Wehrmedizinische Monatsschrift

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Editorial
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Leitartikel
Gemeinsam für eine robuste und krisenfeste Gesundheitsversorgung – zur Stärkung unserer Verteidigungsfähigkeit und zum Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten sowie unserer Bevölkerung1




Wissenschaftliche Fachartikel
Wie die MRT-Diagnostik der Prostata hilft,​ militärchirurgische Kompetenz zu erhalten




Wissenschaftliche Fachartikel
Untersuchungen zur Gebrauchstauglichkeit einer bundeswehreigenen Autoinjektor-Plattform:​ Ergebnisse der ersten formativen Studie





Tagungen und Kongresse
Schnittstellen der integrierten Versorgung – Wehrmedizin vom Truppenarzt bis zum Spezialisten


Heinz Gerngross Förderpreis 2025
Die Entwicklung aktiver Autoinjektoren für Antidote bei Nervenkampfstoffvergiftungen





Heinz Gerngross Förderpreis 2025
LiBOD™ – Liquid Biopsy bei Organschäden:​ Vergleichende Analyse marktverfügbarer Messverfahren im Hinblick auf den Einsatz in der Landes- und Bündnisverteidigung1



Heinz Gerngross Förderpreis 2025
Die Patientenablage im Blick – technische Machbarkeit der ­kontaktlosen Vitalparameterüberwachung mehrerer Personen




Heinz Gerngross Förderpreis 2025
Der Preis der Geschwindigkeit – Flüssigkeits- und Energiebilanz beim Marsch mit Last




Heinz Gerngross Förderpreis 2025
Neurochirurgische Lehrfilme im Zweiten Weltkrieg – der ärztliche Blick,​ das Medium Film und die subjektive Vermittlung von Wissen

Posterwettbewerb 2025
Methyltransferase-Inhibitoren – mögliche Schlüsselstruktur für die Entwicklung neuer ­Behandlungsmöglichkeiten bei Nervenkampfstoffvergiftungen?



Posterwettbewerb 2025
Evidenz in der Suchtprävention im militärischen Kontext



Posterwettbewerb 2025
Patch-Clamp-Technologie:​ Effizientes Substanzscreening zur Verbesserung der ­Patientenversorgung bei Organophosphatintoxikationen



Mitteilungen der DGWMP e.​V.​
Geburtstage
Tagungen und Kongresse PDF

Schnittstellen der integrierten Versorgung – Wehrmedizin vom Truppenarzt bis zum Spezialisten

56. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie in Papenburg

Vom 30. Oktober bis 1. November 2025 fand in Papenburg an der Ems der 56. Jahreskongress der ­Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie e. V. (DGWMP) statt. Mehr als 400 Teilnehmende aus dem militärischen Bereich, der Zivilgesellschaft und der Industrie kamen zusammen, um sich mit dem Leitthema „Schnittstellen der integrierten Versorgung – Wehrmedizin vom Truppenarzt bis zum Spezialisten“ zu befassen (Abbildung 1).

Abb. 1: Ein voller Saal zur Eröffnung der 56. Jahrestagung der DGWMP e. V.

Erster Kongress-Tag (30. Oktober 2025) – der neue Sanitätsdienst der Bundeswehr

Die Veranstaltung im Hotel Alte Werft wurde vom Tagungspräsidenten Oberstarzt a. D. Dr. Wolfgang Schardt geleitet. Nach seinen Worten sowie den ­Grußworten der Bürgermeister von Papenburg und Westerstede, sprach Konteradmiral Christoph Müller-­Meinhard über die besondere Bedeutung des Sanitätsdienstes für die Einsatzbereitschaft der Marine. Frau Prof. Dr. Denise Hilfiker-Kleiner, Präsidentin der Medizinischen Hochschule Hannover, hob das wachsende Bewusstsein junger Studierender für Landes- und Bündnisverteidigung hervor.

Im Anschluss ehrte Generalstabsarzt a. D. Dr. Stephan Schoeps, Präsident der DGWMP e. V., die Jahrgangsbesten verschiedener Laufbahnlehrgänge des Sanitätsdienstes mit der Ehrenmedaille des Präsidenten und eröffnete offiziell den Kongress.

