
Editorial
Sehr geehrte Leserin,
sehr geehrter Leser,
in den aktuellen Zeiten zunehmender Unsicherheit bekommen Fragen der „Kriegstüchtigkeit“ in den Streitkräften einen größeren Stellenwert. Dazu ist es nicht nur wichtig, das Militär angemessen auszustatten und auszubilden, sondern auch die psychische und körperliche Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten sowie deren Motivation zu erhalten und zu fördern.
In dieser Ausgabe der Wehrmedizinischen Monatsschrift soll am Beispiel des Bundeswehrkrankenhauses Berlin verdeutlicht werden, dass ein Miteinander der verschiedenen Dienste und Berufsgruppen in der Bundeswehr mehr Kreativität und damit auch bessere Ergebnisse erzielen kann. Wehrwissenschaft lebt von der Pluralität der Perspektiven und Heterogenität im Denken. Das Psychotraumazentrum am Bundeswehrkrankenhaus Berlin gestaltet eine erfolgreiche Kooperation von Militärseelsorge, Sozialdienst, Psychologischem Dienst und Sanitätsdienst, die sich unter anderem anhand vieler unterschiedlicher Publikationen interdisziplinärer Autorenteams erkennen lässt.
Schon zu Beginn der militärischen Karriere, bei der Personalauswahl, werden kognitive, physische und psychologische Fähigkeiten festgestellt, um den komplexen und teilweise extremen militärischen Anforderungen gerecht zu werden. Im weiteren Verlauf des militärischen Dienstes werden die Soldatinnen und Soldaten dann durch die Fachdienste mit psychosozialem Auftrag bei der Bewältigung ihrer Aufgaben unterstützt. Wenn jeder Fachbereich seine Expertise einbringt, wird sich das auch positiv auf das seelische und körperliche Wohlbefinden der Bundeswehrangehörigen auswirken.
Die Heterogenität von Sanitätsdienst, Psychologischem Dienst, Sozialdienst und Militärseelsorge sowie deren Zusammenspiel erfordert ein hohes Maß an Kommunikation und Abstimmung. Die Eigenständigkeit der Dienste bietet jedoch die größte Wahrscheinlichkeit, dass jede Profession ihre Kernkompetenzen am besten einbringen kann. Dadurch ist dem gemeinsamen Ziel einer verteidigungsbereiten Bundeswehr am meisten gedient. Bei der gegenwärtigen Häufung von Konflikten, Unsicherheiten und Krisen sowie möglichen gesellschaftlichen Spaltungen und Spaltungstendenzen der internationalen Bündnisse ist ein starker Zusammenhalt geboten. Daher ist das Zusammenspiel der vier genannten Bereiche wichtiger denn je, um geeignete Maßnahmen für die körperliche und mentale Leistungs- und Durchhaltefähigkeit unserer Armee zu gewährleisten.
Mein Wunsch für die kommenden Jahre ist, dass wir noch intensiver kooperieren können, einander in unseren Projekten und Verantwortungsbereichen unterstützen, uns ergänzen und so weiter optimieren im Sinne unseres gemeinsamen Auftrags.
Nun wünsche ich Ihnen viel Freude beim Lesen der wissenschaftlichen Lektüre,
Ihr
Regierungsdirektor Priv.-Doz. Dr. Dipl.-Psych.
Ulrich Wesemann
Das Potenzial im Fokus: Innovationen im Auswahlprozess des Kommando Spezialkräfte
Focus on Potential: Innovations in the Special Forces Command Selection Process in Germany
Daniela da Silvaa, Pablo Maira, Karl-Heinz Rennerb, Ulrich Wesemannc
a Kommando Spezialkräfte, Abteilung Psychologischer Dienst, Calw
b Universität der Bundeswehr München, Institut für Psychologie
c Bundeswehrkrankenhaus Berlin, Psychotraumazentrum der Bundeswehr
Zusammenfassung
Auswahl und Ausbildung von Personal für das Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr erfordern außergewöhnliche kognitive, physische und psychologische Fähigkeiten, um den Anforderungen komplexer und extremer Einsätze gerecht zu werden. Diese Studie stellt erste Ergebnisse des überarbeiteten Potenzialfeststellungsverfahrens (PFV) vor und bewertet dessen prädiktive Validität im Hinblick auf den Ausbildungserfolg, wobei der Fokus auf zentralen, im Auswahlprozess erfassten Merkmalen liegt.
