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Forum Allgemeinmedizin – Netzwerk für angewandte Forschung in der ambulanten Versorgung im Sanitätsdienst der Bundeswehr


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Forum Allgemeinmedizin – Netzwerk für angewandte Forschung in der ambulanten Versorgung im Sanitätsdienst der Bundeswehr

Forum General Medicine – Network for Applied Research in Outpatient Treatment of the Bundeswehr Medical Service

Daniel Hötkera, Nils Eisoldb, Ildiko Hoffmannc, Thomas Okond, Thomas Emsere, Andreas Dierichf

a Sanitätsversorgungszentrum Hamburg-Mitte

b Sanitätsversorgungszentrum Husum

c Sanitätsversorgungszentrum Berling Wedding

d Sanitätszentrum Oberviechtach

e Sanitätsversorgungszentrum Cochem

f Sanitätsunterstützungszentrum Neubrandenburg

Zusammenfassung

Mit dem Forum Allgemeinmedizin werden bislang individuell und punktuell realisierte wissenschaftliche Aktivitäten innerhalb der ambulanten, im Schwerpunkt allgemeinmedizinischen sanitätsdienstlichen Versorgung im Sinne einer Community of Practice vernetzt. Aus den speziellen Versorgungsrealitäten der truppenärztlichen Versorgung ergibt sich ein hochrelevanter Forschungsbedarf, der mit gegenseitiger wissenschaftlicher Unterstützung sowie dem Generieren und Veröffentlichen systemrelevanter Forschungsergebnisse aus der allgemeinmedizinischen Versorgung adressiert werden soll. Ein eigener Auftritt auf der Plattform Link & Learn wird zusätzlich die Sichtbarkeit und Vernetzung innerhalb der akademischen Allgemeinmedizin im Sanitätsdienst stärken. Ziel ist es auch, perspektivisch einen Forschungsverbund „Ambulante Versorgung/Versorgungsforschung“ mit interessierten Sanitäts- und Sanitätsversorgungszentren sowie Facharztzentren zu entwickeln.

Keywords: akademische Allgemeinmedizin, ambulante sanitätsdienstliche Versorgung, Vernetzung, Versorgungsforschung, Community of Practice

Summary

The Forum for General Medicine consolidates previously isolated and selectively conducted scientific activities within outpatient care, primarily focused on general practice, into a structured community of practice. The specific realities of military primary care generate a substantial need for research, which will be addressed through mutual scientific collaboration as well as the systematic generation and publication of system-relevant research findings arising from general medical care within the medical service. A dedicated presence on the Link & Learn platform will further enhance visibility and networking within academic general medicine in the medical service. In addition, the long-term objective is to establish a research network entitled “Outpatient Care / Health Services Research” in collaboration with interested military medical centers and specialist outpatient centers.

Keywords: academic general medicine; outpatient medical care; networking; health services research; community of practice

Einleitung

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr verfügt über eine lange und etablierte Tradition wissenschaftlichen Arbeitens. Wehrmedizinische Forschung leistet, insbesondere im klinischen Bereich, einen prägnanten Beitrag zur Verbesserung der sanitätsdienstlichen Versorgung. Zahlreiche Fachdisziplinen sind in überregionalen Forschungsverbünden organisiert, häufig an Bundeswehrkrankenhäuser und universitäre Institute angebunden. Diese Strukturen ermöglichen qualitativ hochwertige Forschung, eine breite zivil-militärische Vernetzung sowie eine kontinuierliche Repräsentation in hochrangigen nationalen und internationalen Fachzeitschriften.

Wissenschaftliche Aktivitäten in der regionalen sanitätsdienstlichen Versorgung waren demgegenüber bis dato lediglich punktuell durch interessierte Sanitätsoffiziere und deren Engagement organisiert. Dieser Zustand soll durch eine strukturelle und zusammenführende Abbildung der akademischen Allgemeinmedizin im Sanitätsdienst weiterentwickelt werden. Dafür wird in diesem Artikel die Grundidee des Forums Allgemeinmedizin vorgestellt und über den aktuellen Stand, die Ziele sowie die möglichen Perspektiven berichtet (Abbildung 1).