Abb. 2: Eröffnung des Kongresses durch den Präsidenten der DGWMP e. V., Generalstabsarzt a. D. Dr. Stephan Schoeps

Festvortrag

Anschließend kündigten die beiden wissenschaftlichen Leiter des 56. Jahreskongresses, Flottenarzt Dr. ­Joachim Koch, Leiter des Sanitätsunterstützungszentrums Erfurt, und Flottenarzt Dr. Klaas Oltmanns, Klinischer Direktor der Klinik für Innere Medizin am Bundeswehrkran­kenhaus Westerstede, den Festvortrag an. Prof. Dr. ­Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer Ersatzkasse, ging darin auf die aktuellen Herausforderungen des deutschen Gesundheitssystems ein. Er verdeutlichte, dass Deutschland im internationalen Vergleich trotz hoher Gesundheitsausgaben nur mittelmäßige Versorgungsergebnisse erzielt. Zwar steht dem Gesundheitssystem ausreichend Personal zur Verfügung, dennoch bestehe ein relativer Mangel – insbesondere, weil in der Bundesrepublik im Vergleich zu reformierten Systemen wie dem dänischen nach wie vor ein Überangebot an stationären Betten vorliege. Ein zentrales Problem sei zudem, dass im Median mehr als 10 % der Kliniken die festgelegten Qualitätsstandards in der Versorgung nicht erfüllten. Viele der von Experten vorgeschlagenen Reformen sind bisher am Widerstand der Politik der Bundesländer gescheitert.

Eröffnung der Industrieausstellung und erste Plenarsitzung

Die Eröffnung der Industrieausstellung fand am Mittag des ersten Kongresstags statt. Über 40 Ausstellerinnen und Aussteller luden an ihren Messeständen zu fachlichem Austausch und Vernetzung ein (Abbildung 3).

Abb. 3: Die Industrieausstellung bot eine Plattform für zahlreiche Diskussionen.

Die erste Plenarsitzung des Tages am frühen Nachmittag unter dem Vorsitz von Generalstabsarzt Dr. Johannes Backus, Kommandeur des Kommandos Gesundheitsversorgung, beschäftigte sich mit der neuen Struktur des Sanitätsdienstes. Die hochrangigen Referenten gingen in ihren Vorträgen auf die ambulante und die klinische Gesundheitsversorgung, die neue Struktur der Sanitätsakademie sowie auf zukünftige Veränderungen ein, denen sich der Sanitätsdienst stellen muss. Im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung müsse das Gesundheitssystem in Deutschland – neben der zivilen Grund- und Regelversorgung – mit bis zu 1 000 zusätzlichen Verletzten pro Tag rechnen. Hinzu kämen mögliche Flüchtlingsbewegungen sowie die Gefahr von Anschlägen im Bundesgebiet, die das System weiter belasten könnten. Daher muss die Resilienz Deutschlands bereits frühzeitig im Frieden gestärkt werden, um in Krise und Krieg ausreichende Vorräte an Blutprodukten, Sanitätsmaterial, Medikamenten sowie Transportkapazitäten zu haben. Ziel sei es, bis 2028 die volle „Combat Readiness“ zu erreichen.

Am Nachmittag boten Workshops, Arbeitskreissitzungen und weitere Plenarsitzungen Gelegenheit zu intensivem fachlichem Austausch. Das Programm reichte von psychosozialer Medizin über das Management von Großschadenslagen bis hin zu Sitzungen der Gesundheitsfachberufe. Der Kongresstag klang beim Get-together in der Industrieausstellung aus – eine willkommene Gelegenheit, die Eindrücke des Tages in zwangloser Atmosphäre weiterzudiskutieren und die Verbindung zwischen ziviler und militärischer Medizin zu vertiefen.