Erste Ergebnisse zeigen signifikante Korrelationen zwischen der Platzierung im Ranking in der Phase 2 des PFV mit der Gewissenhaftigkeit (r = -.74, p < 0,01) sowie der kognitiven Leistungsfähigkeit (r = - .72, p < 0,05). Besonders hervorzuheben ist der signifikante Zusammenhang zwischen der Belastbarkeit und der Schießleistung (r = .7, p < .05), die als objektives Außenkriterium während der Ausbildung erfasst wurde.Die Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung kognitiver und psychologischer Merkmale für den Ausbildungserfolg. Weitere Datenerhebungen sind notwendig, um die prädiktive Relevanz der Merkmale zu validieren und die diagnostische Präzision des PFV weiter zu optimieren.
Schlüsselwörter: Spezialkräfte, Kommando Spezialkräfte, Personalauswahl, prädiktive Validität, kognitive Leistungsfähigkeit
Summary
The selection and training of personnel for the Bundeswehr’s Special Forces Command (KSK) requires exceptional cognitive, physical, and psychological skills to meet the demands of complex and extreme missions. This study presents the initial results of the revised assessment procedure (“Potenzialfeststellungsverfahren” (PFV)) and evaluates its predictive validity regarding training success, focusing on key characteristics recorded during the selection process. Initial results show significant correlations between specific psychological and cognitive factors, such as conscientiousness
(r = -.74, p<.01) and mental performance (r = -.72, p < .05), with placement in the ranking of phase 2. Particularly noteworthy is the significant correlation (r = .7, p<.05) between resilience and shooting performance, which was recorded as an objective external criterion during training. The results illustrate the importance of cognitive and psychological characteristics for training success. Further data collection is necessary to validate the characteristics’ predictive relevance and further optimize the diagnostic precision of the PFV.
Keywords: Special Forces; selection; personnel selection; predictive validity; cognitive performance
Einleitung und Hintergrund
Die Spezialkräfte der Bundeswehr bestehen aus dem Kommando Spezialkräfte der Marine (KSM), der 4. Staffel des Hubschraubergeschwaders 64 (4./HSG 64) als Spezialkräfte der Luftwaffe sowie dem Kommando Spezialkräfte (KSK) des Heeres [13]. Die vorliegende Studie beschäftigt sich ausschließlich mit dem KSK.
Zu dessen Kernaufträgen zählen unter anderem Geiselbefreiung sowie das Ausbilden von Partnerspezialkräften [13].
Dieser Aufgabenbereich ist ungewöhnlich und stellt an das Personal einen hohen Anspruch an Fertigkeiten und Belastungsfähigkeit. Die Herausforderung für das KSK, wie auch für alle anderen Spezialeinheiten, ist es, Personal auszuwählen, welches das erforderliche Potenzial mitbringt, diese Fertigkeiten und Fähigkeiten zu entwickeln und solchen hohen Belastungen dauerhaft standzuhalten.
Die Personallage des KSKs ist in den letzten Jahren rückläufig. Trotz hoher Bewerberzahlen kann der Bedarf nicht gedeckt werden [9]. Deshalb ist es schon seit mehreren Jahren Priorität, geeigneten Nachwuchs für das KSK zu gewinnen. Seitdem das KSK im Jahr 1996 gegründet wurde [13], wird ein spezielles Auswahlverfahren angewendet, um Soldatinnen und Soldaten zu identifizieren, die über die erforderlichen Eigenschaften und Fähigkeiten verfügen, um die Ausbildung zur Kommandosoldatin oder zum Kommandosoldaten1 erfolgreich zu durchlaufen.
In der psychologischen Diagnostik werden ständig sowohl neue Verfahren in der Eignungsdiagnostik entwickelt als auch neue Erkenntnisse durch die Forschung gewonnen. Zeitgleich haben sich die wesentlichen Einflussfaktoren in aktuellen und potenziellen Einsätzen und somit auch die Anforderungen an die Kommandosoldaten (KdoSdt) verändert, wodurch auch das Anforderungsprofil steten Änderungen unterworfen ist. Daher ist eine Anpassung des Auswahlverfahrens obligat.
