Wehrmedizinische Monatsschrift

  • Archiv
  • Kontakt
  • Archiv
  • Kontakt

Suchergebnis
Links
Rechts
Inhaltsverzeichnis
Editorial
Editorial
Tropenmedizin /​ Infektiologie
20 Jahre Fachbereich Tropenmedizin – „Kann man machen…Soll man auch?“



Tropenmedizin /​ Infektiologie
Tropenmedizinische Mikrobiologie im Wandel







Tropenmedizin /​ Infektiologie
Tropendermatologische Versorgung am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin:​ Historische Entwicklung,​ klinische Fallbeispiele und zukünftige Herausforderungen






Tropenmedizin /​ Infektiologie
Tropenmedizinische Entomologie in der zivil-militärischen ­Zusammenarbeit mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin

Tropenmedizin /​ Infektiologie
Weiterentwicklung des Lehrgangs Barrier Nursing:​ Ein universelles taktisches Prinzip für den Infektionsschutz


Tropenmedizin /​ Infektiologie
Tropenmedizin in der Identitätskrise? Was mich mein „Tropenjahr“ darüber gelehrt hat


Tropenmedizin /​ Infektiologie
Infektionskrankheiten und Vigilanz – ein Aufruf zu multidisziplinärer militärmedizinischer Infektionsforschung





Varia
Comparative Measurement of Heart Rate and Respiratory Rate Using a Contactless Radar System







Varia
„Fast-Track“ in der wehrmedizinischen Begutachtung – Entwicklung und Implementierung eines strukturierten Begutachtungsprozesses




Varia
Vom Bettenbestand zur echten Krisenkapazität:​ Wege zu einer resilienten Verwundetenversorgung in Deutschland




Tagungen und Kongresse
Bericht von der 8.​ ARKOS-Tagung im Kloster Banz
Aus dem Sanitätsdienst
Resilienzforschung am Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr ausgezeichnet
Aus dem Sanitätsdienst
Habilitation von Oberstabsarzt Privatdozentin Dr.​ med.​ Simone ­Schüle für das Fachgebiet Radiologie an der Universität Ulm
Aus dem Sanitätsdienst
Nachruf auf Professor Dr.​ Norman Rich
Mitteilungen der DGWMP e.​ V.​
Geburtstage Oktober 2026
Tropenmedizin / Infektiologie PDF

Tropendermatologische Versorgung am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin: Historische Entwicklung, klinische Fallbeispiele und zukünftige Herausforderungen*

Tropical Dermatological Care at the Bundeswehr Hospital Hamburg in Collaboration with the Bernhard Nocht Institute for Tropical Medicine: Historical Development, Clinical Case Examples, and Future Challenges

Lennart Lemmermanna, Aleksandr Sumenkoa, Marcellus Fischera, Elmar Elsnera

a Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Bundeswehrkrankenhaus Hamburg

*Die in diesem Beitrag verwendeten Personenbezeichnungen beziehen sich immer gleichermaßen auf männliche und weibliche Personen. Auf eine Doppelnennung und gegenderte Bezeichnung wird zugunsten einer beseren Lesbarkeit verzichtet.

Zusammenfassung

Die Tropendermatologie ist ein wichtiger Bestandteil der infektiologischen und dermatologischen Versorgung, insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden globalen Mobilität sowie der erwarteten weltweiten militärischen Auslandseinsätze. Am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg erfolgt die Betreuung in enger Kooperation mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, das auf eine lange Tradition in der Erforschung, Diagnostik und Therapie tropischer Erkrankungen zurückblickt. Anhand ausgewählter klinischer Fallbeispiele aus der tropendermatologischen Sprechstunde werden sowohl häufige als auch seltenere Krankheitsbilder dargestellt und in ihren historischen wie aktuellen Kontext eingeordnet. Neben tiefen Mykosen wie der Chromoblastomykose und dem Eumyketom, die insbesondere aufgrund ihres chronischen Verlaufs und der oft langwierigen Therapie eine Herausforderung darstellen, wird die kutane Leishmaniose als häufigere parasitäre Erkrankung mit besonderer Relevanz im militärischen Kontext hervorgehoben.

Die Fallbeispiele verdeutlichen die diagnostischen und therapeutischen Herausforderungen, insbesondere vor dem Hintergrund geringer klinischer Erfahrung mit seltenen Entitäten in nicht-endemischen Regionen. Gleichzeitig zeigt sich, dass ein erheblicher Anteil tropischer Infektionskrankheiten frühzeitig Hautmanifestationen aufweist, die als richtungsweisende klinische Hinweise dienen können. Insgesamt gewinnt die Tropendermatologie angesichts globaler Mobilität, Migration und sich wandelnder geopolitischer Einsatzszenarien zunehmend an Bedeutung. Eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie der Ausbau präventiver, diagnostischer und therapeutischer Kompetenzen sind entscheidend, um eine adäquate Versorgung betroffener Patientinnen und Patienten sicherzustellen.