2. Kongresstag (31. Oktober 2025) – die nächste Generation

Der zweite Kongresstag wurde vom Arbeitskreis Junge Wehrmedizin unter dem Vorsitz Leutnant (SanOA) ­Karla van der Vegt sowie Leutnant (SanOA) Vincent Göhren eröffnet. In Vorträgen zur medizinischen Versorgung in spezialisierten Einsatzbereichen berichteten junge Offizierinnen und Offiziere praxisnah aus ihrem Berufsalltag – von der truppenärztlichen Arbeit im Gebirge bis hin zur Versorgung im Ausland. Internationale Gäste aus Brest ergänzten die Perspektive durch Vorträge zu Infektionskrankheiten und zur Verwundetenversorgung.

Ein Höhepunkt des Vormittags war die Beförderung von Oberfeldarzt d. R. Dr. Richter zum Oberstarzt der Reserve sowie die Ernennung von Oberfeldapotheker Dr. Michel zum Oberstapotheker durch Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann, Befehlshaber des zentralen Sanitätsdienstes. Parallel zu weiteren Plenarsitzungen trafen sich Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann sowie Generalstabsarzt Dr. Backus mit jungen Sanitätsoffizieranwärterinnen und -anwärtern (SanOA) sowie Sanitätsoffizierinnen und -offizieren (SanOffz) im persönlichen Gespräch, um Fragen und Anliegen der nachfolgenden Generation zu erörtern. Insbesondere die aktuellen und auch zukünftigen Veränderungen in der Ausbildung – besonders im Hinblick auf LV/BV-Szenarien – von SanOA und jungen SanOffz dominierten das knapp zweistündige Gespräch (Abbildung 4).

Abb. 4: Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann und Generalstabsarzt Dr. Backus im Gespräch mit Sanitätsoffizieranwärterinnen und -anwärtern

Poster Speed-Session und Heinz-Gerngroß-Förderpreis

Während auch am Nachmittag die Möglichkeit zur Fortbildung in verschiedensten Arbeitskreissitzungen gegeben war, fand im kleinen Theater des Hotel Alte Werft die traditionelle Poster Speed-Session statt (Abbildung 5). Hier bekamen junge Forschende die Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse in fünfminütigen Vorträgen vorzustellen. Dabei wurden sie von der fünfköpfigen Jury hinsichtlich wissenschaftlicher Qualität, Qualität des Posters, Vortragstechnik, wehrmedizinischem Bezug sowie Einhaltung der Redezeit bewertet. Die Gewinnerinnen und Gewinner wurden im Rahmen des Festabends bekanntgegeben.

Abb. 5: Wissenschaftliche Diskussion am Poster, hier mit dem späteren Sieger Stabsapotheker Fabian Springer (li)

In diesem Jahr gewann Stabsapotheker Fabian ­Springer (InstPharmToxBw) mit seinem Poster zum Thema „Methyltransferase-Inhibitoren – Mögliche Schlüsselstrukturen bei der Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten für Nervenkampfstoffvergiftungen?“. Den zweiten Platz belegte Oberfeldapotheker Dr. Markus Staudt (InstPrävMedBw Koblenz). Auf dem dritten Platz landete Leutnant (SanOA) Lara Molitor (InstPharmToxBw).

Nach der Poster-Speed-Session folgte am Nachmittag die Vorstellung der wissenschaftlichen Projekte, mit denen sich die Teilnehmenden im Wettbewerb um den diesjährigen Heinz-Gerngroß-Förderpreis bewarben. Insgesamt traten fünf junge SanOA und SanOffz an. Den ersten Platz belegte in diesem Jahr Oberstabsapotheker Ehrbar-Spangardt (ZInstBw München, Abteilung C). In seiner Dissertation untersuchte er die Möglichkeit der aktiven Herstellung von Autoinjektoren, insbesondere zur Anwendung bei Nervenkampfstoffvergiftungen. Er konnte nachweisen, dass die Herstellung eines Antidots auf Basis von HI-6 technisch möglich ist. Unter Verwendung eines zweikammerigen Injektors – bestehend aus einer trockenen und einer flüssigen Kammer – gelang die Synthese des Antidots innerhalb von rund 1,5 Sekunden. Mit großer Leidenschaft präsentierte Oberstabsapotheker Christoph Ehrbar-Spangardt seine Ergebnisse und überzeugte die Jury sowohl durch die wissenschaftliche Qualität seiner Arbeit als auch durch seinen Vortragsstil. Als nächsten Schritt leitete er die Entwicklung einer Powerstation für den Injektor ab, um die im Versuchsaufbau erfolgreich demonstrierte Technologie künftig auch unter Feldeinsatzbedingungen nutzbar zu machen.