Der Bewerberpool für das PFV ist dabei strikt definiert und begrenzt sich auf eine Teilmenge der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Gleichzeitig ist seit Gründung des KSK die Anzahl der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr drastisch gesunken [17] und somit auch der Bewerberpool für das PFV. Primär steht im Auswahlprozess nun die Feststellung des erkennbaren Potenzials der Bewerberinnen und Bewerber im Vordergrund. Entscheidend ist vor allem, ob die Soldatinnen und Soldaten das Potenzial und die Formbarkeit mitbringen, um sich zum KdoSdt ausbilden lassen zu können. Das gesamte Verfahren ist also nun potenzialorientiert und nicht rein eignungsorientiert.
In der vorliegenden Arbeit werden erste Ergebnisse des neuen PFV vorgestellt und in einem wissenschaftlichen Kontext gestellt.
Bisherige Erkenntnisse aus der Literatur
Schmidt und Hunter [23] analysierten in einer Metastudie 85 Jahre Forschung zur Personalauswahl. Sie zeigten, dass psychologische Tests eine der höchsten prädiktiven Validitäten für beruflichen Erfolg aufweisen. Für Personen ohne Berufserfahrung sind kognitive Fähigkeiten die wichtigsten Prädiktoren für Leistung und Lernen [12][21]. Eine Kombination aus Verfahren, z. B. Tests kognitiver Fähigkeiten mit Arbeitsproben oder Integritätstests, führt zu einer höheren Validität [23]. Allerdings unterscheiden sich die Anforderungen des KSK stark von denen klassischer Unternehmen. Studien zeigen, dass bei Spezialeinheiten die körperliche Leistungsfähigkeit, wie z. B. Marschleistung, Orientierung und Fitness, eine wichtige Rolle für den Erfolg im Auswahlverfahren spielt [6][8]. Auch Intelligenz ist für den Erfolg essenziell. Picano et al. [18] betonen die Bedeutung außergewöhnlicher physischer und psychischer Fähigkeiten, darunter emotionale Stabilität, kognitive Fähigkeiten und soziale Kompetenzen. Picano und Roland [19] heben insbesondere emotionale Stabilität, Adaptabilität und Selbstregulation als wichtige Merkmale hervor, die durch Simulationen und Tests überprüft werden. Die Erkenntnisse dieser Studien unterstreichen die Bedeutung einer systematischen Auswahl und deren Evaluation, um die Einsatzfähigkeit von Spezialkräften sicherzustellen und die Validität von Auswahlprozessen zu gewährleisten.
Stereotypische Ansichten über Spezialkräfte betonen oft körperliche Stärke und Ausdauer, doch komplexe Einsatzszenarien erfordern auch außergewöhnliche kognitive Fähigkeiten. Das CHC-Modell [15] ist ein hierarchisches Intelligenzmodell, das die kognitiven Fähigkeiten in drei Ebenen gliedert. Viele Tests erfassen jedoch primär die allgemeine Intelligenz, welches die erste Ebene des CHC-Modells abbildet. Die zweite Ebene des Modells bildet dahingegen jedoch viele Faktoren ab, die gerade für Spezialkräfte und deren komplexe Einsatzsituationen relevant sind, wie bspw. die visuelle Verarbeitung für eine räumliche Orientierungd oder die Verarbeitungsgeschwindigkeit. Die Berücksichtigung dieser Faktoren könnte die Validität der Auswahlverfahren und die Einsatzfähigkeit der Spezialkräfte verbessern.
Pattyn et al. [16] fanden, dass sowohl körperliche Fitness als auch kognitive Fähigkeiten signifikante Prädiktoren für den Erfolg in der Selektion sind. Besonders die aerobe Kapazität (VO2-Max) und der Intelligenzquotient erwiesen sich als entscheidend. Persönlichkeitsmerkmale spielen ebenfalls eine Rolle. Das international anerkannte Big-Five-Modell beschreibt die Eigenschaften Neurotizismus, Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion und Verträglichkeit [4]. Für Spezialkräfte sind vor allem Gewissenhaftigkeit und emotionale Stabilität relevant.
Auch Salgado [22] zeigte in einer Metaanalyse, dass Intelligenz, Gewissenhaftigkeit und emotionale Stabilität entscheidende Faktoren für beruflichen Erfolg sind. Gewissenhaftigkeit fördert die Einhaltung von Standards und das Bewältigen komplexer Aufgaben unter Druck, während emotionale Stabilität die Stressbewältigung unterstützt. Untersuchungen bei italienischen und niederländischen Spezialeinheiten bestätigten, dass erfolgreiche Kandidaten höhere Werte in Gewissenhaftigkeit und emotionaler Stabilität sowie geringere Neurotizismuswerte aufweisen [10][11]. Diese Eigenschaften helfen Spezialkräften, in hochriskanten, komplexen Situationen Stabilität und Verlässlichkeit zu bewahren und sind daher essenziell für die Durchhaltefähigkeit und den Erfolg in Auswahlverfahren.
