Training der psychologischen Einsatzfähigkeit für Spezialkräfte
Training of Psychological Combat Readiness for Special Forces
Pablo Maira, Daniela da Silvaa, Karl-Heinz Rennerb, Ulrich Wesemannc
a Kommando Spezialkräfte, Psychologischer Dienst, Calw
b Universität der Bundeswehr München, Institut für Psychologie
c Bundeswehrkrankenhaus Berlin, Psychotraumazentrum der Bundeswehr
Zusammenfassung
Das Konzept Psychologische Einsatzfähigkeit (PEF) beschreibt Eigenschaften, die Individuen im militärischen und polizeilichen Spezialkräftekontext zu höherer Auftragsbereitschaft und besserem Auftragserfolg führen können. Diese Studie untersuchte den Einfluss der PEF-Komponenten Hardiness, Kameradschafts- und Teamorientierung sowie einer funktionalen Arbeitseinstellung auf die militärische Performanz von Spezialkräften. Ebenfalls wurde geprüft, ob sich dies durch ein PEF-Training verbessern lässt.
Im Zeitraum von Mai 2023 bis Oktober 2024 wurde eine Experimentalgruppe mit dem PEF-Training und eine Kontrollgruppe mit Achtsamkeitsübungen begleitet. Dabei wurden PEF-Komponenten vor dem Training und nach 15 Monaten erhoben. Außerdem wurde überprüft, ob das PEF-Training positiven Einfluss auf militärische Leistungsparameter im Close Quarter Battle (CQB) und im Taktischen Nahkampf Spezialkräfte des Heeres (TNS SpezKr H) hatte.
Das Training zeigte tendenzielle Verbesserungen der Hardiness und der funktionalen Arbeitseinstellung. Außerdem zeigten sich signifikant bessere Schießergebnisse und Schießkompetenzen der PEF-Trainingsgruppe. Ebenfalls fand sich in der taktischen Nahkampfausbildung ein Trend mit besseren Leistungen in der PEF-Trainingsgruppe. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass das PEF-Training bei Spezialkräften einen positiven Einfluss auf die psychologischen Komponenten Hardiness und funktionale Arbeitseinstellung sowie militärische Leistungsparameter hat.
Schlüsselwörter: Spezialkräfte, Psychologische Einsatzfähigkeit, Trainingskonzept, Härte, funktionale Arbeitsteilung
Summary
The concept of Psychological Combat Readiness (German: PEF) describes traits that can lead individuals in military and police special forces contexts to higher mission readiness and better mission success. The following study examined the influence of the PEF components hardiness, unit cohesion and team orientation, and a functional work attitude on the military performance of special forces. In addition, it was investigated whether these could be improved through PEF training. From May 2023 to October 2024, an experimental group underwent PEF training while a control group participated in mindfulness exercises. PEF components were measured before the training and after 15 months. Additionally, the study examined whether PEF training positively impacted military performance parameters in Close Quarter Battle (CQB) and hand-to-hand combat training for Special Forces (TNS SpezKr H). The training showed tendencies towards improvements in hardiness and functional work attitude. Furthermore, the PEF training group demonstrated significantly better shooting results and shooting competencies. There was also a trend towards better hand-to-hand combat training performance. The study‘s results suggest that PEF training positively influences the psychological components of hardiness, functional work attitude, and military performance parameters in special forces.