Den zweiten Platz belegte Leutnant (SanOA) Paula Müller aus der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie am Bundeswehrzentralkrankenhaus ­Koblenz. In ihrer Arbeit führte sie eine Analyse marktverfügbarer Liquid-Biopsy-Messverfahren zur Detektion extrazellulärer Vesikel bei Polytraumata durch. Die derzeit im achten Fachsemester studierende SanOA überzeugte mit einem sorgfältig konzipierten Versuchsaufbau sowie überdurchschnittlich fundiertem Fachwissen auf dem Gebiet ihrer Dissertation. Damit sicherte sie sich verdient den zweiten Platz beim Heinz-Gerngroß-Förderpreis.

Feierlicher Festabend des 56. Jahreskongresses

Neben der Preisverleihung für die wissenschaftlichen Wettbewerbe war der traditionelle Festabend in diesem Jahr von Ehrungen und Abschieden geprägt. Nach sechs Jahren als Präsident der DGWMP e. V. enden die Amtszeit von Generalstabsarzt Dr. Schoeps sowie des aktuellen Präsidiums zum 31. Dezember 2025.

Der Präsident ließ es sich nicht nehmen, zum Abschluss seiner Amtszeit allen zu danken, die während – und bereits lange vor – seiner Präsidentschaft mit ihm in der Gesellschaft gewirkt hatten. Er verlieh die Pro-Meritis-Plakette an Generalstabsarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm (Vizepräsident), Oberstveterinär Dr. Katalyn Roßmann (Vizepräsidentin) und Oberstarzt Prof. Dr. Dirk Steinritz (Bereichsgruppenvorsitzender München).

Darüber hinaus wurden folgende Personen für ihr besonderes Engagement in der Vereinsarbeit mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet:

  • Leutnant (SanOA) Melanie Häfner (ehem. Finanzreferentin und Vorstandsmitglied SanOA e. V.)
  • Oberfeldarzt Dr. Schimmel (Beisitzer Vorbeugender Gesundheitsschutz)
  • Oberstapotheker Lutsch (Beisitzer Wehrpharmazie)
  • Oberstarzt d. R. Prof. Dr. Römer (Beisitzer Reservistenangelegenheiten)
  • Stabshauptmann Berg (Beisitzer OffzMilFD San)
  • Frau Oberfeldapotheker Siebert (jahrelange organisatorische Unterstützung)

Da sich Oberstarzt Dr. Kai Schmidt (Beisitzer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)sowie Oberstleutnant ­Stephan Wüsthoff (Beisitzer OffzTrDst im Sanitätsdienst)bereits in der Vergangenheit durch ihre Vereinsarbeit um die Pro-Meritis-Plakette verdient gemacht hatten, erhielten sie an diesem Abend die Silberne Medaille des Präsidenten.

Zum krönenden Abschluss ernannte Generalstabsarzt a. D. Dr. Schoeps den ehemaligen Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Generaloberstabsarzt a. D. Dr. Baumgärtner, unter dem er selbst einst als Stellvertreter gedient hatte, zum Ehrenmitglied. Auch der Präsident selbst sowie Generalarzt a. D. Prof. Dr. ­Becker (Vizepräsident) wurden an diesem Abend zu Ehrenmitgliedern ernannt – die Ernennung übernahm Ehrenpräsident Generalarzt a. D. Dr. Veit. Der Abend klang in festlicher Atmosphäre bei anregenden Gesprächen, musikalischer Begleitung und einem gemeinsamen Blick auf die vergangenen Jahre kameradschaftlichen Engagements aus.

3. Kongresstag (1. November 2025)

Am Morgen des letzten Kongresstages hielt Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann, Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr, seinen Lagevortrag. In klaren Worten und mit konkreten Zahlen zeichnete er ein realistisches Bild der aktuellen und künftigen Herausforderungen (Abbildung 6).