Für das PFV des KSK sind diese Erkenntnisse wertvoll. Persönlichkeitsmerkmale sind wichtig, aber nicht allein ausschlaggebend. Eine multidimensionale Bewertung, die physische, psychische und kognitive Faktoren integriert, entspricht den Anforderungen des neuen PFV.
Methodik des PFV
Grundsätzlich besteht das PFV aus psychologischen sowie körperlichen und militärischen Anteilen. Zunächst ist das Verhältnis von körperlichen und psychologischen Anteilen im PFV ungefähr gleich. Auch hinsichtlich der Auswertung ergibt sich eine ungefähr gleiche Gewichtung zwischen diesen zwei Teilbereichen. Nach erfolgter Evaluierung könnten die Gewichtungen entsprechend den Ergebnissen angepasst werden.
Zu Beginn wurden anhand einer Anforderungsanalyse Personenmerkmale identifiziert, welche die Grundlage für alle nachfolgenden Schritte in der Personalauswahl darstellen [1]. Zur Identifizierung der Merkmale, die für einen KdoSdt von zentraler Bedeutung sind, wurden Literaturrecherchen sowie Experteninterviews durchgeführt und auf die umfassende Erfahrung des bisherigen Eignungsfeststellungsverfahrens zurückgegriffen. Anhand dieser Anforderungsanalyse wurden sogenannte Eignungsmerkmale definiert.
Für die Erfassung dieser Eignungsmerkmale werden verschiedene Methoden eingesetzt. Es werden sowohl Fragebögen verwendet als auch teilstrukturierte Interviews, Verhaltensbeobachtungen und kognitive Leistungstests. So wird sichergestellt, dass es nicht zu einem Mono-Operationalisierungs-Bias kommt.
Das Potenzialfeststellungsverfahren
Das PFV besteht aus insgesamt zwei bzw. für Bewerberinnen oder Bewerber aus der Laufbahn der Offiziere drei Phasen, auf diese Phasen wird nachfolgend eingegangen. Das gesamte PFV kombiniert dabei zwei Arten der Leistungsmessung, auf welche später eingegangen wird. Anhand der Anforderungsanalyse und dem Zielbild des KdoSdt (vgl. Anforderungen an den KdoSdt in den Spezialkräften Heer im Zielbild 2030+) wurden Mindestanforderungen definiert, welche erfüllt werden müssen, um im Rahmen des PFV weiter in Betracht gezogen zu werden.
Phase 1 des PFV
Die Phase 1 des Auswahlverfahrens erstreckt sich über drei Tage und konzentriert sich auf die Überprüfung von schwer trainierbaren Eigenschaften der Bewerberinnen und Bewerber. Dabei werden sowohl kognitive als auch physische Mindestanforderungen überprüft, die erfüllt werden müssen, um die Eignung und das Potenzial für die nachfolgende Ausbildung sicherzustellen. Der Hintergrund dieser Vorgehensweise liegt in der Erkenntnis, dass das Entwicklungsmaß bestimmter Kompetenzen und Eigenschaften im Rahmen der Ausbildung begrenzt ist. Daher ist es essenziell, dass die Kandidaten bereits zu Beginn ein standardisiertes Mindestmaß an Fähigkeiten und Fertigkeiten mitbringen, um die Erfolgsaussichten im weiteren Verlauf der Ausbildung zu maximieren. Dieses Vorgehen dient nicht nur der Effizienz des Auswahlverfahrens, sondern auch der Sicherstellung, dass die begrenzten Ressourcen der Ausbildung zielgerichtet und effektiv eingesetzt werden.
In der Phase 1 werden aus Kapazitätsgründen maximal 128 Bewerber und Bewerberinnen eingeladen. Sofern innerhalb der Phase 1 mehr als X (genaue Anzahl unterliegt dem Verfahrensschutz) Bewerberinnen oder Bewerber die Mindestanforderungen erfüllen, erfolgt eine bezugsgruppenorientierte Auswahl. Hier werden die Leistungen der einzelnen Bewerberinnen und Bewerber in eine Rangfolge gebracht, die X besten werden definiert und anschließend zur Phase 2 zugelassen.