Keywords: Special Forces; psychological operational readiness; training concept; hardiness; functional worksharing
Spezialkräfte des Heeres und psychologische Trainingsmaßnahmen
Spezialkräfte sind im neuen Paradigma der Landes- und Bündnisverteidigung (LV/BV) ein bedeutendes strategisches Einsatzmittel der Bundesregierung und wurden mit der Umstellung auf die SOLTG (Special Operations Land Task Groups; Bundeswehr [6]) auf eine mögliche LV/BV-Lage angepasst. Diese Umstellung und eine individuelle Analyse des Bedarfsträgers Spezialkräfte führten zur Entwicklung des Trainingskonzepts der Psychologischen Einsatzfähigkeit (PEF) (Konzept und Messung der Psychologischen Einsatzfähigkeit (PEF) [22], welches den besonderen psychologischen Leistungsfaktoren von Spezialkräften Rechnung trägt [33]. Ein Übersichtsartikel von Ytterbøl et al. beschreibt im Detail, warum Spezialkräfte spezifische psychologische Trainingsprogramme im Vergleich zur konventionellen Truppe benötigen [33]. Demnach gehen sie erstens im Vergleich zu den Aufträgen konventioneller Truppenteile einem besonderen Auftrag nach. Zweitens sind die besonderen Anforderungen, die an Spezialkräfte gestellt werden, nur mit spezifischen psychologischen Kompetenzen und Eigenschaften zu erreichen [22]. Ein dritter wichtiger Punkt für die Entwicklung eines speziellen Trainingsprogramms für die Spezialkräfte beschreibt die Unterscheidung zwischen dem Erhalt der psychischen Gesundheit (z. B. Messinstrument der psychischen Fitness der Bundeswehr) und der kognitiven Leistungssteigerung im Setting der Spezialkräfte nach Ytterbøl et al. [33]. Spezialkräfte sind schon wegen des aufwändigen und sehr selektiven Auswahlverfahrens besonders resilient und leistungsfähig. Dennoch benötigen sie spezifische psychologische Trainings zur Leistungsoptimierung [22][34]. Diese Trainingsmaßnahmen werden nach NATO Special Operations Forces (SOF) Standard im Bereich der Human Performance Optimization (HPO) und der Performance Psychology verortet (vgl. hierzu STO-TR-HFM-308) [24]. Bisher wurden SOF-spezifische Programme kaum evaluiert oder publiziert [33]. Deshalb gibt es wenige Grundlagen und Übersichtsarbeiten zu psychologischen Trainingsmaßnahmen zur Performanz-Steigerung im Bereich der Spezialkräfte. Das hier vorgestellte Konzept und Trainingsprogramm der PEF versucht, diese Lücke zu schließen und bezieht sich hauptsächlich auf die Spezialkräfte des Heeres (SpezKr H).
Psychologische Einsatzfähigkeit
PEF beschreibt eine Gemengelage von Eigenschaften, welche bei Individuen im militärischen und polizeilichen Kontext zur besseren Auftragsbereitschaft und zum Auftragserfolg führen können [22]. Es handelt sich dabei um fünf trainierbare Eigenschaften, die zusammen die PEF abbilden. Diese Eigenschaften wurden über eine systematische Literaturrecherche und Experteninterviews im Spezialkräftesetting identifiziert, um unterschiedliche Merkmale der PEF zu definieren [22]. Hierbei konnte erstens die Eigenschaft „Psychische Stabilität“ (PS, vergleichbar zum Konstrukt der Resilienz im militärischen Kontext [11]) gefunden werden. Zweitens fand sich die Fähigkeit zur funktionalen Arbeitseinstellung (FA), die eine hohe intrinsische Motivation zur Auftragserfüllung und eine stark leistungsorientierte Haltung und Verhaltensdisposition zur eigenen Tätigkeit beschreibt [22]. Drittens fand sich das Konzept der Hardiness (H) nach Kobasa [16], ebenfalls aus dem militärischen Kontext von Bartone [1], der vor allem bei hochleistungsbereiten Soldatinnen und Soldaten Bindung zu ihrem Dienst und Leben (commitment) feststellt, die schwierige Lebenssituationen als Herausforderung annehmen (challenges) und über die Geschehnisse im Leben und Dienst stets die Kontrolle (control) versuchen zu behalten (vergleichbar mit dem Konstrukt der Mental Toughness [13]). Viertens spielt noch die Kameradschafts- und Teamorientierung (KTO), die an das amerikanische Konstrukt der „unit cohesion“ nach Siebold [29] und Williams et al. [32] angelehnt ist, eine wesentliche Rolle. Und fünftens ist die außergewöhnliche VUCA-Fähigkeit (Fähigkeit in volatilen, unsicheren, komplexen und mehrdeutigen Situationen zu bestehen), die vor allem bei Soldatinnen und Soldaten mit Einsatzerfahrung und Krisensituationen abgeleitet wurde, von großer Bedeutung [7].