Schlüsselworte: Tropendermatologie, Leishmaniose, tiefe Mykosen, Einsatzmedizin, Rickettsiosen, Infek­tionsdermatologie

Summary

Tropical dermatology is a vital component of infectious and dermatological care, particularly in light of increasing global mobility and projected worldwide military deployments. At the Bundeswehr Hospital Hamburg, care is provided in close cooperation with the Bernhard Nocht Institute for Tropical Medicine, which has a long-standing tradition in research, diagnosis, and treatment of tropical diseases. Selected clinical case studies from the tropical dermatology department are used to present both common and rare diseases, placing them in their historical and current context.

In addition to deep mycoses such as chromoblastomycosis and eumycetoma, which pose challenges due to their chronic course and often prolonged therapy, cutaneous leishmaniasis is highlighted as a more common parasitic disease with particular relevance in military context. The case studies illustrate the diagnostic and therapeutic challenges, particularly against the backdrop of limited clinical experience with rare entities in non-endemic regions. Simultaneously, a significant portion of tropical infectious diseases exhibit early skin manifestations, which can serve as crucial clinical indicators. Overall, tropical dermatology is gaining importance in the face of global mobility, migration, and changing geopolitical deployment scenarios. Close interdisciplinary collaboration and the expansion of preventive, diagnostic, and therapeutic competencies are essential to ensure adequate care for affected patients.

Keywords: Tropical Dermatology; Leishmaniasis; Deep Mycoses; Deployment Medicine; Rickettsioses; Infectious Dermatology

Einleitung

Das Bundeswehrkrankenhaus (BwKrhs) Hamburg und das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin blicken auf eine traditionsreiche Geschichte zurück. Als der Hamburger Hafen zu einem wachsenden Umschlagplatz für Kolonialwaren wurde, sah man sich zunehmend mit neuartigen Krankheiten aus weit entfernten Regionen konfrontiert. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurde der damalige Marinearzt und heutige Namensgeber des Instituts, Bernhard Nocht, im späten 19. Jahrhundert als erster Hafenarzt eingesetzt. Die eigentliche Arbeit des „Instituts für Schiffs- und Tropenkrankheiten“ begann am 1. Oktober 1900. Eine zentrale Aufgabe des Instituts wurde schnell definiert: Zukünftige Epidemien, wie etwa der zuvor erlebte Choleraausbruch, sollten durch frühzeitige Erkennung und Prävention wirksam verhindert werden [8][13].

Das Institut zählt heute zu den weltweit führenden Einrichtungen im Bereich der Tropenmedizin und hat seit seiner Gründung maßgeblich zur Erforschung, Diagnostik und Therapie tropischer Infektionskrankheiten beigetragen. Bereits früh wurde zudem ein tropendermatologischer Schwerpunkt etabliert, der sich bis heute in der engen Zusammenarbeit im Rahmen der tropendermatologischen Sprechstunde der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des BwKrhs Hamburg in Kooperation mit dem Bernhard-Nocht-Institut widerspiegelt und ein wichtiger Bestandteil der spezialisierten medizinischen Versorgung ist. Vor dem Hintergrund zunehmender Globalisierung, internationaler Reisetätigkeit, Migration sowie militärischer Auslandseinsätze hat sich das Spektrum tropendermatologischer Erkrankungen erheblich erweitert, wobei Hautmanifestationen nach wie vor eine zentrale Rolle als diagnostische Leitsymptome spielen [5].

Ziel dieses Beitrags ist es, anhand ausgewählter Fallbeispiele aus unserer Sprechstunde das breite Spektrum tropendermatologischer Erkrankungen darzustellen, die historische Entwicklung einzuordnen und zukünftige Herausforderungen im militärischen und zivilen Kontext zu diskutieren.

Tiefe Mykosen:
Seltene, aber klinisch relevante Entitäten

Chromoblastomykose

Ein historisch bedeutsames Beispiel von Erkrankungen, welche durch deutsche Militärärzte erstmalig im Kontext tropenmedizinischer Beobachtungen beschrieben wurden, ist die Chromoblastomykose. Sie wurde im Jahr 1914 vom deutschen Schiffsarzt Max Rudolph erstmals beschrieben, der sie zunächst „brasilianische Figueira“ nannte [14]. Sie ist bis heute eine seltene, aber klinisch relevante Erkrankung. Die enge Verknüpfung zwischen dermatologischer Expertise und tropenmedizinischer Forschung ist somit historisch gewachsen und prägt bis heute die Versorgung am Standort Hamburg.