Abb. 1: Die Gründungsmitglieder des Forums Allgemeinmedizin
(von links nach rechts): Oberstarzt Dr. Thomas Emser, Oberfeldarzt Dr. Thomas Okon, Flottenarzt Dr. Andreas Dierich, Oberfeldarzt Ildiko Hoffmann, Oberfeldarzt Nils Eisold, Oberstabsarzt Dr. Daniel Hötker (Bildquelle: Daniel Hötker).

Ausgangslage

Die Allgemeinmedizin bildet die Grundlage der ambulanten Versorgung sowohl im zivilen Gesundheitssystem als auch in den Streitkräften. Der überwiegende Anteil aller Arzt-Patienten-Kontakte in der Bundeswehr findet im truppenärztlichen Setting statt. Vergleichbare Daten aus zivilen Gesundheitssystemen zeigen, dass 80 % aller medizinischen Kontakte primärärztlich abschließend ­behandelt werden, während nur ein geringer Anteil bei Spezialisten oder stationär versorgt wird.

Internationale Studien belegen zudem, dass leistungsfähige primärärztliche Systeme mit besseren Behandlungsergebnissen, geringerer Morbidität, reduzierter Hospitalisierungsrate und höherer Kosteneffizienz assoziiert sind. Gleichzeitig wird die Allgemeinmedizin als zentraler Faktor für präventive Maßnahmen, die Koordination komplexer Versorgungsbedarfe und die Langzeitbetreuung chronischer Erkrankungen beschrieben.

Diese Aspekte sind vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Lebensstilveränderungen und einer damit verbundenen erhöhten Prävalenz gesundheitlicher Risikofaktoren wie Adipositas und kardiovaskuläre Erkrankungen auch im militärischen Alltag zunehmend von Bedeutung. Soldatinnen und Soldaten werden darüber hinaus spezifischen und gesundheitsrelevanten Belastungen ausgesetzt, wobei die physische Beanspruchung lediglich eine Komponente darstellt. Hinzu kommen Auslandseinsätze, Schichtdienste sowie psychosoziale Faktoren wie berufliches Pendeln und häufige Versetzungen. Die ambulante allgemeinmedizinische Versorgung ist hierbei die erste und entscheidende Schnittstelle zwischen Prävention, Kuration und Rehabilitation und wird durch Kompetenzen in tätigkeits-, verwendungs- und statusbezogenen Begutachtungen ergänzt.

Aus dieser besonderen Versorgungsrealität heraus ergibt sich ein einzigartiger, wehrmedizinisch damit hoch relevanter, Forschungsbedarf. Bislang bestehen jedoch trotz der hohen Bedeutung der Allgemeinmedizin kaum systematische Forschungsstrukturen. Etablierte Forschungs­projekte sind bisher überwiegend aus Eigeninitiative und individuell erarbeiteten Arbeitsbeziehungen mit zivilen Universitäten entstanden.

Für den Sanitätsdienst als Fachdienst sind die wissenschaftliche Entwicklung von Versorgungsstrukturen und -prozessen, deren regelmäßige Evaluation zur Identifikation von Schwächen und Stärken sowie die evidenzbasierte Anpassung essenziell. Dies gilt insbesondere für die ambulante allgemeinmedizinische Versorgung in den regionalen Sanitätseinrichtungen. Der Blick auf die reale Versorgung unter Alltagsbedingungen mit allen erdenklichen Störgrößen stellt hierbei das bewertungsrelevante Kriterium dar.