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, ein Training der PEF der SpezKr H für die Eigenschaften von Hardiness [2][4], Kameradschafts- und Teamorientierung [22][29] zur funktionalen Arbeitseinstellung [22] und darüber hinaus zur Leistungsoptimierung [33] zu konzipieren, zu evaluieren und ggf. als festen Bestandteil der Ausbildung für Spezialkräfteanwärter zu implementieren.
Das Konzept PEF
Hardiness
Das Konzept „Hardiness (H)“ konnte vor allem im militärischen Setting mit robusten Effekten für Faktoren einer gesteigerten Einsatzbereitschaft in Verbindung gebracht werden. Demnach konnte beispielsweise bei kanadischen Offizieren nachgewiesen werden, dass Hardiness einen direkten positiven Einfluss auf die psychische Gesundheit hat [28]. Außerdem zeigen „hardy individuals“ [1] weniger negative Effekte nach stressvollen Lebensereignissen und besitzen generell bessere Coping-Mechanismen [2][3][4]. Zusätzlich zu gesundheitserhaltenden Befunden von Hardiness konnte Giatras [10] für Feuerwehrmänner und Bartone für amerikanische Soldaten [4] eine bessere Performanz in einsatzspezifischen Szenarien und eine höhere kognitive Leistungsfähigkeit feststellen [18]. Die Arbeitsgruppe um Maddi [19] konnte aufbauend auf den Arbeiten von Kobasa [16] und Bartone [1] belegen, dass Hardiness kein angeborenes Merkmalsmuster ist, sondern erlernt werden kann. Hierzu haben Khoshaba und Maddi ein Trainingskonzept entwickelt, welches hier auch teilweise in das Training der PEF einfließt [15][18]. Trainingserfolge führen demnach nicht nur zu höherer Hardiness, sondern auch zu erhöhter Performanz, zu höherem Gesundheitsbewusstsein und besserem posttraumatischem Wachstum nach potenziell traumatischen Ereignissen [19]. Zusätzlich zu militärspezifischen Befunden konnte Maddi ebenfalls zeigen, dass „hardy individuals“ standfester gegenüber rechtsextremer Beeinflussung durch z. B. politische Kampagnen sind und demnach charakterlich gefestigter erscheinen [19]. Letztendlich beschreiben sowohl Maddi [18] als auch Bartone et al. [4], dass Hardiness sowohl zur Evaluation der psychischen Belastbarkeit als auch für die Entwicklung von entsprechenden Trainingsmaßnahmen bei Spezialkräften genutzt werden kann. Trainingsinhalte zur Förderung von persönlicher Hardiness beinhalten eine Verbesserung der sozialen Interaktions- und Konfliktfähigkeit von Soldatinnen und Soldaten, ein Reframing von kritischen Lebensereignissen in Herausforderungen und letztendlich die Steigerung von Kontrollüberzeugungen im dienstlichen und privaten Kontext [16][22].
Kameradschafts- und Teamorientierung
Zusätzlich zur Vermittlung von Hardiness soll die „Kameradschafts- und Teamorientierung (KTO)“ im Training der PEF verbessert werden. Gelebte Kameradschaft und erfolgreiche militärische Einheitskohäsion können dabei unterschiedliche positive Effekte auf militärische Gruppen haben. Die Zusammenfassung zeigt, dass das subjektive Erleben von Gruppenzugehörigkeit und Kameradschaft die Kampfkraft und Einsatzbereitschaft steigert [31]. Erhöhte Einheitskohäsion in einer militärischen Gruppe führt zu gesteigertem psychischem Wohlbefinden [22], weniger erlebtem Stress im (Auslands-)Einsatz und Grundbetrieb [12], einem besseren Familienklima, einer größeren Identifikation mit dem Dienst [5] und einer höheren Einsatzbereitschaft [12]. Außerdem zeigte die Arbeitsgruppe, dass die Einheitskohäsion einen starken Einfluss auf die Moral der Truppe vor, während und nach dem (Auslands-)Einsatz hat [20]. Zudem stellte sich in einer erweiterten Grundausbildung heraus, dass die erlebte Einheitskohäsion in einem militärischen Basistraining auch militärische Schießleistungen im „Basic Marksmanship“ und den militärischen Erfolg vorhersagen konnte [32].