Infektionsweg

Die Chromoblastomykose entsteht typischerweise durch eine traumatische Inokulation mit Phialophora verrucosa, einem Erreger aus der Gruppe der Schwärzepilze (Familie der Dematiaceen). Diese kommen im Erdboden sowie in abgestorbenem pflanzlichem Material vor, insbesondere in den tropischen und subtropischen Regionen Südamerikas. Betroffen ist vor allem die ländliche Bevölkerung im Rahmen landwirtschaftlicher Tätigkeiten, bei denen es zu kleinen Hautverletzungen und damit zur Inokulation des Erregers ins Unterhautfettgewebe kommen kann. In Einzelfällen kann die Chromoblastomykose jedoch auch als sogenannte „Urlaubsdermatose“ bei Reisenden auftreten, die sich in endemischen Regionen aufhalten [10][12].

Klinisches Bild und Diagnostik

Nach der Inokulation kommt es in der Regel zunächst an der betroffenen Region zu einer papulösen Hautveränderung. Diese zeigt typischerweise eine langsame Progredienz über Monate bis Jahre hinweg mit Ulzerationen sowie verrukösen oder psoriasiformen Veränderungen. In späteren, unbehandelten Stadien kann es zu einer ausgeprägten Befundprogredienz mit krustigen, hyperpigmentierten, landkartenartig konfigurierten und teils massiv verrukösen Hautveränderungen kommen [4].Die Diagnosesicherung erfolgt klinisch und mittels histologischem und kulturellem Erregernachweis [14].

Therapie

Eine adäquate Therapie der Chromoblastomykose gestaltet sich häufig schwierig und langwierig. In frühen Stadien können kleine, lokal begrenzte Läsionen chirurgisch exzidiert werden; eine anschließende antifungale Therapie wird empfohlen. In fortgeschrittenen oder nicht operablen Fällen ist eine systemische antimykotische Behandlung indiziert. Als Mittel der ersten Wahl gelten orale Antimykotika wie Itraconazol (200–400 mg/Tag) oder Terbinafin (250–500 mg/Tag). In schweren oder therapierefraktären Verläufen können Kombinationstherapien oder alternative Substanzen wie Amphotericin B zum Einsatz kommen, wenngleich dessen Anwendung aufgrund potenzieller Nebenwirkungen limitiert ist. Die Therapiedauer ist lang und beträgt häufig mindestens sechs bis zwölf Monate, teilweise auch deutlich länger. Dabei ist zu beachten, dass die Erkrankung ein langsames klinisches Ansprechen aufweist und Rezidive nicht selten auftreten, sodass eine konsequente und langfristige Behandlung erforderlich ist [9].

Eumyketom

Erreger und Infektionsweg

Ein anderes Beispiel ist das Eumyketom, ebenfalls eine tiefe Mykose und chronische granulomatöse Infektion der Haut und Subkutis [17]. Infektionen mit Madurella mycetomatis, dem häufigsten Erreger des Eumyketoms, treten vor allem in ariden Klimazonen Ostafrikas (dem sogenannten „Myzetomgürtel“) sowie in Indien auf. Die Übertragung erfolgt typischerweise durch eine traumatische Inokulation, etwa durch Stichverletzungen beim Barfußlaufen. Entsprechend sind insbesondere in der Landwirtschaft tätige Männer in endemischen Regionen betroffen. Darüber hinaus wird das Eumyketom von der WHO als NTD (Neglected Tropical Disease) klassifiziert [18].

Klinisches Bild und Diagnostik

Klinisch zeigt sich eine chronisch progrediente, granulomatöse Entzündung, häufig begleitet von eitrigen Sekretionen und Fistelbildungen. Charakteristisch ist der langsame Verlauf mit zunehmender Gewebedestruktion, wobei in fortgeschrittenen Stadien auch ossäre Strukturen betroffen sein können. Aufgrund der bevorzugten Lokalisation im Bereich des Fußes bei über 65 % der Fälle kann es unbehandelt zu erheblichen funktionellen Einschränkungen bis hin zu Deformitäten und Amputationen kommen [17].

Therapie

Die Therapie ist aufgrund des tiefen Gewebebefalls und der häufig verzögerten Diagnosestellung eine Herausforderung. Eine alleinige chirurgische Therapie ist in der Regel nicht ausreichend und sollte stets durch eine langfristige systemische antimykotische Behandlung ergänzt werden. Itraconazol gilt hierbei als Mittel der ersten Wahl, insbesondere bei nachgewiesener Resistenz gegenüber Terbinafin, und wird in Dosierungen von 200–400 mg/Tag über mehrere Monate bis zu 1,5 Jahren eingesetzt. Alternative Therapieoptionen umfassen Azole wie Voriconazol oder Posakonazol [1].