In Phase 1 werden kognitive Fähigkeiten wie Sprachverständnis, logisches Denken, mathematische und technische Kompetenzen sowie Konzentrations- und Informationsverarbeitungsfähigkeit erfasst. Aufgrund des Testschutzes können nur exemplarisch einige Messinstrumente genannt werden. Detaillierte Informationen zu spezifischen Testinhalten und -verfahren unterliegen strengen Vertraulichkeitsbestimmungen, um die Integrität der Testdiagnostik zu gewährleisten. Zur Erfassung der Merkmale wird unter anderem das von der Bundeswehr entwickelte System „CAT“ (Computer-assistiertes Testen) eingesetzt [7]. Dieses basiert auf dem Prinzip der adaptiven Testung, bei der sich der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben dynamisch an das Antwortverhalten der Bewerberinnen und Bewerber anpasst. Studien belegen, dass adaptive Testverfahren herkömmlichen Testmethoden hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit, Validität und Effizienz überlegen sind. Insbesondere zeichnen sich adaptive Tests durch eine gleichwertige oder höhere Aussagekraft bei deutlich kürzerer Testdauer aus [27]. Neben dem bundeswehreigenen CAT-System wird zudem das Wiener Testsystem der Firma SCHUHFRIED eingesetzt [24].
Phase 2 des PFV
In der Phase 2 wird ein bezugsgruppenorientierter Ansatz gewählt. In dieser Phase existieren keine Mindestanforderungen, da diese bereits in Phase 1 abgeprüft worden sind. Die Leistungen der Bewerberinnen und Bewerber werden untereinander in Relation gesetzt. Die Bewerberinnen und Bewerber werden dabei getrennt nach ihrer Laufbahn betrachtet. Am Ende der Phase 2 erfolgt eine Rangbildung über alle Bewerberinnen und Bewerber der Laufbahn der Unteroffiziere und Mannschaften sowie eine über alle Bewerberinnen und Bewerber aus der Laufbahn der Offiziere. Die maximale Anzahl der zur Ausbildung zum KdoSdt zugelassenen Bewerberinnen und Bewerbern erfolgt im Vorfeld durch eine Referenzgröße, die anhand des Personalbedarfs bei jedem Durchgang neu definiert wird. Die Bewerberinnen und Bewerber der Offizierslaufbahn werden anhand ihrer Rankings ausgewählt und die besten X zur Phase 3 zugelassen.
In der Phase 2 werden die Bewerberinnen und Bewerber aus psychologischer Sicht erneut hinsichtlich ihrer kognitiven Leistungsfähigkeit, insbesondere der Konzentrationsfähigkeit und der Informationsverarbeitungskapazität, getestet. Allerdings finden in dieser Phase zum Teil andere Testverfahren zur Messung dieser Eignungsmerkmale Anwendung. Darüber hinaus erfolgt eine umfassende Bewertung der zentralen Persönlichkeitsmerkmale, wie beispielsweise soziale Kompetenz, Gewissenhaftigkeit und emotionale Stabilität. Diese Bewertung wird sowohl durch Psychologinnen und Psychologen als auch durch erfahrene KdoSdt vorgenommen. Zur Maximierung der Validität der Ergebnisse wird ein Multi-Trait-Multi-Method-Ansatz (MTMM) angewendet. Dieser Ansatz, der erstmals von Campbell und Fiske [3] im Jahr 1959 beschrieben wurde, ermöglicht die gleichzeitige Erfassung mehrerer Merkmale (Traits) unter Verwendung verschiedener methodischer Zugänge (Methods). Jedes Merkmal wird im PFV durch mehrere Beurteilende, zu verschiedenen Messzeitpunkten und mit mindestens zwei Methoden, wie zum Beispiel systematische Verhaltensbeobachtungen und teilstrukturierte Interviews, erfasst. Ziel ist es, systematische Verzerrungen durch methoden- oder beurteilerspezifische Einflüsse zu minimieren und eine hohe Validität sicherzustellen. Der MTMM-Ansatz wird als besonders geeignet angesehen, um komplexe Persönlichkeits- und Leistungsmerkmale in anspruchsvollen Kontexten, wie z. B. der Personalauswahl im militärischen Bereich, valide und reliabel zu bewerten [3][5].
Phase 3 des PFV
In Phase 3, die nur Bewerber der Offizierslaufbahn absolvieren, erfolgt eine bezugsgruppenorientierte Testung zur Auswahl für die Ausbildung zum KdoSdt, mit Fokus auf die Bewertung der Führungsfähigkeiten in Extremsituationen [2].
