Wehrmedizinische Monatsschrift

  • Archiv
  • Kontakt
  • Archiv
  • Kontakt

Suchergebnis
Links
Rechts
Inhaltsverzeichnis
Editorial
Editorial
Heinz Gerngroß-Förderpreis
Heinz Gerngroß-Förderpreis 2024 vergeben


Heinz Gerngroß-Förderpreis
Anwendung von nicht-invasivem physikalischem Plasma in einem in vitro Gewebemodell aus Fibroblasten und Epithelzellen:​ Gesteigerte Besiedlung von Netzimplantaten





Heinz Gerngroß-Förderpreis
Lungengewebeschnitte in der wehrmedizinischen Toxikologie:​ Vom „LungengummibĂ€rchen“ zum hochfunktionellen ­PrĂ€zisionslungenschnitt

Heinz Gerngroß-Förderpreis 2024
PraktikabilitÀtstestung der Bakteriophagentherapie am Bundeswehrkrankenhaus Berlin


Heinz Gerngroß-Förderpreis
TRP-KanÀle (transient receptor potential channels) als neues ­therapeutisches Ziel zur Behandlung der akuten Strahlenkrankheit


Heinz Gerngroß-Förderpreis
Unterschiede in der radiologischen Beurteilung retroperitonealer Lymphknoten bei Hodentumorpatienten:​ Einfluss auf das klinische Stadium und die Therapie?



Heinz Gerngroß-Förderpreis
Strukturierte Erfassung,​ Auswertung und Interpretation von ­potenziell belastenden Dienstbedingungen wĂ€hrend der NATO-Übungen ­Steadfast Jupiter 2023 (STJU23) und Loyal Leda 2024 (LOLE24)




Rehabilitationsmedizin
Moderne Rehabilitation Schwerverletzter im zivilmilitÀrischen Kontext




Zahnmedizin
Nachweis lebensfÀhiger oraler Bakterien von Patienten auf dem Mund-Nasen-Schutz von ZahnÀrzten




Tagungen und Kongresse
Der SanitĂ€tsdienst als Key Enabler der Landes- und BĂŒndnisverteidigung







Tagungen und Kongresse
2.​ Kongress der Gesundheitsfachberufe der DGWMP e.​ V.​
Aus dem SanitÀtsdienst
Habilitation von Oberfeldarzt PD Dr.​ med.​ Stefan Eder an der LMU
Mitteilungen der DGWMP e.​V.​
HEINZ GERNGROß-FÖRDERPREIS 2025
Mitteilungen der DGWMP e.​ V.​
Geburtstage Februar/​MĂ€rz 2025
Heinz Gerngroß-Förderpreis

Anwendung von nicht-invasivem physikalischem Plasma in einem in vitro Gewebemodell aus Fibroblasten und Epithelzellen: Gesteigerte Besiedlung von Netzimplantaten

Application of Non-Invasive Physical Plasma in an in vitro Tissue Model of Fibroblasts and Epithelial Cells: Enhanced Cell Adhesion in Mesh Implants

Alexander Abazida*, Armin Babakb*, Niels Huschitta, Steffen Badendiecka, Matthias B. Stopeb

* Beide Autoren haben gleiche Anteile an dem Forschungsprojekt

a Bundeswehrkrankenhaus Berlin, Klinik fĂŒr Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie,

b UniversitĂ€tsklinikum Bonn, Klinik fĂŒr GynĂ€kologie und GynĂ€kologische Onkologie – Laboratorien Physikalische Plasma Medizin

Zusammenfassung

Nicht-invasives physikalisches Plasma (NIPP) ist ein niedrigtemperaturiges, hochreaktives Gas, das fĂŒr biomedizinische Anwendungen wie Wundheilung und Krebsbehandlung untersucht wird. Es zeigt bakterizide, antiproliferative und regenerative Wirkungen und kann gesundes Gewebe fördern, wĂ€hrend es das Wachstum von Tumorzellen hemmt.

In der Hernienchirurgie bieten Netzimplantate Vorteile, sind jedoch nicht frei von Komplikationen. In dieser Arbeit wurde die Wirkung von NIPP auf Zellkulturen und Netzimplantate untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass NIPP das Wachstum von fibroblastÀren Zellen (HGF-1) fördert und das von epithelialen Krebszellen (MCF-7) hemmt. Bei Netzimplantaten verbessert es die ZelladhÀsion um bis zu 500 %, was die Gewebeintegration fördert. Ein 3D-Gewebemodell bestÀtigte diese Effekte, indem es die Interaktion von Zelltypen unter realitÀtsnahen Bedingungen abbildete.

Die Erkenntnisse deuten darauf hin, dass NIPP postoperative Komplikationen reduzieren und die Integration von Implantaten verbessern könnte. Die Ergebnisse liefern eine Grundlage fĂŒr zukĂŒnftige Studien in der regenerativen Medizin und Implantatchirurgie.