Fallbeispiel Eumyketom

Im Rahmen der tropendermatologischen Sprechstunde stellte sich ein 45-jähriger Patient aus dem Sudan mit dem Rezidiv eines Eumyketoms am Vorfuß vor. Drei Jahre zuvor war im ambulanten Rahmen die Primärexzision einer knotigen Hautveränderung an gleicher Lokalisation erfolgt, allerdings ohne begleitende antimykotische Therapie. Der histopathologische Befund war mit einem ­Eumyketom vereinbar. Bei erneuter Vorstellung zeigte sich an der medialen Seite der proximalen Phalanx der Großzehe (D I) rechts, bis in den Interdigitalraum I – II reichend, ein etwa 2 × 1 cm großes Areal mit einzelnen, gruppiert stehenden, ulzerierten, exophytischen Knoten, die mit Serokrusten belegt waren (Abbildung 1). Die ­Diagnosestellung erfolgte durch eine Kombination aus histopathologischer Untersuchung, mikrobiologischer Kultur und molekulargenetischer Diagnostik, wobei ­Madurella mycetomatis als Erreger identifiziert wurde.

Abb.1: Aufnahmebefund (Eumyketom): vereinzelt gruppierte, ulzerierte, exophytische Knoten mit aufgelagerten Serokrusten in einem zirka 2 x 1 cm messenden Areal (Bildrechte: Klinik für Dermatologie, BwKrhs Hamburg)

Histopathologisch zeigte sich ein ausgeprägtes entzündliches Infiltrat mit Fibrosierungen sowie eingeschlossenen granulomähnlichen, dichten, granulozytären Entzündungsreaktionen. Zentral fanden sich größere Granula mit Hyphen in bräunlicher Matrix. In der PAS-Färbung konnten Pilzelemente nachgewiesen werden. Die Exzision erfolgte basalwärts nicht im Gesunden. (Abbildungen 2 und 3). In der mikrobiologischen Kultur wuchsen dunkle Kolonien, vereinbar mit Madurella mycetomatis (Abbildung 4).

Abb. 2: Eumyketom: stärkergradiges Entzündungsinfiltrat und ­Fibrosierungen sowie eingeschlossene granulomähnliche, dichte, granulozytäre Entzündungsinfiltrate (Bildrechte: Dermatohistopathologie Dr. Günzl, Hamburg)

Abb. 3: Eumyketom: Große Granula mit Hyphen in einer bräunlichen Matrix (Bildrechte: Dermatohistopathologie Dr. Günzl, Hamburg)

Abb. 4: Eumyketom: langsames Wachstum von dunklen Kolonien passend zu Madurella mycetomatis (Bildrechte: Klinik für Dermatologie, BwKrhs Hamburg)

Die molekulargenetische Untersuchung mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und Sequenzierung bestätigte den Nachweis des Erregers. Die Resistenztestung ergab eine Resistenz gegenüber Terbinafin (MHK > 8) sowie eine Sensibilität gegenüber Itraconazol (MHK 0,006). Die Therapie bestand in einer Kombination aus chirurgischer Sanierung und langfristiger systemischer Antimykotikatherapie mit Itraconazol 200 mg täglich über zwölf Monate. Unter dieser Therapie konnte eine vollständige klinische Abheilung erreicht werden und auch nach 14-monatiger Nachbeobachtung zeigte sich der Hautbefund unter Bildung einer reizlosen Narbe vollständig regredient.

Tiefe Mykosen, diagnostische und therapeutische Herausforderungen

Die vorliegenden Beispiele verdeutlichen die diagnostischen und insbesondere therapeutischen Herausforderungen bei tiefen Mykosen. Im Fallbeispiel zeigte sich vor allem, dass eine initial ausschließlich chirurgische Behandlung ohne adäquate antimykotische Therapie ein erhöhtes Rezidivrisiko mit sich bringen kann. Erst durch die Kombination aus chirurgischer Sanierung und konsequenter, langfristiger systemischer Therapie konnte eine vollständige Abheilung erreicht werden. Dies unterstreicht die zentrale Bedeutung eines interdisziplinären, spezialisierten tropendermatologischen Managements bei der Behandlung tiefer Mykosen.