Vor diesem Hintergrund besteht momentan ein erkennbares Ungleichgewicht zwischen den aktuellen Herausforderungen für die Allgemeinmedizin und den wissenschaftlichen Aktivitäten im Sanitätsdienst der Bundeswehr hinsichtlich der primärärztlichen Versorgung der Soldaten. Dieses Defizit betrifft nicht nur die Generierung wissenschaftlicher Evidenz in der regionalen sanitätsdienstlichen Versorgung, sondern auch die Attraktivität der Allgemeinmedizin als akademisch orientierte Laufbahn in der Bundeswehr. Die Schaffung einer Plattform zur Bündelung und Koordination der Kräfte innerhalb der akademischen Allgemeinmedizin des Sanitätsdienstes sowie zur Weiterentwicklung dieser ist aus diesen Gründen unabdingbar.

Die Vernetzung der akademischen Allgemeinmedizin des Sanitätsdienstes mit zivilen Instituten birgt einen potenziellen wechselseitigen Gewinn für den zivilen wie den militärischen ambulanten allgemeinmedizinischen Sektor.

Im Frühjahr 2025 schlossen sich daher mit Zustimmung des Kommandeurs der regionalen sanitätsdienstlichen Kommando Regionale Sanitätsdienstliche Unterstützung des Kommandos Gesundheitsversorgung, Generalstabsarzt Dr. Johannes Backus, mehrere wissenschaftlich tätige Sanitätsoffiziere zum Forum Allgemeinmedizin zusammen (Abbildung 1).

Zielsetzung des Forums Allgemeinmedizin

Ziel des Forums ist die Vernetzung, die gegenseitige wissenschaftliche Unterstützung sowie die Erarbeitung und Veröffentlichung systemrelevanter Forschungsergebnisse aus der ambulanten truppenärztlichen Versorgung. Zentrale Elemente sind im Sinne einer Community of Practice der wissenschaftliche Austausch sowie das gemeinsame Erarbeiten neuer Forschungsprojekte für den Sanitätsdienst. Ein wesentliches Qualitätskriterium ist dabei das regelmäßige Publizieren in hochwertigen Fachzeitschriften sowie die Teilnahme an nationalen und internationalen Kongressen mit Präsentation von Arbeits- und Studienergebnissen.

Arbeitsfelder und Perspektiven

Das Spektrum der aktuell im Forum mitarbeitenden Sanitätsoffiziere ist breit gefächert. Die beruflichen Erfahrungen reichen vom Arzt in Weiterbildung bis zum Leiter eines Sanitätsunterstützungszentrums und umfassen Erfahrungen aus nationalen und internationalen Versorgungsgebieten sowie Einsätzen.

Die aktuellen Mitglieder verfügen über etablierte Beziehungen zu zivilen Forschungseinrichtungen und Universitäten. Mit den Instituten für Allgemeinmedizin in Lübeck, Hamburg, Rostock, Halle, Erlangen, und Homburg sowie dem Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin der Universität Regensburg sind derzeit sieben renommierte nationale universitäre Einrichtungen angebunden. Darüber hinaus bestehen akademische Verbindungen zur Universität Turku (Finnland) sowie projektbezogene Kooperationen mit dem Heidelberger Institut für Global Health, der Klinik für Innere Medizin des Bundeswehrkrankenhauses Berlin und einem Level-I-Traumazentrum in den USA. Diese zivil-militärischen Kooperationen sorgen für eine inhaltliche und methodische Qualitätssicherung und gewährleisten die Arbeit am aktuellen Stand der nationalen und internationalen allgemeinmedizinischen Forschung.

Mit Vorträgen, Postern und Workshops wurden in den vergangenen Jahren bereits mehrfach systemrelevante Inhalte aus der truppenärztlichen Versorgung auf Kongressen der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin sowie der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie präsentiert.

Inhaltlich adressiert das Forum insbesondere anwendungsorientierte Fragestellungen der ambulanten Versorgung, darunter Prävention, Kuration, Rehabilitation sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung. Bereits veröffentlichte Arbeiten zeigen hierbei relevante Mehrwerte für den Sanitätsdienst der Bundeswehr [1–5][8][9]. Dabei sind fachlich fundierte, evidenzbasierte und effiziente ambulante Versorgungsprozesse in Zeiten knapper Ressourcen unabdingbar und prägen zudem die Wahrnehmung der zu versorgenden Truppe in erheblicher Weise.