SchlĂŒsselwörter: Fibroblasten, Wundheilung, Plasma, NIPP, Implantatchirurgie, ZelladhĂ€sion

Summary

Non-invasive physical plasma (NIPP) is a low-temperature, highly reactive gas being studied for biomedical applications such as wound healing and cancer treatment. It shows bactericidal, antiproliferative, and regenerative effects and can promote healthy tissue while inhibiting the growth of tumor cells.

In hernia surgery, mesh implants offer advantages but are not complications-free. This study investigated the effect of NIPP on cell cultures and mesh implants. The results show that NIPP promotes fibroblastic cells (HGF-1) and inhibits epithelial cancer cells (MCF-7). In mesh implants, it improves cell adhesion by up to 500 %, which promotes tissue integration. A 3D tissue model confirmed these effects by mapping the interaction of cell types under realistic conditions.

The results indicate that NIPP could reduce postoperative complications and improve implant integration. The results provide a basis for future regenerative medicine and implant surgery studies.

Keywords: Fibroblasts; wound healing; plasma; NIPP; implant surgery; cell adhesion

Einleitung

NIPP – Beschreibung und Herstellung

Nicht-invasives physikalisches Plasma (NIPP) ist ein hochreaktives Gas, das im Vergleich zu natĂŒrlichen physikalischen Plasmen, wie der Sonne oder den Sternen, eine deutlich geringere Temperatur von maximal 45 °C erreicht. Dies ermöglicht eine sichere Anwendung am Menschen [1]. NIPP besteht aus verschiedenen geladenen (freien Elektronen, Ionen) und ungeladenen Teilchen (angeregte Atome/MolekĂŒle, Radikale), die sich in der Gasphase befinden und kontinuierlich miteinander sowie mit ihrer Umgebung interagieren. Dabei bleibt das NIPP insgesamt elektrisch neutral, da sich die Ladungen ĂŒber ein bestimmtes Volumen hinweg ausgleichen. Aufgrund seiner Eigenschaften wird NIPP oft als vierter Aggregatzustand bezeichnet [14]. Es entsteht, wenn einem Gas wie Argon, Stickstoff, Helium oder Umgebungsluft große Energiemengen zugefĂŒhrt werden [14].

Bisherige Anwendungen von NIPP

In den letzten Jahrzehnten wurde NIPP intensiv auf biomedizinische Anwendungen hin untersucht und wird bereits in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Beispiele hierfĂŒr sind Verfahren zur Desinfektion und Sterilisation [15] sowie die Förderung von Wundheilung bei akuten und chronischen Verletzungen [11]. Die bakterizide Wirkung von NIPP ist vergleichbar mit der von Chlorhexidin und wird sowohl in der Industrie als auch zur BekĂ€mpfung von Wundpathogenen eingesetzt [11][14].

Antiproliferative Wirkung von NIPP

DarĂŒber hinaus zeigt NIPP eine behandlungszeitabhĂ€ngige antiproliferative Wirkung auf zahlreiche Krebszellen, weshalb es als vielversprechende Therapie in der Onkologie diskutiert wird [13]. Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht vollstĂ€ndig geklĂ€rt, jedoch wird angenommen, dass durch physikalische und chemische Prozesse Mikroporen in Zellmembranen entstehen. Dies erlaubt reaktiven Sauerstoffspezies, in die Zelle einzudringen, was DNA-SchĂ€den wie Oxidation und DoppelstrangbrĂŒche auslösen und so zum Zelltod fĂŒhren kann [9].

Bislang wurden keine negativen Auswirkungen von NIPP auf VitalitĂ€t oder Physiologie gesunder humaner Zellen nachgewiesen (Abbildung 1). Gesunde Zellen scheinen aufgrund intakter Reparaturmechanismen besser gegen die durch NIPP verursachten SchĂ€den geschĂŒtzt zu sein [11]. Kurze Behandlungszeiten zeigten sogar regenerative Effekte auf gesunde Zellen, die fĂŒr die Wundheilung förderlich sind. So konnte NIPP das Wachstum von Gingivazellen, Zementoblasten und Knochenzellen stimulieren [5].

Abb. 1: Wirkung von nicht-invasivem physikalischen Plasma (modifiziert nach Förster et al., Cancers 2023)

Regenerative Effekte von NIPP

Der Fokus der vorliegenden Arbeit liegt auf den regenerativen Effekten von NIPP, die in zahlreichen Studien, insbesondere in der Dermatologie und Zahnmedizin, nachgewiesen wurden. In der Zahnmedizin unterstĂŒtzt NIPP die Heilung parodontaler Erkrankungen, reduziert signifikant die Zahl parodontaler Leitkeime [13], verbessert die Integration von Implantaten durch erhöhte OberflĂ€chenhydrophilie und fördert die Heilung intraoraler Wunden. In der Dermatologie wurden durch NIPP bessere Behandlungsergebnisse bei diabetischen Wunden [11], schwer heilenden akuten und chronischen Wunden, Strahlendermatitis sowie Onychomykosen erzielt [10].