Parasitäre Erkrankungen: Die kutane Leishmaniose

Im Gegensatz zu den seltenen tiefen Mykosen stellen parasitäre Infektionen einen deutlich häufigeren Anteil an tropendermatologischen Erkrankungen. Die kutane Leishmaniose ist ein Beispiel, das im militärischen Kontext eine besondere Bedeutung hat.

Infektionsweg

Die Vektorenerkrankung wird durch Protozoen der Gattung Leishmania spp. verursacht und durch den Stich von Sandmücken der Gattungen Phlebotomus und Lutzomyia übertragen. Sie zählt, ebenso wie das Eumyketom, zu den sogenannten NTDs und stellt nicht nur ein relevantes Gesundheitsproblem, sondern auch eine erhebliche sozioökonomische Belastung für die betroffenen Populationen dar. Die Erkrankung ist in zahlreichen Regionen endemisch, insbesondere im Mittelmeerraum, im Nahen Osten, sowie in Teilen von Afrika und Lateinamerika. Jährlich treten bis zu eine Million Neuerkrankungen auf. In Europa tritt die Leishmaniose vor allem bei Reiserückkehrern sowie bei geflüchteten Personen aus Endemiegebieten auf [6]. Zudem wurden Einzelfälle nach Urlaubsaufenthalten, beispielsweise auf Mallorca, beschrieben [15].

Klinisches Bild und Diagnostik

Je nach Leishmania-Spezies werden drei klinische Manifestationsformen unterschieden. Die kutane, die mukokutane sowie die viszerale Leishmaniose. Die Differenzierung dieser Verlaufsformen sowie der jeweiligen Spezies ist für die Wahl der Therapie von entscheidender Bedeutung. Darüber hinaus erfolgt eine Einteilung in Erreger der „Alten Welt“, die vorwiegend im Mittelmeerraum, im Nahen Osten, in Indien und Afrika vorkommen und häufig mit selbstlimitierenden, jedoch ulzerierenden Hautläsionen einhergehen (z. B. L. major, L. infantum, L. tropica), sowie in Erreger der „Neuen Welt“, die in Mittel- und Südamerika verbreitet sind (z. B. L. amazonensis, L. mexicana, L. (Viannia) naiffi, L. braziliensis, L. guyanensis). Letztere sind häufiger mit ausgeprägteren, teils destruierenden Verläufen assoziiert und präsentieren sich zudem häufig in einer mukokutanen Form [6].

Klinisch manifestiert sich die kutane Leishmaniose typischerweise initial als papulöse Läsion, die im weiteren Verlauf ulzerieren kann, häufig eine zentrale Nekrose aufweist und in eine chronische, therapieresistente Wunde übergeht. Insbesondere bei immunsupprimierten Patienten treten vermehrt atypische, disseminierte oder besonders ausgeprägte Befunde auf, teilweise auch mit langer Latenz zwischen Exposition und klinischer Manifestation [3][6].

Die Diagnostik wird durch geringe klinische Erfahrung in nicht-endemischen Regionen sowie durch eine niedrige Erregerdichte im Gewebe erschwert. Zusätzlich kann eine erhebliche zeitliche Latenz zwischen dem Aufenthalt im Endemiegebiet und dem Auftreten der Symptome bestehen, wodurch der Zusammenhang nicht immer unmittelbar erkannt wird. Die Diagnosestellung erfolgt zunächst anhand der Anamnese und des klinischen Befunds. Zur Sicherung dienen der direkte mikroskopische Erregernachweis sowie molekulargenetische Verfahren (PCR und Sequenzierung), deren Kombination als diagnostischer Goldstandard gilt. Ergänzend kommen kulturelle Anzuchtverfahren und serologische Untersuchungen zum Einsatz [3].

Therapie

Bei der kutanen Leishmaniose kann es auch ohne weitere Therapie unter Narbenbildung zu einer spontanen Abheilung kommen. Bleibt diese aus, kann sich die Therapie als komplex und vielschichtig erweisen. Grundsätzlich sollte vor der Einleitung einer Therapie eine möglichst genaue Speziesbestimmung erfolgen, um eine gezielte Behandlung zu ermöglichen. Lokaltherapeutische Verfahren umfassen die intraläsionale Applikation von ­Meglumin-Antimonat (Glucantime) sowie die topische Anwendung von Paromomycin in Kombination mit Methylbenzethoniumchlorid, das derzeit in Deutschland nicht verfügbar ist. Die Kryotherapie kann synergistische Effekte in Kombination mit intraläsionalen Antimonpräparaten zeigen. Darüber hinaus wurden die Thermotherapie sowie die photodynamische Therapie (PDT) erfolgreich eingesetzt [2][6].