Abb. 6: Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann bei seinem Vortrag zur Lage des Sanitätsdienstes

Eine Richtgröße für den Aufwuchs der Streitkräfte auf bis zu 260 000 Soldatinnen und Soldaten sei – unter Berücksichtigung der Finanzierbarkeit und der voraussichtlichen Generierbarkeit – realistisch. Diese Zahl umfasst aktives Personal mit etwa 220 000 bis 280 000 Soldatinnen und Soldaten, ergänzt durch hochaktive Reservisten und Feldersatzkräfte.

Der neue Wehrdienst sei dabei von zentraler Bedeutung für den Personalaufwuchs, insbesondere für die Heimatschutzkräfte. Etwa zwölf Prozent der neuen Wehrdienstleistenden würden in den Sanitätsdienst eingesteuert. Dies bringt nicht nur eine hohe Belastung für die Ausbildungskompanien mit sich, sondern auch eine besondere Verantwortung: den neuen Soldatinnen und Soldaten zu vermitteln, wofür der Sanitätsdienst stehe – für Respekt im Miteinander, einen vielfältigen Arbeitsalltag und ein bedeutsames Wirken in der medizinischen Versorgung. Nur so könne es gelingen, Personal langfristig zu binden.

Bis spätestens 2027 sollen neue Grundausbildungskompanien im Sanitätsdienst eingerichtet werden, um die steigende Zahl an auszubildendem Personal bewältigen zu können. In Kürze würden zudem rund 3 000 Dienstposten ausgeschrieben, die im Rahmen des erweiterten Planungsrahmens bewilligt wurden. Dies könne jedoch nur kurzfristig bestehende Lücken schließen. Langfristig müssten weitere Dienstposten geschaffen werden – insbesondere zur Stärkung des ambulanten Bereichs, der an einigen Standorten bereits einer hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt sei. Bei einem voraussichtlichen Budget von 172 Milliarden Euro bis 2029 rückt nun auch die materielle Ausstattung stärker in den Fokus. Es erfolgt eine „maßvolle Entkopplung der Planungskategorien Personal und Material“, da die aktuelle sicherheitspolitische Lage keine andere Prioritätensetzung zuließ.

Die Zukunft des Sanitätsdienstes werde zudem durch Innovationen wie den Einsatz von Drohnen und Künstlicher Intelligenz geprägt sein. Die Digitalisierung der Gesundheitsakten aller Soldatinnen und Soldaten solle bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Abschließend betonte der Befehlshaber, dass die anstehenden Aufgaben nur durch gemeinsames Handeln sowie durch eine ehrliche und wertschätzende Kommunikation bewältigt werden könnten. Der Kernauftrag der medizinischen Versorgung müsse stets im Mittelpunkt stehen – zugleich mit der Anerkennung der eigenen Grenzen.

Abschlusswort des Präsidenten

Das letzte Wort des 56. Jahreskongresses der DGWMP e. V. hatte Generalstabsarzt a. D. Dr. Schoeps. Zum letzten Mal sprach er in seiner Rolle als Präsident und blickte zurück auf sechs Jahre Amtszeit, gesammelte Erfahrungen und erreichte Meilensteine. Besonders stolz zeigte er sich über die mittlerweile engeZusammenarbeit mit dem SanOA e. V. Nur durch die aktive Einbindung der nachkommenden Generation – etwa auf Veranstaltungen wie dem Jahreskongress oder im Rahmen regelmäßiger Videokonferenzen zwischen den Vorständen beider Vereine – könne eine solide Basis für die Zukunft der DGWMP e. V. geschaffen werden.

Abschließend dankte Dr. Schoeps neben dem Tagungspräsidenten und den wissenschaftlichen Leitern auch der Geschäftsführung um Peter Katzmarek, die mit ihrem unermüdlichen Engagement erneut für einen rundum gelungenen Kongress gesorgt habe.

Schon jetzt darf man sich auf den 57. Jahreskongress vom 8. bis 10. Oktober 2026 – auch wieder in Papenburg – freuen.

Stabsarzt Ann-Cathrin Hollstein
Bundeswehrkrankenhaus Ulm
E-Mail: AnnCathrinHollstein@bundeswehr.org

Alle Bilder von Thilo Pulpanek, Berlin

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