Die positiven Effekte auf die Wundheilung lassen sich durch eine Senkung des pH-Wertes, Verkleinerung der WundflÀche und eine reduzierte Infektionsneigung erklÀren. Studien weisen auf eine verbesserte SauerstoffsÀttigung, HÀmoglobin- und Gewebewasserverteilung hin. Zudem fördert NIPP die Re-Epithelialisierung, reduziert Blutkrusten und Fibrinschichten und setzt Zytokine frei, die Zellwachstum und Angiogenese stimulieren [10]. Die schmerzfreie Behandlung und das Fehlen bisheriger Nebenwirkungen machen NIPP zu einer vielversprechenden medizinischen Therapiemethode.

Zielsetzung

Die Hernienchirurgie umfasst jÀhrlich 300.000 Operationen in Deutschland, wobei Rezidive und postoperative Komplikationen hÀufig auftreten. Synthetische Netzimplantate haben die Rezidivrate erheblich gesenkt, sind jedoch nicht komplikationsfrei. NIPP bietet eine vielversprechende ErgÀnzung, da es antimikrobielle, antiproliferative und regenerative Wirkungen zeigt. Besonders in der Dermatologie haben NIPP-GerÀte Heilungserfolge bei schwer heilenden Wunden bewiesen. Ziel der Arbeit ist es, die potenziellen Vorteile von NIPP in der Hernienchirurgie, insbesondere bei Netzimplantaten, in einem eigens entwickelten in vitro Zellmodell zu untersuchen.

Methoden

Plasma-Erzeugung

Zur Behandlung der Zellkultur wurde das Plasma Care der Firma Terraplasma Medical, Garching bei MĂŒnchen, verwendet. Das Plasma Care ist ein tragbares, CE-zertifiziertes NIPP-MedizingerĂ€t fĂŒr dermatologische und wundheilungsfördernde Anwendungen (Abbildung 2). Es erzeugt mittels akkubetriebenem Hochfrequenzgenerator NIPP aus der Umgebungsluft, das neben wundheilungsfördernden auch antimikrobielle Effekte hat. Klinische Studien zeigen positive Ergebnisse bei der Behandlung von akuten und chronischen Wunden sowie diabetischen und strahleninduzierten Hauterkrankungen. Das GerĂ€t ermöglicht eine schmerzfreie Behandlung mit kurzen Behandlungszeiten, ist jedoch auf oberflĂ€chliche Hautanwendungen beschrĂ€nkt.

Abb. 2: Einsatz des NIPP-GerĂ€tes Plasma Care (Terraplasma Medical, Garching bei MĂŒnchen): A: Hochfrequenzgenerator HandgerĂ€t (1) mit Abstands-Aufsatz (2); B: NIPP-Entstehung an der Gitterelektrode; C: Abstands-Aufsatz mit runder Öffnung fĂŒr 6-well Zellkulturplatten (durch die Öffnung ist die Gitterelektrode sichtbar (Pfeil)); D: Behandlung eines Zellrasens in einer 6-well Zellkulturplatte.

Netzimplantat

Netzimplantate aus synthetischen oder biologischen Materialien sind essenziell in der Versorgung von Bauchwandhernien und reduzieren signifikant die Komplikations- und Rezidivrate. Moderne Netze bestehen aus leichten, großporigen und biokompatiblen Materialien, die die MobilitĂ€t der Bauchwand gewĂ€hrleisten. Trotz der Vorteile treten gelegentlich Komplikationen wie Infektionen oder AdhĂ€sionen auf. Die KanzerogenitĂ€t von Netzimplantaten wurde untersucht, jedoch nicht bestĂ€tigt [12].

Wir verwendeten das Optilene Mesh Elastic (B. Braun Surgical, Barcelona, Spanien). Dieses ist ein leichtes, großporiges Polypropylen-Netzimplantat mit hoher StabilitĂ€t und ElastizitĂ€t. Es erleichtert die Integration ins Gewebe und wird in der Leisten- und Narbenhernien-Chirurgie verwendet. Durch die spezielle Struktur wird Narbenbildung reduziert, was postoperative Komplikationen wie Schmerzen und Schrumpfungen minimiert. Dennoch können typische Probleme wie AdhĂ€sionen oder Fisteln auftreten.