Als systemische Therapieoptionen gelten insbesondere Miltefosin sowie Amphotericin B, wobei Letzteres insbesondere bei immunsupprimierten Patienten zur Anwendung kommt [3][6]. Parenteral applizierte Antimonpräparate sind in vielen Endemiegebieten weiterhin eine etablierte Therapieoption, sind jedoch aufgrund des häufigen Auftretens teils schwerwiegender Nebenwirkungen, insbesondere kardiotoxischer und pankreatotoxischer Effekte, limitiert [3][6][16].

Fallbeispiel kutane Leishmaniose

Ein Beispiel aus der tropendermatologischen Sprechstunde betrifft einen 42-jährigen Patienten mit komplexer kutaner Leishmaniose, der unter immunsuppressiver Therapie mit Fingolimod steht. Anamnestisch bestand seit Mai 2022 eine progrediente, teils exsudierende Ulzeration im sakralen Bereich. Zuvor hatte sich der Patient über mehrere Wochen in Südspanien (Region Alicante) aufgehalten. Nebenbefundlich hatte er in der Vergangenheit an einem Sinus pilonidalis gelitten, weshalb die Läsion initial als Rezidiv fehlinterpretiert wurde.

Klinisch zeigte sich bei der Vorstellung ein großflächiges, etwa 20 × 10 cm messendes und bis zu 3 cm tiefes Ulcus im sakralen Bereich mit nodulärem Randsaum und fibrinbelegtem Wundgrund (Abbildung 5). Eine Beteiligung tiefer Strukturen sowie eine viszerale Manifestation konnten mittels Bildgebung ausgeschlossen werden. Die weiterführende Diagnostik durch Histologie und molekulargenetischem Erregernachweis bestätigte eine kutane Leishmaniose durch Leishmania infantum.

Abb. 5: Kutane Leishmaniose (Aufnahmebefund): ein etwa 20 × 10 cm messendes und bis zu 3 cm tiefes Ulkus im sakralen Bereich mit nodulärem Randsaum und fibrinbelegtem Wundgrund (Bildrechte: Klinik für Dermatologie, BwKrhs Hamburg)

Eine initial durchgeführte systemische Therapie mit liposomalem Amphotericin B führte zunächst zu einer klinischen Besserung, jedoch kam es im weiteren Verlauf unter bestehender Immunsuppression (Fingolimod bei Multipler Sklerose) zu einer erneuten Progredienz der Läsion. Aufgrund des therapierefraktären Verlaufs wurde eine kombinierte Therapie eingeleitet, bestehend aus systemischer Behandlung mit Miltefosin sowie wiederholten intraläsionalen Injektionen von Meglumin-Antimonat. Ergänzend erfolgte eine strukturierte, stadiengerechte Wundtherapie mit antiseptischer Reinigung, der Anwendung moderner Wundauflagen sowie einer engmaschigen Verlaufskontrolle. Unter dieser multimodalen Therapie zeigte sich eine kontinuierliche Befundbesserung mit zunehmender Granulation und Epithelisierung. Schließlich konnte etwa ein Jahr nach der Erstmanifestation eine vollständige Abheilung unter Ausbildung einer Narbe erreicht werden (Abbildung 6).

Abb. 6: Kutane Leishmaniose (Endbefund: Abheilung unter Ausbildung einer Narbe (Bildrechte Klinik für Dermatologie, BwKrHs Hamburg)

Dieser Fall illustriert die Komplexität der Behandlung der kutanen Leishmaniose als Ursache chronischer Ulzerationen. Nur durch das optimale Zusammenwirken von kausaler Therapie und Wundbehandlung lässt sich zügig ein zufriedenstellendes Behandlungsergebnis erreichen, was eine enge Zusammenarbeit von tropenmedizinischer, dermatologischer und wundtherapeutischer Expertise erfordert.

Diskussion

Die Vergangenheit hat wiederholt gezeigt, dass sich Infektionskrankheiten unter Kriegsbedingungen besonders leicht ausbreiten. Ein historisches Beispiel ist das endemische Fleckfieber, das durch Kleiderläuse (Pediculus humanus corporis) übertragen wird und insbesondere während des Ersten und Zweiten Weltkriegs eine große Bedeutung hatte. Entscheidende Beiträge zur Erforschung wurden von Mitarbeitenden des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin geleistet, darunter Stanislaus von Prowazek und Henrique da Rocha Lima. Der Erreger, Rickettsia prowazekii, wurde letztlich nach von Prowazek benannt, der im Rahmen seiner Forschungen verstarb. Auch wenn diese Erkrankung heute kaum noch eine Rolle spielt, werden andere Rickettsiosen zunehmend bei Reiserückkehrern aus beispielsweise Subsahara-Afrika diagnostiziert. Charakteristisch sind häufig Hautmanifestationen wie ein Eschar (Tache noire), der als wegweisender klinischer Befund dient und die Rolle der Haut als diagnostisches Fenster unterstreicht [7][11]. Vor dem Hintergrund aktueller geopolitischer Entwicklungen, etwa im Kontext des Ukrainekriegs, ist zudem nicht auszuschließen, dass auch in Europa wieder vermehrt Fälle auftreten.