Leistungsmotivation und -optimierung sowie funktionale Arbeitseinstellung
Der dritte Baustein des Trainings setzt sich aus den Bausteinen der vorhandenen „Leistungsmotivation und -optimierung (LM)“ und der „funktionalen Arbeitseinstellung (FA)“ zusammen [22]. Spezialkräfte müssen eine besonders hohe Ausprägung an Leistungsmotivation und den Willen zur Leistungsoptimierung haben, um Bestleistungen in kritischen, hochkomplexen und besonders belastenden Situationen zu erbringen (vgl. hierzu VUCA-Welt) [23]. Die Lernbereitschaft und der unbändige Wille, sich zu verbessern und entwickeln zu können, spielt nach Auffassung der Arbeitsgruppe um Ytterbøl et al. die wesentliche Rolle in SOF-Einheiten und grenzt diese von herkömmlichen Infanterieeinheiten ab [33]. Über die Lernwilligkeit zur Leistungsoptimierung hinaus müssen SOF-Operatoren besonders kritik- und adaptionsfähig in ihrem Tätigkeitsfeld sein [9][22][25]. Die Analyse und Optimierung der eigenen Fähigkeiten hängt stark von den Selbstregulations- und Reflexionsfähigkeiten und der Emotionskontrolle von Spezialkräften und Elite-Athleten ab [30][33]. Diese Fähigkeiten werden im Baustein zur „funktionalen Arbeitseinstellung (FA)“ mit Selbstregulations-, Emotionsregulationsstrategien und Verbesserung der Lernbereitschaft abgebildet. Die Zielsetzung dieses Trainingsbausteins ist eine Verbesserung der Leistungsbereitschaft [12], der Adaptionsfähigkeit [9][25], der Selbstregulationsfähigkeit [30] und der Lern- und Optimierungsfähigkeit [34].
Trainingsziele
Das Training der PEF hat die Zielsetzung, die Anwärter SpezKr H in den Bereichen Hardiness, Kameradschafts- und Teamorientierung, funktionale Arbeitseinstellung und Leistungsmotivation zu verbessern. Zusätzlich zur Verbesserung von psychologischen Merkmalen soll das Training die militärische und taktische Performanz optimieren. Die militärische Performanz wird über die Schießleistung und die taktische Performanz über die Schießkompetenz im Close Quarter Battle (CQB) erfasst [32][34]. Des Weiteren wurde die militärische und taktische Performanz in der körperlichen Leistungsfähigkeit und über das Bestehen der Ausbildung in der Leistungsüberprüfung Taktischer Nahkampf Spezialkräfte des Heeres (TNS SpezKr H) überprüft.
Untersuchte Hypothesen
Die vorliegende Arbeit hat versucht, folgende Hypothesen zu untersuchen:
- H1: Das Training der Psychologischen Einsatzfähigkeit verbessert die psychologischen Merkmale Hardiness, Kameradschafts- und Teamorientierung sowie Leistungsmotivation/funktionale Arbeitseinstellung.
- H2: Das Training der Psychologischen Einsatzfähigkeit verbessert die militärische und taktische Performanz.
Training
Trainingsinhalte
Das Material des Trainingskonzepts der PEF umfasst die drei Module Hardiness, Kameradschafts- und Teamorientierung sowie Leistungsoptimierung/funktionale Arbeitseinstellung [22]. Die Entscheidung, nur drei anstelle aller fünf Module abzubilden, hatte vor allem zeitliche und konzeptionelle Gründe. Demnach konnte man beim Hardiness [15] und beim Training von sozialen Kompetenzen auf bereits standardisiert-manualisierte Trainingsmaterialien zurückgreifen [14]. Dabei boten das „Hardiness Training“ von Khoshaba und Maddi [15], das Master Resilience Training von Reivich et al. [26] und das Special Forces Mental Agility Program (SOMA) der kanadischen Spezialkräfte (CANSOF) nach Mattie et al. [21] die Grundlage für das Modul des Hardiness-Trainings für die Anwärter der SpezKr H.