Zellkulturen und Zellkulturmedium

Die in vitro-ZellkulturansĂ€tze waren essenzieller Bestandteil dieser Arbeit. Humane Fibroblasten HGF-1 (American Type Culture Collection, Virginia, USA) und humane Epithelzellen MCF-7 (Cell Lines Service, Eppelheim) wurden in einem Dulbeccos Modified Eagle Medium (DMEM) Zellkulturmedium mit 10 % Fötalem Rinderserum, 1 % Penicillin/Streptomycin und 0,125 % Gentamycin bei 37 °C und 5 % CO2 kultiviert. Das DMEM ist eines der am besten geeigneten Medien fĂŒr viele adhĂ€rente ZellphĂ€notypen unter den definierten Medien fĂŒr Zell- und Gewebekulturen. Das Medium wurde alle 2–3 Tage erneuert. Bei 80–90 % Konfluenz wurden die Zellen passagiert, indem das Medium entfernt, mit Phosphate-Buffered Saline (PBS) gewaschen und Trypsin/ Ethylendiamintetraacetat (EDTA) Lösung zur Vereinzelung der Zellen hinzugefĂŒgt wurde. Nach einer Inkubation von 5 min bei 37 °C wurde die Reaktion mit Medium gestoppt, die Zellsuspension zentrifugiert, resuspendiert und erneut in Kulturflaschen ausgesĂ€t.

Versuchsablauf

FĂŒr die Behandlung mittels NIPP wurden Zellen in 24-Well-Platten ausgesĂ€t (HGF-1: 5×104 Zellen/Well; MCF-7: 3×104 Zellen/Well). Nach 24 h Inkubation erfolgte die NIPP-Behandlung fĂŒr 1–3 min unter sterilen Bedingungen. Zellzahlen wurden zu definierten Zeitpunkten mit dem CASY TT Cell Counter and Analyzer (Omni Life Science, Bremen) bestimmt.

2-D-Kokulturen aus HGF-1 und MCF-7 Zellen (9×10Âł bzw. 1×10Âł Zellen/Well) wurden angelegt und nach 24 h mit NIPP (1–3 min) behandelt. Danach wurden die Kulturen 7 Tage kultiviert und regelmĂ€ĂŸig lichtmikroskopisch analysiert.

Monokulturen (3×103 Zellen/Well) wurden nach 24 h mit Netzimplantaten bestĂŒckt, die passend zugeschnitten und auf die Zellkulturen gedrĂŒckt wurden. Die Kulturen wurden fĂŒr 120 h inkubiert, ohne das Medium zu wechseln, und regelmĂ€ĂŸig mikroskopisch dokumentiert.

Netzimplantate wurden nach einer dreiminĂŒtigen NIPP-Behandlung in 2-D-Kokulturen integriert. Die Kulturen wurden fĂŒr 120 h kultiviert und lichtmikroskopisch beobachtet. FĂŒr ein 3-D-Modell wurden HGF-1-Zellen in FiltereinsĂ€tzen ausgesĂ€t. Nach 7 Tagen wurden MCF-7-Zellen hinzugefĂŒgt. Die Kokulturen wurden 10 Tage kultiviert, tĂ€glich beobachtet und mikroskopisch dokumentiert. Drei Tage nach Zugabe der MCF-7-Zellen wurden die 3-D-Kokulturen mit NIPP behandelt (3 min) und Netzimplantate integriert (Abbildung 3). Die Kulturen wurden 96 h inkubiert und regelmĂ€ĂŸig auf Wachstum und VitalitĂ€t untersucht.

Abb. 3: Schematische Darstellung der Bildung einer 3-D-Kokultur im Insert

Die Zellen wurden nach 96 h von den Netzimplantaten abgelöst, zentrifugiert und in Trypanblau-Lösung resuspendiert. Zellzahlen wurden mittels EVE Automated Cell Counter (NanoEntek, Seoul, SĂŒdkorea), Neubauer-ZĂ€hlkammer (Sigma-Aldich, Missouri, USA) und CASY TT Cell Counter and Analyzer (Omni Life Science) ermittelt.

Statistische Analysen (Mittelwerte, Standardabweichungen, t-Tests) und Diagramme wurden mit Microsoft Excel erstellt. Ergebnisse fĂŒr p ≀ 0,05 (*), p ≀ 0,01 (**) und p ≀ 0,001 (***) wurden als signifikant definiert.

Ergebnisse

Die NIPP-Wirkung auf beide Zelltypen wurde untersucht. FibroblastĂ€re HGF-1 Zellen zeigten nach Behandlung mit NIPP keinen hemmenden Einfluss auf die Zellproliferation. Eine dreiminĂŒtige Behandlung fĂŒhrte sogar zu einer Wachstumssteigerung um 58,5 % innerhalb einer 240 h Inkubation. Bei epithelialen MCF-7 Zellen fĂŒhrte die NIPP-Behandlung zu einer signifikanten Reduktion des Zellwachstums von 15 % (1 min NIPP) und 29 % (3 min NIPP). Diese inhibierenden Effekte waren auch bereits nach 120 h Inkubationszeit detektierbar.