Die dargestellten Fallbeispiele verdeutlichen die Bandbreite tropendermatologischer Erkrankungen, die im BwKrhs Hamburg in Kooperation mit dem Bernhard-Nocht-Institut diagnostiziert und behandelt werden. Die Kombination aus klinischer Expertise und spezialisierter Diagnostik ermöglicht eine adäquate Versorgung. Ein zentraler Aspekt ist hierbei die strukturierte Zusammenarbeit zwischen klinischen Einrichtungen und tropenmedizinischen Spezialzentren.

In der Tropenmedizin kommt der Dermatologie eine besondere Rolle zu, da ein erheblicher Anteil tropischer Erkrankungen mit Hautmanifestationen einhergeht, die häufig als erster klinischer Hinweis auf die zugrunde liegende Erkrankung dienen. Die Haut ist somit nicht nur ein Zielorgan, sondern auch ein wichtiges diagnostisches Fenster und erfordert eine hohe klinische Aufmerksamkeit sowie spezifische Expertise.

Tropendermatologie im militärischen und zivilen Kontext

Mit Blick auf die Zukunft ist von einer weiteren Zunahme tropendermatologischer Fragestellungen auszugehen. Neben der Globalisierung spielen auch militärische Einsatzszenarien eine wesentliche Rolle. Während sich in den letzten 4 Jahren ein verstärkter Fokus auf osteuropäische Regionen entwickelt hat, ist gleichzeitig eine erneute Zunahme politischer Instabilität in Teilen des Nahen Ostens zu beobachten. Beide Regionen sind mit spezifischen infektiologischen Risiken verbunden und erfordern eine entsprechende medizinische Vorbereitung und Expertise.

Im militärischen Kontext kommt neben Diagnostik und Therapie insbesondere präventiven Maßnahmen eine zentrale Bedeutung zu. Hierzu zählen die Expositionsprophylaxe durch Schutzkleidung und Repellentien sowie die frühzeitige medizinische Abklärung von Symptomen nach Aufenthalten in Endemiegebieten. Ein relevantes Beispiel ist, wie dargestellt, die kutane Leishmaniose, die bei Auslandseinsätzen in endemischen Regionen, insbesondere im Nahen Osten, eine erhöhte Bedeutung erlangt hat. Einsätze wie in Afghanistan haben in der Vergangenheit zu einer erhöhten Exposition geführt. Die Erkrankung ist hierbei nicht nur ein medizinisches, sondern auch ein einsatzrelevantes Problem, da sie mitunter zu längeren Ausfallzeiten führen kann. Auch künftig bleibt sie vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Spannungen und möglicher militärischer Engagements in endemischen Regionen relevant.

Auch im zivilen Kontext ist im Zuge globaler Mobilität und Migration mit einer steigenden Anzahl importierter Fälle in nicht-endemischen Ländern wie Deutschland zu rechnen, was eine erhöhte klinische Aufmerksamkeit erfordert. Diese Entwicklungen erfordern eine kontinuierliche Anpassung der medizinischen Versorgung sowie eine gezielte Aus- und Weiterbildung in der Tropendermatologie.

Fazit

Zusammenfassend ist die Tropendermatologie ein essen­zieller Bestandteil der dermatologischen und infektiologischen Versorgung. Die Kombination aus früher Diagnosestellung, interdisziplinärer Zusammenarbeit und spezialisierter Expertise, wie sie am BwKrHs Hamburg in Kooperation mit dem Bernhard-Nocht-Institut umgesetzt wird, ist entscheidend, um diesen Herausforderungen effektiv zu begegnen.

 


Kernaussagen

  • Tropendermatologie ist essenziell für die Diagnostik und Therapie infektiöser Erkrankungen im Kontext globaler Mobilität und militärischer Einsätze.
  • Viele tropische Infektionen zeigen Hautmanifestationen als frühe diagnostische Leitsymptome.
  • Tiefe Mykosen sind selten, bringen jedoch diagnostisch und therapeutisch relevante Herausforderungen mit sich.
  • Kutane Leishmaniose ist eine häufige, klinisch variable und einsatzrelevante tropische Infektion.
  • Neue Einsatzszenarien können die Relevanz vektorübertragener Erkrankungen erhöhen.