Die Selektionsarten
Der Auswahlprozess kombiniert zwei Selektionsarten und nutzt die Vorteile beider. Würde man nur auf den Vergleich innerhalb der Bezugsgruppe (bezugsgruppenorientiert) setzen, bliebe ein klar definierter Mindeststandard außer Acht. So könnte die beste Leistung eines PFV-Durchgangs dennoch nicht den Mindestanforderungen entsprechen [26]. Durch die kriteriumsorientierte Vorauswahl in Phase 1 wird dies jedoch sichergestellt. Basierend auf den Erkenntnissen der wissenschaftlichen Forschung wird den kognitiven Fähigkeiten der Bewerberinnen und Bewerbern hierbei besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Infolge der Erfahrungen der letzten Jahrzehnte hat das KSK spezifische Mindestanforderungen an die kognitiven Fähigkeiten eingeführt, die aufgrund des Testschutzes nicht im Detail beschrieben werden dürfen. In der Phase 2 hingegen werden diese und weitere Merkmale sowohl anhand computergestützter Testverfahren als auch durch Verhaltensbeobachtungen sowie in einem teilstrukturierten Interview erfasst. In Phase 2 können die Potenziale der Bewerberinnen und Bewerber, in Form eines Rankings, weit differenzierter betrachtet werden.
Seit der Einführung des neuen PFV hat bereits eine Kohorte die zweijährige Ausbildung zum KdoSdt begonnen. Aufgrund der geringen Kohortengröße kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keine detaillierte statistische Auswertung stattfinden. Im Folgenden werden auszugsweise einige erste Ergebnisse vorgestellt.
Das Außenkriterium: Die Schießleistung in der Ausbildung zum Kommandosoldaten
Ein zentraler Bestandteil der KdoSdt-Ausbildung ist die Verbesserung der Schießfähigkeiten, die nach wenigen Monaten durch einen standardisierten Schießtest überprüft wird. Aus Sicherheitsgründen können die genauen Inhalte nicht erläutert werden. Wichtig für die Untersuchung ist, dass die Schießleistung als objektives Außenkriterium unabhängig vom PFV Rückschlüsse und Korrelationsanalysen ermöglicht. Es ist hervorzuheben, dass die Schießleistung keine psychologische Fähigkeit ist und weder psychologisch begleitet noch bewertet wird. Die Ergebnisse des Schießtests basieren auf eindeutig definierten, objektiven Bewertungskriterien. Das konkrete Schießergebnis wird unter standardisierten Bedingungen für alle Anwärter gleichermaßen erfasst. Damit stellt die Schießleistung ein valides und objektives Außenkriterium dar, welche zur Überprüfung genutzt werden kann, ob einzelne, im Rahmen des PFV erhobene, Eignungsmerkmale eine besondere prädiktive Relevanz für den Erfolg in der Ausbildung, insbesondere im Bereich des Schießens, aufweisen.
Auswertung
Die Datenanalyse wurde mithilfe der Software R Studio [20] durchgeführt. Im ersten Schritt wurde die Verteilung der untersuchten Variablen auf Normalität geprüft, wozu der Shapiro-Wilk-Test herangezogen wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass mehrere Variablen nicht den Kriterien der Normalverteilung entsprachen (p < .05). Aufgrund dieser Ergebnisse wurde die Spearman-Korrelation als robustes Maß für die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen den Variablen angewendet, da sie keine Normalverteilung der Daten voraussetzt.
Die Berechnung der Spearman-Korrelation ermöglichte es, sowohl die Interkorrelationen zwischen den Eignungsmerkmalen als auch deren Beziehungen zu den Ausbildungsleistungen als Außenkriterium zu analysieren. Diese methodische Vorgehensweise gewährleistete eine valide und zuverlässige Grundlage zur Untersuchung der Forschungsfragen.
Ergebnisse
Nachfolgend werden die Ergebnisse des ersten PFV-Durchgangs einschließlich der ersten unabhängigen Variablen dargestellt. Es liegen ausschließlich Ergebnisse von männlichen Bewerbern vor, daher wird auf die Verwendung der weiblichen Form verzichtet.