In der 2D-Kokultur mit HGF-1- und MCF-7-Zellen zeigte sich ein typisches Wachstumsmuster beider Zelltypen. Beide Zellen proliferierten getrennt voneinander und es kam zu keiner statistischen Verteilung beider Zelltypen im ZellkulturgefĂ€ĂŸ. Die epithelialen MCF-7-Zellen bildeten inselförmige Wachstumsgruppen inmitten der spindelförmig wachsenden HGF-1-Fibroblasten. Die NIPP- Behandlung hatte keine nachweisbaren Effekte auf das Wachstumsverhalten der HGF-1-MCF-7-Kokultur.

Die Netzimplantate beeinflussten das Wachstum beider Zelltypen nicht. In Monokultur konnten keine Unterschiede im Wachstumsverhalten von HGF-1- und MCF-7-Zellen ausgemacht werden. Das biokompatible Polypropylenmaterial beeinflusste die Zellen nicht. Dies Ànderte sich auch nicht in der 2D-Kokultur mit den beiden Zelltypen. Auch in Anwesenheit von Netzimplantaten organisierten sich die Zellen in ihrer klar voneinander getrennten Struktur. Die NetzfÀden wurden dabei teilweise von epithelialen MCF-7-Zellen besiedelt (Abbildung 4).

 

 Abb. 4: Mikroskopische Analyse von NIPP-behandelten 3D-Kokulturen mit integrierten Netzimplantaten (A-C). In jedem Replikat wurden zunĂ€chst 5x104 HGF-1-Zellen ausgesĂ€t und nach 7 Tagen zusĂ€tzlich 1x104 MCF-7-Zellen hinzugefĂŒgt. Nach 12 Tagen wurden die fertigen 3D-Kokulturen mit Netzimplantaten bedeckt. Jedes Replikat bestand aus einer Gruppe, die nicht behandelt wurde (K) und einer Gruppe, die kurz vor der Integration des Netzimplantates fĂŒr 3 min mit NIPP behandelt wurde (P). Die Abbildung zeigt mikroskopische Aufnahmen 24 h und 96 h nach der Integration der Netzimplantate in 20-facher VergrĂ¶ĂŸerung. Ansammlungen von MCF-7-Zellen sind auf den Netzimplantaten in roten Kreisen markiert.

Im 3D-Modell bildeten HGF-1-Zellen eine Basisschicht, die nach Zugabe von MCF-7-Zellen von einer zweiten Schicht ĂŒberwachsen wurde. Dieses Modell simulierte die Struktur eines Gewebes und ermöglichte die Untersuchung regenerativer NIPP-Effekte. In der 3D-Kokultur von HGF-1- und MCF-7-Zellen zeigte sich, dass die ­FĂ€den des Netzimplantats stĂ€rker mit MCF-7-Zellen ­bewachsen wurden als in der 2D-Anordnung dieser Versuchsreihe. Diese verstĂ€rkte Besiedlung des Poly­mer­materials wurde durch die NIPP-Behandlung erhöht.

Die Quantifizierung der im Implantatnetz lokalisierten Zellen mit und ohne NIPP-Behandlung zeigte bei 3 unabhĂ€ngigen Detektionsmethoden einen Anstieg der auf den Netzen wachsenden Zellen um das Drei- bis FĂŒnffache. Per Hochdurchsatz-EVE Cell Counter wurde ein Anstieg der Netzbesiedlung um das FĂŒnffache (p = 0,0009) im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle detektiert. Und auch die beiden anderen Messverfahren zeigten eine statistisch signifikante (Neubauer-ZellzĂ€hlkammer: dreifach, p = 0,0001) und eine tendenzielle Zunahme (CASY TT Cell Counter and Analyzer: dreifach, p = 0,110) der Netzbesiedlung (Abbildung 5).

 

 Abb. 5: Quantifizierung der Zellzahl auf den Netzimplantaten:
Die statistische Signifikanz wurde mitttels Student‘s t-Tests (*=p≀0,05; **=p≀0,01; ***=p≀0,001) geprĂŒft. Bei allen Messmethoden wurden die Netzimplantate nach 96 h aus den Inserts entfernt, die Zellen von den Netzimplantaten abgetrennt und die gewonnene Zellsuspension einmal mittels EVETM automated Cell Counter NanoEntek (A), einmal mittels Neubauer-ZĂ€hlkammer (B) und einmal mittels CASY Cell Counter and Analyzer (C) gemessen. Die Messwerte sind jeweils als Mittelwerte mit Standardabweichungen dargestellt. Die Messwerte der Netzimplantate aus den unbehandelten 3D-Kokulturen (Kontrolle) wurden den Messwerten der Netzimplantate aus den fĂŒr 3 min mit NIPP behandelten 3D-Kokulturen (behandelt) gegenĂŒbergestellt.

NIPP zeigte eine wachstumsfördernde Wirkung auf fibroblastĂ€re Zellen (HGF-1) und hemmte das Wachstum von epithelialen Zellen (MCF-7). Netzimplantate beeinflussten das Zellwachstum nicht, ermöglichten jedoch Zellansiedlung, insbesondere in 3D-Modellen. NIPP erhöhte die Zellanzahl auf den NetzfĂ€den, was fĂŒr eine raschere Integration von Netzimplantaten in heilendes Gewebe spricht und mögliche Anwendungen in der regenerativen Medizin aufzeigt.