Beispiele bisher adressierter wehrmedizinischer Themen sind u. a.:

  • Krankenstand in den Streitkräften,
  • Risikofaktoren für Langzeit-Erkrankungen,
  • ambulantes Rehabilitationsmanagement,
  • Implementierung von Telemedizin,
  • Ernährungsberatung,
  • Patientenkompetenz und Versorgung einsatzgeschädigter Soldaten,
  • truppenärztlicher Umgang mit Krankschreibungen,
  • postuniversitäre Weiterbildung in der Allgemeinmedizin und in der Truppenarztzeit.

Das Forum strebt einen schrittweisen Aufbau eines möglichst bundesweiten sanitätsdienstlichen Forschungspraxisnetzwerks von interessierten Sanitätsversorgungszentren/Sanitätszentren sowie Facharztzentren an, vergleichbar mit zivilen Forschungsnetzwerken, die sich national und international im Forschungsalltag als zielführendes Element praxisbezogener Forschung bewährt haben. Erste Sanitätsversorgungszentren sind bereits als akademische Lehrpraxen der Universitäten akkreditiert und arbeiten aktiv an Forschungsprojekten mit.

Im Bereich der Lehre wird darüber hinaus durch Vorlesungsreihen sowie zivil-militärische Lehr- und Übungsveranstaltungen eine Brücke zwischen der zivilen Hochschullehre und den Inhalten des Sanitätsdienstes geschlagen [7][10]. Zudem ist es Allgemeinmedizinern in Weiterbildung möglich, im Rahmen eines halbjährigen Abschnitts am Bundeswehrkrankenhaus an das Institut für Allgemeinmedizin des UKSH-Campus Lübeck zu rotieren; ein analoges Projekt wird gegenwärtig mit dem Institut für Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Rostock entwickelt. Hier können anhand unterschiedlicher wehrmedizinisch relevanter Projekte inhaltliche und methodische Kompetenzen erworben werden, die im weiteren Verlauf wissenschaftliche Aktivitäten und Vernetzung fördern. Ein weiterer Ausbau dieser Strukturen ist vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung der zivil-militärischen Zusammenarbeit zielführend und steht in konkreter Planung [6].

Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Hierzu werden zukünftig unter anderem Workshops wie „Wissenschaftliches Arbeiten in regionalen Sanitätseinrichtungen – Wege zur Promotion als Truppenarzt“ (ARKOS-Tagung der DGWMP 2026) angeboten, die insbesondere junge Sanitätsoffiziere in den regionalen Sanitätseinrichtungen für Forschung begeistern und Kompetenzen in der akademischen Allgemeinmedizin vermitteln sollen.

Plattform als zentrales Element

Zur Erhöhung der Sichtbarkeit ist das Forum über das bundeswehrinterne Portal Link&Learn sowohl als eigenständige Gruppe als auch als Website präsent (siehe untenstehende QR-Codes). Dies ermöglicht allen Interessierten, sich über aktuelle Erkenntnisse aus dem Forum Allgemeinmedizin zu informieren, den inhaltlichen Austausch zu suchen und Kontakt zu den Mitgliedern auf­zubauen. Neben der Vorstellung laufender Forschungsprojekte besteht zudem die Möglichkeit, sich an ausgeschriebenen Projekten zu beteiligen oder für eigene Forschungsideen wissenschaftliche Unterstützung anzufragen. Diese kann von Hilfestellungen bei organisatorisch-methodischen Fragestellungen bis hin zur wissenschaftlichen Anbindung und zur aktiven Mitarbeit reichen. Voraussetzung hierfür sind neben inhaltlichen Übereinstimmungen auch entsprechende zeitliche Kapazitäten.