Deskriptive Statistik
Die Mittelwerte und Standardabweichungen der untersuchten Variablen sind in Tabelle 1 dargestellt. Die kognitive Leistungsfähigkeit wird in Phase 1 anhand einer 7-stufigen Notenskala bewertet, wobei 1 die bestmögliche und 7 die schlechteste Bewertung ist. Im Gegensatz dazu werden die Konzentrationsfähigkeit und die Informationsverarbeitungsfähigkeit in Phase 1 durch Prozentränge (0–100) operationalisiert, wobei höhere Werte eine bessere Leistung anzeigen.
Tab. 1: Korrelationen und Interkorrelationen mit dem Außenkriterium „Schießleistung“ der untersuchten Variablen in Phase I und II
Zeichen-/Markierungserklärungen:
orange hinterlegt: p < .05; gelb hinterlegt: p < .01
XX: Aufgrund des Verfahrensschutzes können keine Angaben gemacht werden, die Rückschlüsse auf die Stichprobengröße zulassen.
In Phase 2 werden alle psychologischen Eignungsmerkmale mittels einer 3-stufigen Skala erfasst, bei der 1 die niedrigste und 3 die höchste Ausprägung eines Merkmals repräsentiert. Die Schießleistung, die im Rahmen der Ausbildung gemessen wurde, wies eine mittlere Punktzahl von M = 178,94 und eine Standardabweichung von SD = 13,25 auf. Eine höhere Punktzahl im Schießtest entspricht dabei einer besseren Schießleistung.
Korrelationen und Interkorrelationen
Die Korrelationen und Interkorrelationen mit dem Außenkriterium der untersuchten Variablen sind in Tabelle 1 dargestellt.
Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung zeigen mehrere interessante Zusammenhänge zwischen den erhobenen Eignungsmerkmalen, den Rankingplatzierungen sowie dem Außenkriterium.
Zusammenhänge zwischen Eignungsmerkmalen und Rankings
Die Korrelationen der kognitivenLeistungsfähigkeit (r = .94, p < .01) und Konzentrationsfähigkeit (r = -.62, p < .05) mit der Rankingplatzierung der Phase 1 sind erwartungsgemäß stark, da diese Variablen direkt in die Erstellung des Rankings einfließen. Daher sind diese Zusammenhänge methodisch bedingt und inhaltlich weniger relevant. Auffällig ist jedoch, dass die Informationsverarbeitungsfähigkeit nur einen geringen Einfluss auf das Ranking hat. Das könnte darauf hindeuten, dass dieses Merkmal möglicherweise eine geringere prädiktive Aussagekraft für den Erfolg in Phase 1 aufweist als die anderen beiden Variablen. Besonders hervorzuheben ist die starke negative Korrelation zwischen der Konzentrationsfähigkeit in Phase 1 und dem Ranking in Phase 2 (r = -.83, p < .01). Diese Korrelation deutet darauf hin, dass eine höhere Konzentrationsfähigkeit in Phase 1 prädiktiv für eine bessere Platzierung (niedrigeren Rang) in Phase 2 ist. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Konzentrationsfähigkeit ein zentraler Faktor für den Erfolg in späteren Ausbildungsphasen ist.
Besonders beachtenswert sind die signifikanten negativen Korrelationen zwischen dem Ranking in Phase 2 und den Merkmalen Gewissenhaftigkeit (r = -.74, p < .01) sowie kognitiveLeistungsfähigkeit (r = -.72, p < .05). Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass höhere Ausprägungen in diesen Merkmalen prädiktiv für eine bessere Gesamtleistung in Phase 2 sind. Beide Variablen könnten somit zentrale Indikatoren für den Erfolg in den späteren Ausbildungsphasen darstellen und sollten in zukünftigen Auswahlverfahren dementsprechend berücksichtigt werden.
Zusammenhänge zwischen den Eignungsmerkmalen
Des Weiteren liegt eine sehr starke und hochsignifikante Korrelation zwischen der Informationsverarbeitungskapazität in Phase 1 und der Konzentrationsfähigkeit in Phase 2 (r = .93, p < .01) vor. Dieser Zusammenhang lässt sich größtenteils darauf zurückführen, dass beide Variablen teilweise mit ähnlichen Testverfahren erhoben, jedoch unter unterschiedlichen Bedingungen durchgeführt wurden (in Ruhe vs. unter Belastung). Diese methodische Ähnlichkeit relativiert die hohe Korrelation und wirft die Frage auf, ob die beiden Merkmale tatsächlich ausreichend trennscharf sind, um relevante und unabhängige Erkenntnisse zu liefern. Es wäre sinnvoll, in zukünftigen Untersuchungen zu prüfen, ob eine Zusammenlegung dieser Merkmale oder eine differenziertere Erhebungsmethodik angebracht ist.