Diskussion

Bedeutung von nicht-invasivem physikalischen Plasma (NIPP) in der Medizin

NIPP ist eine vielversprechende, nicht-invasive Therapieoption. Bereits jetzt wird es in verschiedenen medizinischen Anwendungsbereichen genutzt, insbesondere aufgrund seiner antibakteriellen Eigenschaften und seiner Wirkung gegen Tumorzellen. In zahlreichen Studien konnte die wachstumshemmende Wirkung von NIPP auf Tumorzellen sowie seine regenerative Wirkung auf gesunde Zellen nachgewiesen werden [12].

Antiproliferative Wirkung auf MCF-7-Zellen

Die vorliegende Arbeit bestĂ€tigt eine behandlungszeitabhĂ€ngige wachstumshemmende Wirkung von NIPP auf maligne Zellen, in diesem Fall epitheliale Zellen des Mammakarzinoms (MCF-7). Bereits kurze Behandlungszeiten von 1 min fĂŒhrten zu einer signifikanten Reduktion des Zellwachstums, was NIPP als eine mögliche nicht-invasive Option fĂŒr die onkologische Therapie auszeichnet. FrĂŒhere Studien belegen ebenfalls die antiproli­ferative und apoptotische Wirkung von NIPP auf verschiedene Krebszelllinien, einschließlich MCF-7 [15].

Wachstumsfördernde Effekte auf HGF-1-Zellen

Ein wesentlicher Vorteil der NIPP-Behandlung liegt in ihrer unterschiedlichen Wirkung. WĂ€hrend Tumorzellen eher sensitiv auf NIPP reagieren, zeigt es keinen negativen Einfluss auf nicht-maligne humane Zellen. In einigen FĂ€llen wird sogar eine wachstumsfördernde Wirkung beschrieben. In der vorliegenden Untersuchung wurde bei einer 3-minĂŒtigen Behandlung eine leichte, aber signifikante Stimulation des Wachstums von HGF-1-Zellen festgestellt, was fĂŒr eine regenerative Wirkung spricht.

Anwendung regenerativer Effekte

Die regenerative KapazitÀt von NIPP wurde in Studien zur Wundheilung umfassend untersucht. Seine anti­bakteriellen Eigenschaften und die Förderung der ­Re-Epithelialisierung machen es zu einer wertvollen Therapieoption, beispielsweise zur Prophylaxe von Strahlendermatitis oder zur Behandlung oraler Wunden [3]. Besonders hervorzuheben ist der potenzielle Nutzen von NIPP bei der Einheilung von Implantaten, wie Zahnimplantaten aus Titan oder Zirkon. Hier konnte NIPP die OberflÀchenhydrophilie und ZelladhÀsion verbessern, was die Osseointegration fördert [13].

Einsatz von NIPP bei Netzimplantaten

Die vorliegende Arbeit widmete sich der Untersuchung der regenerativen Wirkung von NIPP zur Besiedlung und Gewebeintegration von Netzimplantaten wie sie in der Hernienchirurgie verwendet werden. Trotz der großen Fortschritte bei der Nutzung von Netzimplantaten aus Polypropylen bleiben postoperative Komplikationen wie Infektionen, AdhĂ€sionen und Schmerzen ein Problem. Die hier dargestellten Ergebnisse legen nahe, dass NIPP durch Förderung der ZelladhĂ€sion und -proliferation zur Verbesserung der Einheilung solcher Implantate beitragen kann.

Charakterisierung eines Gewebemodells

Zur Untersuchung der NIPP-Wirkung wurde ein innovatives 3D-Kokultur-Gewebemodell entwickelt. Es besteht aus fibroblastĂ€ren HGF-1-Zellen und epithelialen MCF-7-Zellen, die ĂŒbereinander in zwei Schichten in einem Zellkulturinsert wachsen. Die unten am Insert befindliche Membran ist fĂŒr niedermolekulare Stoffe permeabel und dient der NĂ€hrstoffversorgung der unten in der Schichtung befindlichen Fibroblasten. Die VitalitĂ€t des Modells konnte durch den Glukoseverbrauch aus dem Zellkulturmedium nachgewiesen werden, was seine Eignung fĂŒr regenerative Studien unterstreicht. Der biologische Vorteil des in vitro-Gewebemodells liegt nicht in der 3D-Anordnung der Zellen – dies könnte auch mit 3D-Matrices erreicht werden – sondern an der Interaktion der beiden Zelltypen. In zahlreichen Versuchen konnte gezeigt werden, dass Fibroblasten und Epithelzellen in zellbiologischen Kontakt stehen und anders reagieren als die beiden Monokulturen.