Das zweite Modul der Stärkung der Kameradschafts- und Teamorientierung (KTO) beinhaltete vor allem Kommunikationsstrategien (z. B. gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg [17][27]) und Denkmuster mit dem Fokus auf zwischenmenschliche Beziehungen [14]. Zwischenmenschliche Beziehungen wurden in standardisierten Rollenspielen mit kameradschafts-kritischen Szenarien praktiziert und anhand von Best-Practice-Beispielen im Umgang mit zwischenmenschlichen Beziehungen im militärischen Setting aufgearbeitet. Ein weiteres Beispiel für Kommunikationsstrategien war das „Active Constructive Responding“ (ACR) [14], welches den Soldaten helfen soll, sich in unterschiedlichen Gruppensituationen präziser und besser zu artikulieren. Zudem wurden Strategien zur Kommunikation und Führung „in Extremis“ von Dixon et al. [8] vermittelt. Des Weiteren wurden die Soldaten im Erkennen von Emotionen und Emotionsregulationsstrategien geschult [29].
Das letzte Modul der Leistungsoptimierung und Steigerung der funktionalen Arbeitseinstellung beinhaltet die Bausteine der Selbstreflexion, Selbstregulation, eines Aktivierungsmanagements und Zielsetzungstrainings [21]. Zum Abbilden der militärischen Performanz wurden an die Ausbildung angepasste militärische und taktische Zwischenziele in Zusammenarbeit mit dem Bereich Human Performance Systems in diesem Modul erarbeitet und vermittelt [22][33], z. B. die Verbesserung der Schlag- und Trittkraft oder die Verbesserung der Herzfrequenzvariabilität durch gezielte hochintensive Intervalltrainings (HIIT). Letztendlich wurde den Soldaten ein Verständnis von mentalem Training zur Verbesserung der Performanz nach dem Mental Resilience Training von Reivich et al. [26] und Selbstregulationsstrategien, angepasst aus dem Special Forces Mental Agility Training [21], vermittelt.
Trainingsablauf
Das PEF-Training erstreckte sich über 2,5 Tage und wurde von Montag bis Mittwochnachmittag durchgeführt. Es fand 6 Monate nach dem Bestehen der Basisausbildung statt. Dabei bekamen die Soldaten an beiden Tagen Hausaufgaben für den Einstieg in den nächsten Tag. Außerdem unterstützte ein erfahrener Soldat SpezKr H aus dem Bereich Human Performance Systems die Ausbildung und war in die Vermittlung der Inhalte involviert, was vergleichbar zum Mental Resilience Trainer der amerikanischen Streitkräfte nach Reivich et al. ist [26]. Die Trainingsinhalte über die Zeit sind in Tabelle 1 dargestellt.
Tab. 1: Ablauf des PEF-Trainings mit detaillierten Trainingsinhalten
Methodik
Im Zeitraum von Mai 2023 bis Oktober 2024 wurden zwei gesonderte Vergleichsgruppen aus Anwärtern der SpezKr H mit dem Training der PEF begleitet. Die PEF wurde im Juli 2023 bei beiden Gruppen erhoben (T0). Die Kontrollgruppe und die Experimentalgruppe bildeten kleine Vergleichsgruppen, die aus Geheimhaltungsgründen nicht näher beschrieben werden können. In der statistischen Beschreibung können deshalb Gruppengröße und Freiheitsgrade nicht genannt werden. Eine mögliche randomisierte Zuweisung der Teilnehmenden war wegen der vorher getroffenen Zugzusammensetzung nicht möglich. Daher entschieden sich die Autoren für ein quasi-experimentelles Design. Demnach blieben die Teilnehmenden in ihrer Ausbildungsstruktur bestehen. Die Experimentalgruppe wurde per Zufall bestimmt. Anschließend durchlief die Experimentalgruppe (1) das Training der PEF und die Kontrollgruppe (2) wurde in Entspannungsverfahren wie Progressive Muskelentspannung und Atemtechniken trainiert. Danach wurden die Konstrukte Hardiness, Kameradschafts- und Teamorientierung und Funktionale Arbeitseinstellung nach 15 Monaten (T1) nochmals erfasst.