Bedeutung für den Sanitätsdienst der Bundeswehr

Die Etablierung des Forums Allgemeinmedizin adressiert ein breites Feld an systemrelevanten Forschungsfeldern innerhalb des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Durch systematische Vernetzung, und belastbare Arbeitsbeziehungen mit zivilen Partnern kann die evidenzbasierte Weiterentwicklung der truppenärztlichen Versorgung nachhaltig gestärkt werden. Gleichzeitig erhöht das Forum die Attraktivität der Allgemeinmedizin im Sanitätsdienst.

Insgesamt stellt das Forum Allgemeinmedizin einen ­wesentlichen Baustein dar, um für die ambulante, allgemeinmedizinische Versorgung im militärischen Umfeld wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse für die Weiterentwicklung zu liefern und diese langfristig auf hohem Niveau zu sichern.

Literatur

  1. Dierich A, Schmidt K, Hoffmann AK, et al. Wirksamkeit eines ICF-basierten ambulanten Rehabilitationsmanagements in der Bundeswehr. Phys Med Rehab Kuror 2025;64(01):15-23. mehr lesen
  2. Dierich A, Schmidt K, Lison A, et al. Analyse der krankheitsbedingten Fehltage von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr von 2008 bis 2018 Teil 1: Retrospektive Analyse mit Vergleich zur Gesetzlichen Krankenversicherungen. Gesundheitswesen. 2023;85(10):878-886. mehr lesen
  3. Eckstein G, Berger S, Vogl R, Kühlein T; Fischer H. Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin, akademische Lehrpraxis, Digital Health – zivil-militärische Zukunftsoptionen für Regionale Sanitätseinrichtungen. WMM 2024;68(3):107-112. mehr lesen
  4. Emser T, Brabänder KC, Girgensohn R, et al. Etablierung und Analyse von Effekten einer Ernährungsberatung in der regionalen sanitätsdienstlichen Versorgung der deutschen Bundeswehr. Zentralbl Arbeitsmed Arbeitsschutz Ergon. 2025;75(5):222-232. mehr lesen
  5. Emser T, Hornung K, Jäger J, Bühler A, Willmund GD. Einflussfaktoren auf die Patientenkompetenz und die Versorgung einsatzgeschädigter, psychisch erkrankter Soldat*innen der Bundeswehr: eine Interviewstudie mit Betroffenen. Z Evid Fortbild Qual Gesundhwes. 2024;184:22-31. mehr lesen
  6. Epple K, Schmidt K, Löffler C, Feldmeier G, Dierich A. Analyse der krankheitsbedingten Fehltage von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr von 2008 bis 2018 Teil 2: Retrospektive Analyse von Risikofaktoren für Langzeiterkrankungen. Gesundheitswesen. Online veröffentlicht Juli 21, 2025. doi:10.1055/a-2599-2262 mehr lesen
  7. Harris, J.K., et al. (2019). Practice-Based Research Networks: Engaging Primary Care Practices in Research to Improve Population Health. Annual Review of Public Health. 40:335–354. mehr lesen
  8. Hötker D, Fischer-Scheweleit J, Daniel HP, Steinhäuser J. Rotation in die Akademische Allgemeinmedizin – Hintergründe und erste Erfahrungen eines Pilotprojektes der Bundeswehr. WMM 2023;67(11):410-413. mehr lesen
  9. Hötker D, Franzen K, Steinhäuser J: Früchte der zivil-militärischen Zusammenarbeit. WMM 2024,68(11):528–529. mehr lesen
  10. Hötker D, Ring M, Steinhäuser J. Determinants of the implementation of telemedicine in the German Navy: a mixed methods study. Military Med. 2022;187(5-6):e726-e734. mehr lesen
  11. Kirkwood J, Ton J, Korownyk CS, Kolber MR, Allan GM, Garrison S. Who provides chronic disease management? Population-based retrospective cohort study in Alberta. Can Fam Physician. 2023;69(6):e127-e133. mehr lesen
