zwischen der Teilnahme an militärischen Einsätzen und Suizidalität feststellen [25]. Ursächlich für Suizidfälle nach diesen Einsätzen waren laut Studienlage eher spezifische Kriegserfahrungen, wie traumatische Erlebnisse innerhalb der Einsätze und stressbedingte Belastungen [13]. Auch Stress wurde in einigen Studien als Prädiktor für die Entstehung von psychischen Erkrankungen identifiziert. Hierbei wurde neben Stress in Auslandseinsätzen auch chronischer Stress im Regeldienst betrachtet, der durch mangelnde soziale Unterstützung und zwischenmenschliche Konflikte möglicherweise die Entstehung psychischer Erkrankungen begünstigen kann [41].
Insgesamt zeigt diese Recherche, dass keine allgemeingültige Korrelation zwischen Auslandseinsätzen und Suizidalität besteht. Das Suizidverhalten im Militär ist demnach auf multifaktorielle Komponenten zurückzuführen, welche in bestimmten Risikofaktoren und -gruppen abgebildet oder beschrieben werden können. Psychische Vorerkrankungen sind dabei erwiesenermaßen ein wesentlicher Risikofaktor, der suizidalen Krisen dynamisieren kann.
Limitationen
Die vorliegende Arbeit weist mehrere Einschränkungen auf, die bei der Interpretation der Ergebnisse berücksichtigt werden sollten. Zum einen handelt es sich bei vielen Arbeiten um US-amerikanische Studien, sodass eine Übertragung auf die Strukturen der Bundeswehr nicht uneingeschränkt möglich ist. Des Weiteren konnten keine prospektiven Kohortenstudien in der Recherche gefunden werden, welche die zeitlichen und kausalen Beziehungen zwischen Auslandseinsätzen, psychischen Erkrankungen und Suizidalität besser darstellen würden.
Ein weiterer limitierender Faktor ist die methodische Vielfalt der einbezogenen Studien, die die Vergleichbarkeit der Ergebnisse erschwert. Unterschiedliche Definitionen von Suizidalität und psychischen Erkrankungen sowie variierende diagnostische und methodische Ansätze könnten zu einer Heterogenität der Ergebnisse beitragen.
Schlussfolgerungen
Die Ergebnisse der vorliegenden Analyse unterstreichen die Komplexität von Suizidalität und psychischen Erkrankungen im militärischen Kontext. Es zeigte sich, dass keine direkte Kausalität zwischen Auslandseinsätzen und Suizidalität besteht. Vielmehr sind Suizidverhalten und psychische Belastungen das Ergebnis multifaktorieller Einflüsse, die sowohl individuelle als auch strukturelle Faktoren umfassen. Psychische Vorerkrankungen, insbesondere Depressionen, PTBS und Suchterkrankungen spielen dabei eine zentrale Rolle. Diese können als Verstärker für Stressoren während der Einsätze wirken und die Verarbeitung traumatischer Erlebnisse erschweren.
Weitere Forschung ist notwendig, um die Gegebenheiten und Risikokonstellationen im deutschen Kontext abzubilden. Im Idealfall kommen hierbei große prospektive Studiendesigns zum Einsatz, um spezifische Risikogruppen wie junge männliche Soldaten genauer zu untersuchen. Langfristig könnten diese Erkenntnisse dazu beitragen, maßgeschneiderte Präventions- und Interventionsprogramme zu entwickeln und die Gesundheitsversorgung im militärischen Kontext nachhaltig zu verbessern.
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Zitierweise
Nolepa N, Helms C, Alliger-Horn C, Willmund G: Psychische Belastungen, Einsätze und Suizidalität im militärischen Kontext: Eine systematische Analyse von Einflussfaktoren. WMM 2025; 69(4): 154-160.
DOI: https://doi.org/10.48701/opus4-442
Für die Verfasser
Natalie Nolepa
Bundeswehrkrankenhaus Berlin
Psychotraumazentrum der Bundeswehr
Scharnhorststraße 13, 10113 Berlin
E-Mail: natalie.nolepa@student.medicalschool-berlin.de
Manuscript Data
Citation
Nolepa N, Helms C, Alliger-Horn C, Willmund G: [Psychological strain, deployments, and suicidality in the military context: a systematic analysis of influencing factors.] WMM 2025; 69(4): 154-160.
DOI: https://doi.org/10.48701/opus4-442
For the Authors
Natalie Nolepa
Bundeswehr Hospital Berlin
Bundeswehr Center for Psychotraumatology
Scharnhorststraße 13, D-10113 Berlin