Zur Messung der PEF wurde das Instrument von Michels und Mair verwendet [22]. Ein 50-Item-Fragebogen im Selbstberichtformat, wobei die Soldaten von (1) „trifft gar nicht zu“ bis (5) „trifft voll zu“ ankreuzen konnten. Der PEF-Fragebogen wurde 2023 und 2024 bei unterschiedlichen deutschen Spezialkräften validiert. In der vorliegenden Stichprobe zeigte er eine interne Konsistenz von α = .81 (Cronbachs Alpha).
Zusätzlich zu den PEF-Komponenten wurde auf Gruppenebene die Leistungsmotivation erfasst. Der Fragebogen zur Leistungsmotivation wurde aus dem Fragebogen zur Psychischen Einsatzbereitschaft (PEB) von Michels und Mair extrahiert [22]. Die Subskala umfasst 10 Items und zeigt eine interne Konsistenz von α = .76 (Cronbachs Alpha).
Die taktische und militärische Performanz wurde von erfahrenen Ausbildern und durch Leistungsüberprüfungen erfasst. Im TNS SpezKr H wurden Messwerte zusammengefasst und am Ende ein Summenwert gebildet, der zu einer Besteherquote führte. Im Close Quarter Battle wurde ebenfalls eine Besteherquote von 0 bis 100 % festgestellt und von vier erfahrenen Ausbildern die Kompetenz im Close Quarter Battle von (1) „erfüllt die Anforderungen im CQB noch nicht“ zu (5) „erfüllt die Anforderungen im CQB voll und ganz“ bewertet.
Zur Messung der Unterschiede zum Messzeitpunkt 0 wurden über alle drei PEF-Komponenten unabhängige T-Tests durchgeführt. Anschließend wurde der Vergleich zwischen Experimental- und Kontrollgruppe über die PEF-Komponenten (Faktor „Gruppe“) und militärische Leistungsparameter über eine MANOVA mit Messwiederholung (rMANOVA) durchgeführt. Letztendlich wurde die CQB-Kompetenz zwischen den Gruppen mit einem unabhängigen T-Test verglichen. Das Studiendesign beschreibt einen zweifaktoriellen Stichprobenvergleich mit einem „Between-Subject-Design“ (PEF-Trainingsgruppe vs. Kontrollgruppe) und einer Messwiederholung von Mai 2023 zu Oktober 2024.
Abb. 1: Unterschied in der Hardiness-Selbsteinschätzung zum Testzeitpunkt 0 zwischen Experimental- und Kontrollgruppe.
Ergebnisse
Zum Messzeitpunkt T0 zeigten sich im Mai 2023 tendenzielle Unterschiede im Bereich Hardiness (EG: M = 4,14, SD = 0,45; KG: M = 4,34, SD = 0,31; t = -1,43, p = .08) und signifikante Unterschiede in der funktionalen Arbeitseinstellung zwischen der Experimental- und Kontrollgruppe (EG: M = 4,24, SD = 0,17; KG: M = 4,39, SD = 0,28; t = -1,41, p = .041). Die Unterschiede der Hardiness sind in Abbildung 1 dargestellt. Die Kameradschafts- und Teamorientierung wies hingegen keine Unterschiede auf. Eine genaue Übersicht über alle Ergebnisse finden sich am Ende des Ergebnisteils in Tabelle 2.
Tab. 2: Mittelwertsunterschiede PEF und militärische Performanz mit statistischer Auswertung
In den Messungen für taktische und militärische Leistungen konnten signifikante Unterschiede zwischen Experimental- und Kontrollgruppe nach dem PEF-Training gefunden werden. Demnach zeigte die Experimentalgruppe bessere Schießleistungen und -kompetenzen im CQB. Die Ergebnisse zeigen einen Mittelwert für die Experimentalgruppe von M = 3,65 und eine Standardabweichung von SD = 0,34. Die Kontrollgruppe zeigte hingegen einen Mittelwert von M = 2,71 und eine Standardabweichung von SD = 0,41. Der Gruppenunterschied zwischen Treatment- vs. Non-Treatment-Gruppe ist signifikant (t = -1,85, p = .037, d = 0,600956). Die Ergebnisse sind in Abbildung 2 dargestellt.