Förderung der ZelladhÀsion auf Netzimplantaten

Die Ergebnisse zeigten eine signifikant erhöhte ZelladhĂ€sion auf den Netzimplantaten nach 3 min NIPP-Behandlung. Eine quantitative Analyse mittels unterschiedlicher Messmethoden bestĂ€tigte eine 300–500 %ige Steigerung der ZelladhĂ€sion auf dem Material der Netzimplantate. Dies deutet eindeutig auf eine potenzielle Förderung der Gewebeintegration eines Netzimplantats hin.

Klinische Relevanz und Ausblick

Die nachgewiesenen regenerativen und implantatintegrativen Effekte einer NIPP-Behandlung des betreffenden Gewebebereichs eröffnen neue Perspektiven fĂŒr den Einsatz in der Hernienchirurgie. Neben der Förderung der Einheilung könnten die antibakteriellen Eigenschaften von NIPP das Risiko postoperativer Komplikationen wie Infektionen oder Rezidive senken. Obwohl die in-vitro-Ergebnisse vielversprechend sind, bedarf es weiterer Untersuchungen an Tiermodellen und klinischen Studien, um die Langzeitwirkungen zu bewerten. Zudem sollte die Wirkung von NIPP auf verschiedene Netzimplantatmaterialien untersucht werden, um das volle Potenzial dieser Technologie auszuschöpfen.

Insgesamt liefert diese Arbeit wichtige Hinweise auf die regenerative und wachstumsfördernde Wirkung von NIPP und schafft eine Grundlage fĂŒr dessen Anwendung zur Verbesserung der Therapieergebnisse in der gesamten Implantatchirurgie.

Literatur

  1. Badr G, El-Hossary FM, Salah M; et al.: The therapeutic potential of cold atmospheric plasma against pathogenic bacteria inhabiting diabetic wounds. Bulletin of Pharmaceutical Sciences Assiut University 2023; 46(2): 1285-1300. mehr lesen
  2. Conrads H, Schmidt M: Plasma generation and plasma sources. Plasma Sources Sci Technol 2000; 9(4): 441. mehr lesen
  3. Dejonckheere CS, Layer JP, Nour Y, et al.: Non-invasive physical plasma for preventing radiation dermatitis in breast cancer: Results from an intrapatient-randomised double-blind placebo-controlled trial. Clin Transl Radiat Oncol 2023; 4(44): 100699. mehr lesen
  4. Dubuc A, Monsarrat P, Virard F, et al.: Use of cold-atmospheric plasma in oncology: a concise systematic review. Ther Adv Med Oncol 2018; 10:1758835918786475. mehr lesen
  5. Evert K, Kocher T, Schindler A, et al.: Repeated exposure of the oral mucosa over 12 months with cold plasma is not carcinogenic in mice. Sci Rep 2021; 11: 20672. mehr lesen
  6. Gay-Mimbrera J, Garcia MC, Isla-Tejera B, et al.: Clinical and biological principles of cold atmospheric plasma application in skin cancer. Adv Ther 2016; 33(6): 893–908. mehr lesen
  7. Gerling T, Weltmann KD: EinfĂŒhrung in AtmosphĂ€rendruck-Plasmaquellen fĂŒr Plasmamedizinische Anwendungen. In: Metelmann HR, Weltmann KD, Von Woedtke T (Hrsg): Plasmamedizin. Heidelberg: Springer 2016: 3-14.
  8. Guo L, Zou Z, Smeets R, et. Al: Attachment and osteogenic potential of dental pulp stem cells on non-thermal plasma and UV light treated titanium, zirconia and modified PEEK surfaces. Materials (Basel). 2022; 15(6): 2225. mehr lesen
  9. Heinlin J, Zimmermann JL, Zeman F, et al.: Randomized placebo-controlled human pilot study of cold atmospheric argon plasma on skin graft donor sites. Wound Repair Regen 2013; 1(6): 800–807. mehr lesen
  10. Helmke A: Niedertemperaturplasma: Eigenschaften, Wirkungen und GerĂ€tetechnik. In: Metelmann HR, Weltmann KD, Von Woedtke T (Hrsg): Plasmamedizin. Heidelberg: Springer 2016: 33–45.
  11. Nietsch A: Einfluss von kaltem atmosphÀrischem Plasma auf Nierenzellkarzinomzellen. Inauguraldissertation UniversitÀt Greifswald: 2021. mehr lesen
  12. Schumpelick V, Klinge U: Zum kanzerogenen Potential von Biomaterialien in der Hernienchirurgie (Kommentar auf Anforderung der Schriftleitung). Chirurg 2002; 73: 838.
  13. Stope MB: Plasma oncology - physical plasma as innovative tumor therapy. J Cancer Biol 2020; 1: 53–56. mehr lesen
  14. Theinkom F, Singer L, Cieplik, et. Al: Antibacterial efficacy of cold atmospheric plasma against Enterococcus faecalis planktonic cultures and biofilms in vitro. PLoS One 2019; 14(11): e0223925. mehr lesen
  15. Von Woedtke T, Kramer A, Weltmann KD: Plasma sterilization: what are the conditions to meet this claim? Plasma Process Polym 2008; 5: 534-539. mehr lesen

ErklÀrung

Das Forschungsprojekt wurde durch den SanitÀtsdienst der Bundeswehr als Sonderforschungsprojekt 43K4-S-1 2224 gefördert.