  12. Korte R, Schmitz J, Schulze C, et al. Entwicklung der körperlichen Leistungsfähigkeit und ausgewählter kardiovaskulärer Risikofaktoren im Rahmen der Langzeitrehabilitation von Soldaten mit posttraumatischer Belastungsstörung. Physikalische Medizin, Rehabilitationsmedizin, Kurortmedizin 2025;35(01):17-29. mehr lesen
  13. Kotwal RS, Montgomery HR, Kotwal BM, et al. Eliminating preventable death on the battlefield. Arch Surg. 2011;146(12):1350-1358. mehr lesen
  14. Kowalski J, Hauffa R, Jacobs H, et al. Einsatzbedingte Belastungen bei Soldaten der Bundeswehr: Inanspruchnahme psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung. Dtsch Arztebl Int. 2012;109(35-36):569-575. mehr lesen
  15. Neuhoff M, Steinhäuser J, Jendyk RM: Synergiepotenziale in der Weiterbildung und Versorgung zwischen dem Sanitätsdienst der Bundeswehr und der Allgemeinmedizin – ein Workshopbericht. Z Allg Med 2022;98:59–61. mehr lesen
  16. Popert UW, Egidi G, Eras J, Kühlein T, Baum E: Warum wir ein Primärarztsystem brauchen. Z Allg Med 2018; 94(6):250-254. mehr lesen
  17. Scheit L, Schröder J, Will S, Reer R, Hoffmann MA. Prävalenz von Adipositas und damit verbundene gesundheitliche Risikofaktoren bei Soldaten der Bundeswehr. WMM. 2024;68(11):478–485. mehr lesen
  18. Schröter M, Schmidt K, Emser T, Dierich A. Evaluation der Vorlesungsreihe „Interdisziplinäre Aspekte der Wehr- und Einsatzmedizin“ an der Universitätsmedizin Rostock. WMM 2023;67(10-11):404-410. mehr lesen
  19. Starfield B. Primary care: an increasingly important contributor to effectiveness, equity, and efficiency of health services. SESPAS report 2012. Gac Sanit. 2012;26 Suppl 1:20-26. mehr lesen
  20. Strumann C, von Meißner WCG, Blickle PG, Rieken J, Steinhäuser J. Utilization of acute medical services in general practice: a retrospective routine data analysis.Int J Emerg Med. 2025 Aug 7;18(1):147. mehr lesen
  21. Weller N, Meineke V. Perspektiven der Wissenschaft und Forschung im Sanitätsdienst. Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2014;38(2):22-24. mehr lesen
  22. Wernecke S, Lührs J, Hossfeld B. Das Strategic-Aeromedical-Evacuation-System der Bundeswehr: Langstreckenlufttransport als intensivpflegerische Herausforderung. Med Klin Intensivmed Notfmed. 2019;114(8):752-758. mehr lesen

Manuskriptdaten

Zitierweise

Hötker D. Eisold N, Hoffmann I, Okon T, Emser T, Dierich A. Forum Allgemeinmedizin – Netzwerk für angewandte Forschung in der ambulanten Versorgung im Sanitätsdienst der Bundeswehr. WMM 2026; 70(4):174-177.

DOI: https://doi.org/10.48701/opus4-861

Für die Verfasser

Oberstabsarzt Dr. med. Daniel Hötker

Sanitätsversorgungszentrum Hamburg-Mitte

Stoltenstraße 13, 22119 Hamburg

E-Mail: danielhoetker@bundeswehr.org

Manuscript Data

Citation

Hötker D., Eisold N, Hoffmann I, Okon T, Emser T, Dierich A. [Forum General Medicine – Network for Applied Research in Outpatient Treatment of the Medical Service in the Bundeswehr.] WMM 2026; 70(4):174-177.

DOI: https://doi.org/10.48701/opus4-861

For the Authors

Major (MC) Dr. Daniel Hötker

Medical Clinic Hamburg-Mitte

Stoltenstraße 13, D-22119 Hamburg

E-Mail: danielhoetker@bundeswehr.org

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