Eine weitere interessante Beobachtung betrifft die Korrelation zwischen den in Phase 2 erhobenen Merkmalen emotionale Stabilität und der Toleranz gegenüber Misserfolgen (r = .67, p < .05). Beide Merkmale wurden im Rahmen eines teilstrukturierten Interviews erhoben, was möglicherweise zu methodisch bedingten Überschneidungen führt. Dies wirft die Frage auf, ob die beiden Konstrukte valide und trennscharf gemessen werden oder ob sie aufgrund einer ähnlichen Erfassungsmethodik korrelieren. Eine detailliertere Analyse der Erhebungsmethoden könnte hier Aufschluss geben.
Zusammenhänge zwischen den Eignungsmerkmalen und der Schießleistung als Außenkriterium
Die Schießleistung, erhoben als objektives Außenkriterium, bietet eine interessante Perspektive zur Überprüfung der prädiktiven Validität der Eignungsmerkmale. Während die in Phase 1 erhobenen Merkmale keine nennenswerten Korrelationen mit der Schießleistung aufwiesen, zeigten sich in Phase 2 interessante Tendenzen. Insbesondere die Korrelationen zwischen der kognitivenLeistungsfähigkeit und der Konzentrationsfähigkeit in Phase 2 mit der Schießleistung waren moderat, erreichten jedoch keine statistische Signifikanz.
Ein besonders hervorzuhebender Befund ist die signifikante Korrelation zwischen der Schießleistung und der in Phase 2 gemessenen Belastbarkeit (r = .7, p < .05). Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Belastbarkeit, die mittels computergestützter Tests zur Erfassung der restriktiven Belastbarkeit gemessen wurde, ein prädiktives Merkmal für die Schießleistung ist. Sollte sich dieser Befund in weiteren Datenerhebungen bestätigen, könnte es sinnvoll sein, die Gewichtung dieses Merkmals im Auswahlverfahren anzupassen, um die prädiktive Validität zu erhöhen.
Fazit und Ausblick
Die Ergebnisse legen nahe, dass einige Eignungsmerkmale, insbesondere die kognitive Leistungsfähigkeit, die Konzentrationsfähigkeit sowie die Gewissenhaftigkeit und Belastbarkeit, eine zentrale Rolle für den folgenden Ausbildungserfolg spielen könnten. Methodische Überschneidungen zwischen ähnlichen Merkmalen sollten jedoch kritisch geprüft werden, um die Trennschärfe und Validität der Messungen weiter zu optimieren. Darüber hinaus sind weitere Datenerhebungen und Analysen erforderlich, um die prädiktive Relevanz der untersuchten Merkmale, insbesondere im Hinblick auf objektive Außenkriterien, wie die Schießleistung, zu validieren und zu stärken. Weitere Datenerhebungen erhöhen unterdessen auch die statistische Aussagekraft der Ergebnisse. Die geringe Stichprobengröße ist aktuell noch eine starke Limitation der gefundenen Ergebnisse.
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Manuskriptdaten
Zitierweise
da Silva D, Mair P, Renner KH, Wesemann U: Das Potenzial im Fokus: Innovationen im Auswahlprozess des Kommando Spezialkräfte. WMM 2025; 69(4): 126-132.
DOI: https://doi.org/10.48701/opus4-439
Für die Verfasser
Daniela da Silva
Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr
Psychologischer Dienst
Graf-Zeppelin-Straße 22 75353 Calw
E-Mail: danieladasilva@outlook.de
Manuscript Data
Citation
da Silva D, Mair P, Renner KH, Wesemann U: [Focus on Potential: Innovations in the Special Forces Command Selection Process in Germany.] WMM 2025; 69 (4):126-132.
DOI: https://doi.org/10.48701/opus4-439
For the Authors
Daniela da Silva
Bundeswehr Special Forces Command
Psychological Service
Graf-Zeppelin-Straße 22, D-75353 Calw
E-Mail: danieladasilva@outlook.de
1 Da es bisher keine weibliche Person gab, die das PFV erfolgreich absolviert hat und zur Kommandosoldatin ausgebildet wurde, wird auf die Verwendung „Kommandosoldatin“ im weiteren Verlauf verzichtet und ausschließlich die männliche Bezeichnung verwendet.