Manuskriptdaten

Zitierweise

Abazid A, Babak A, Huschitt N, Badendieck S, Stope MB: Anwendung von nicht-invasivem physikalischem Plasma in einem in vitro Gewebemodell aus Fibroblasten und Epithelzellen: Gesteigerte Besiedlung von Netzimplantaten. WMM 2025; 69(1–2): 6-12.

DOI: https://doi.org/10.48701/opus4-388

FĂŒr die Verfasser

Oberstabsarzt Dr. Alexander Abazid, MBAH

Bundeswehrkrankenhaus Berlin

Klinik fĂŒr Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie

Scharnhorststrasse 13, 10115 Berlin

E-Mail: alexanderabazid@bundeswehr.org

Manuscript Data

Citation

Abazid A, Babak A, Huschitt N, Badendieck S, Stope MB: [Application of Non-Invasive Physical Plasma in an in vitro Tissue Model of Fibroblasts and Epithelial Cells: Enhanced Cell Adhesion in Mesh Implants.] WMM 2025; 69(1–2): 6-12.

DOI: https://doi.org/10.48701/opus4-388

For the Authors

Major (MC) Dr. Alexander Abazid, MBHA

Bundeswehr Hospital Berlin

Department of General Surgery

Scharnhorststrasse 13, D-10115 Berlin

E-Mail: alexanderabazid@bundeswehr.org

Zeitschriften
Wehrmedizinische Monatsschrift – Impressum/Datenschutz

Redaktion: Generalarzt a. D. Prof. Dr. med. Horst Peter Becker, MBA, Auf der Hardt 27, 56130 Bad Ems, Mobil +49 171 215 0901, E-Mail: hp.becker@cpm-verlag.de 

Herausgeber: Kommando Gesundheitsversorgung der Bundeswehr, Integrierte Kommunikation/Fachinformations- und Medienarbeit im Auftrag des Befehlshabers des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Von-Kuhl-Straße 50, 56070 Koblenz, Telefon: +49 261 896 12300, E-Mail: KdoGesVersBwIKoFaM@bundeswehr.org 

Wissenschaftliche Beratung: Die Begutachtung von Original- und Übersichtsarbeiten sowie Kasuistiken im Rahmen des Peer-Review-Verfahrens erfolgt durch in dem Fachgebiet des jeweiligen Beitrags wissenschaftlich ausgewiesene Expertinnen und/oder Experten, die – dem Einzelfall entsprechend – in Abstimmung zwischen Redaktion und Herausgeber ausgewählt und beauftragt werden.

Verlag: cpm Verlag GmbH, Carl-Zeiss-Str. 5, 53340 Meckenheim, Telefon +49 2225 8889–0, E-Mail: info@cpm-verlag.de; Geschäftsleitung: Tobias Ehlke; Objektleitung: Peter Geschwill; Produktionsleitung: Thorsten Menzel.

Druckversion: Druckvorstufe: PIC Crossmedia GmbH, Hitdorfer Straße 10, 40764 Langenfeld, E-Mail: info@pic-crossmedia.de; Druck: Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw), Zentraldruckerei Köln/Bonn.

Online-Version (E-Paper): Erstellung mit PIC MediaServer, PIC Crossmedia GmbH, Langenfeld; Erstellung mit PIC MediaServer, PIC Crossmedia GmbH, Langenfeld; E-Paper und Autorenhinweise sind unter wmm-online.de abrufbar

Rechtliche Hinweise: Die Zeitschrift (Druckversion und E-Paper) sowie alle enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind in allen Publikationsformen urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Herausgebers unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen sowie die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.‹

Alle namentlich gezeichneten Beiträge – soweit sie nicht ausdrücklich mit einem * gekennzeichnet sind – geben die persönlichen Ansichten der Verfasser wieder. Sie entsprechen nicht zwingend den Auffassungen der Redaktion oder des Herausgebers. Manuskriptsendungen an die Redaktion erbeten. Erscheinungsweise mindestens achtmal im Jahr.‹

Für Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie e. V. ist der Bezug der Zeitschrift im Mitgliedsbeitrag enthalten. Sanitätsoffiziere der Bundeswehr, die nicht Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie e. V. sind, erhalten die „Wehrmedizinische Monatsschrift“ über ihre Dienststellen.

Datenschutz: Es gelten die Datenschutzbestimmungen der cpm Verlag GmbH, abrufbar unter https://cpm-verlag.com/datenschutzerklaerung/.