Abb. 2: Beschreibung der Unterschiede in der militärischen und taktischen Performanz durch Kompetenz-Bewertungen zwischen Experimental- und Kontrollgruppe im CQB.
Außerdem zeigten sich ebenfalls Unterschiede zwischen der Leistung im Lehrgang der taktischen Nahkampffähigkeit. Hierbei bewerteten die Ausbilder anhand unterschiedlicher Leistungskriterien, ob ein Soldat den Lehrgang bestanden hat oder nicht. Dabei ergaben sich keine signifikanten Ergebnisse beim Vergleich der Mittelwerte. Allerdings ist eine Tendenz erkennbar (TNS EG: M = 0,88, SD = 0,34; TNS KG: M = 0,71, SD = 0,47; t = 1,19, p = .12). In Abbildung 3 sind die Unterschiede in der militärischen Performanz im TNS SpezKr H und CQB dargestellt.
Abb. 3: Beschreibung der Unterschiede in der militärischen und taktischen Performanz durch Kompetenz-Bewertungen zwischen Experimental- und Kontrollgruppe im TNS SpezKr H und CQB.
Letztendlich wurden die beiden Gruppen über alle PEF-Faktoren und Leistungsparameter miteinander verglichen. Der Hauptfaktor der Stichprobe über alle AVs zeigte F(1,107,09) = 1,91, p = .17 einen Richtungseffekt und eine geringe Effektstärke η2p = 0,0009143. Auf der anderen Seite unterschieden sich die Ergebnisse zwischen den PEF-Faktoren und den militärischen Leistungsparametern signifikant F(8,107,09) = 222,37, p < 0.001 mit einer sehr großen Effektstärke η2p > 0,8506783 voneinander. Letztendlich noch die Interaktion zwischen Gruppe, PEF-Faktoren und Leistungsfaktoren, die ebenfalls signifikante Unterschiede F(8,107,09) = 2,80, p < 0.001 und eine mittlere Effektstärke η2p= 0,106904 zeigte. Der Interaktionseffekt zwischen den Gruppen, den PEF-Komponenten und den militärischen Leistungsparametern spricht für einen Trainingseffekt zwischen T0 und T1 und einen Unterschied bei den militärischen Leistungsparametern zwischen Experimental- und Kontrollgruppe. Die Mittelwertsunterschiede zwischen Gruppen und PEF-Faktoren sind in Abbildung 4 dargestellt.
Abb. 4: Darstellung der Mittelwertsunterschiede für die Experimental- und Kontrollgruppe über alle PEF-Komponenten mit Vergleich über die Pre-Post-Bedingung.
Das Training der Psychologischen Einsatzfähigkeit verbesserte die Hardiness und die funktionale Arbeitseinstellung tendenziell. Die Team- und Kameradschaftsorientierung verbesserte sich zwischen T0 und T1 nur in der Kontrollgruppe. Zwischen den Gruppen konnte vor dem Training der Psychologischen Einsatzfähigkeit ein Unterschied in der Ausprägung der Hardiness gefunden werden. Die Experimentalgruppe zeigte signifikante Unterschiede in der Performanz der Schießleistung und -kompetenz im CQB. Zudem unterschieden sich beide Gruppen bei der Leistungsüberprüfung TNS SpezKr H ebenfalls voneinander. Eine Ergebniszusammenfassung findet sich in Tabelle 2.
Diskussion
Das Training der Psychologischen Einsatzfähigkeit verbesserte die Hardiness, die funktionale Arbeitseinstellung und Leistungsmotivation in der Experimentalgruppe. Dies ist vor allem deshalb erstaunlich, da Selbstbewertungen nach 15 Monaten in der sehr fordernden Ausbildung eher eine Verschlechterung von psychologischen Performanz-Einschätzungen erwarten ließen (vergleiche hierzu die Ergebnisse der PEF-Kontrollgruppe). Des Weiteren konnten signifikante Unterschiede bei der taktischen und militärischen Performanz im CQB und TNS SpezKr H gefunden werden. Diese Ergebnisse ähneln anderen Hardiness-Trainings [4][18] und psychologischen Interventionen im Militär und bei Einsatzkräften [10][34]. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein Training der Psychologischen Einsatzfähigkeit für Spezialkräfte zielführend sein könnte und den militärischen Erfolg positiv beeinflusst. Weitere Studien sollten psychologische Interventionen zur Leistungssteigerung in deutschen Spezialkräften untersuchen. Die Steigerung der Kameradschafts- und Teamorientierung in der Kontrollgruppe könnte durch die schlechtere Performanz erklärt werden, da manche militärische Gruppen enger zusammenrücken, wenn der militärische Erfolg ausbleibt [12]. Dies könnte allerdings auch auf die Gruppenzusammensetzungen zurückgeführt werden. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass beide Ausbildungsgruppen unterschiedliche psychologische Trainings zur Verbesserung der Performanz während der Ausbildung erhielten. Die weiteren Inhalte wurden ebenfalls von Ytterbøl et al. [34] und Mattie et al. [21] abgeleitet und hatten einen sportpsychologischen Hintergrund.
Limitationen
Spezialkräftestudien unterliegen unterschiedlichen Limitationen. Die größte ist hierbei sicherlich die kleine Stichprobengröße, die durch die starke Selektion und das anspruchsvolle Erreichen und Abschließen der Basisausbildung zu erklären ist [21]. Es werden daher oftmals kaum signifikante Ergebnisse erreicht, was die Interpretation der vorliegenden Interventionsstudie erschwert [22][33]. Des Weiteren erschwert der Life-Cycle von Spezialkräften mit langen Abwesenheiten vom Dienstort und langen Auslandsaufenthalten eine wissenschaftliche Begleitung.
Ein weiterer methodischer Aspekt der Studie ist, dass durch die durchgeführten Entspannungsverfahren in der Kontrollgruppe nicht ausgeschlossen werden kann, dass diese ebenfalls positive Effekte auf die Entwicklung der PEF-Komponenten und die militärischen Leistungsparameter hatten. In einer Folgestudie sollte demnach keine oder eine passendere Kontrollintervention gewählt werden.
Zur methodischen Limitierung trägt auch bei, dass die Vergleichsgruppen keine hermetisch abgeriegelten Systeme darstellen. Demnach könnten die gefundenen Effekte bspw. durch andere Ausbildungsinhalte während der Basisausbildung entstanden sein. Zudem unterschieden sich die Studiengruppen vor Beginn der Trainingsintervention in den PEF-Komponenten, was eine Interpretation der Ergebnisse erschwert. Hier könnte für zukünftige Studien ein reiner Pre-Post-Vergleich einer Gruppe gewählt werden. Zusätzlich ist die Erfassung der PEF-Komponente ein Selbstberichtinstrument. Für die Zukunft wäre es wünschenswert, wenn das Instrument PEF-Fremdbeurteilung [22] normiert und validiert ist, um dies als Abgleich zwischen Fremd- und Eigenbeurteilung zu nutzen.
Letztendlich muss man die Zugdynamik und ggf. die Gruppen- und Führungseffekte beachten, da diese ebenfalls auf die gefundenen Effekte wirken können. Weitere Studien sind geplant, und aktuell wird eine Studie im experimentellen Design durchgeführt, bei der ein Ausbildungscluster zufällig in Experimental- und Kontrollgruppe aufgeteilt wurde. Allerdings ist hier die gesamte Stichprobengröße zum aktuellen Zeitpunkt weiterhin sehr gering.
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Manuskriptdaten
Zitierweise
Mair P, da Silva D, Renner KH, Wesemann U: Training der psychologischen Einsatzfähigkeit für Spezialkräfte. WMM 2025; 69(4): 146-153.
DOI: https://doi.org/10.48701/opus4-445
Für die Verfasser
Pablo Mair
Kommando Spezialkräfte
Psychologischer Dienst
E-Mail: uw@ptzbw.org
Manuscript Data
Citation
Mair P, da Silva D, Renner KH, Wesemann U: [Training of Psychological Combat Readiness for Special Forces]. WMM 2025; 69(4): 146-153.
DOI: https://doi.org/10.48701/opus4-445
For the Authors
Pablo Mair
Special Forces Command
Psychological Support
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