Literatur

  1. Agarwal P, Jagati A, Rathod SP, Kalra K, Patel S, Chaudhari M. Clinical Features of Mycetoma and the Appropriate Treatment Options. Res Rep Trop Med. 2021 Jul 8;12:173-179. mehr lesen
  2. Azim M, Khan SA, Ullah S, Ullah S, Anjum SI. Therapeutic advances in the topical treatment of cutaneous leishmaniasis: A review. PLoS Negl Trop Dis. 2021 Mar 3;15(3):e0009099. mehr lesen
  3. Boecken G, Sunderkötter C, Bogdan C, et al. S1-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der kutanen und mukokutanen Leishmaniasis in Deutschland [Internet].AWMF 2010.[letzter Zugriff: 19. April 2026];verfügbar unter: https://www.dtg.org/images/Leitlinien_DTG/Leitlinie_Kutane_Leishmaniasis.pdf. mehr lesen
  4. Braun-Falco O, Plewig G, Wolff HH, Burgdorf W, Landthaler M (Hrsg): Dermatologie und Venerologie. Kapitel 14. 5. Auflage, Berlin, Heidelberg: Springer (Verlag); 2005.
  5. Cologgi G, Giurco M, Donadoni R, Sepulcri C, Bassetti M. Tropical infectious diseases and skin manifestations: a diagnostic framework. Curr Opin Infect Dis. 2026 Apr 1;39(2):97-107. mehr lesen
  6. de Vries HJC, Schallig HD. Cutaneous Leishmaniasis: A 2022 Updated Narrative Review into Diagnosis and Management Developments. Am J Clin Dermatol. 2022 Nov;23(6):823-840. mehr lesen
  7. Fischer M. Rickettsioses: Cutaneous findings frequently lead to diagnosis - a review. J Dtsch Dermatol Ges. 2018 Dec;16(12):1459-1476. mehr lesen
  8. Großbölting T. Bernhard Nocht als Namensgeber des Instituts für Tropenmedizin? Gutachten zur Haltung des Tropenmediziners zum Rassismus und zum Nationalsozialismus. [Internet]. BNITM 2024.[letzter Zugriff 19. April 2026]; verfügbar unter: https://www.bnitm.de/fileadmin/media/Aktuelles/2025/VA_Bernhard_Nocht/Gutachten_zu_Bernhard_Nocht.pdf. mehr lesen
  9. Kurien G, Sugumar K, Sathe NC, et al. Chromoblastomycosis. [Updated 2024 Mar 1]. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2026 Jan-. Verfügbar unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK470253/. mehr lesen
  10. Lane CG. A cutaneous lesion caused by a new fungus (Phialophora verrucosa). J Cut Dis. 1915; 33, 840-846. mehr lesen
  11. Mannweiler E: Wissenschaftliche Arbeiten aus 100 Jahren Hamburger Tropenmedizin [Internet].BNITM 2000.[letzter Zugriff 19. April 2026];verfügbar unter: https://www.bnitm.de/fileadmin/media/Das_Institut/Ueber_uns/Bibliothek/Jahresberichte_und_Flyer/Erich_Mannweiler__Wissenschaftliche_Arbeiten_aus_100_Jahren_Hamburger_Tropenmedizin.pdf mehr lesen
  12. Mayser P, Gründer K, Qadripur S, Köhn FM, Schill WB, de Hoog GS. Diagnostik, Klinik und Therapie der frühen Chromoblastomykose an einem Fallbeispiel [Diagnosis, clinical aspects and therapy of early chromoblastomycosis in a case example]. Hautarzt. 1996 Sep; 47(9):693-700. mehr lesen
  13. Rolf M. Überblick über die Geschichte des Instituts [Internet].BNITM 2026.[letzter Zugriff 19. April 2026];verfügbar unter: https://www.bnitm.de/institut/ueber-uns/geschichte. mehr lesen
  14. Rudolph M. Über die brasilianische Figueira. (Vorläufige Mitteilung). Arch. Schiffs- Trop. Hyg 1914;18:498-499.
  15. Schmelter M, Kaune KM, Plumbaum H, Zutt M. Kutane Leishmaniose nach Urlaub auf Mallorca. J Dtsch Dermatol Ges. 2022 Jan;20(1):95-101. mehr lesen
  16. Sundar S, Chakravarty J. Antimony toxicity. Int J Environ Res Public Health. 2010 Dec;7(12):4267-77. mehr lesen
  17. van de Sande WW. Global burden of human mycetoma: a systematic review and meta-analysis. PLoS Negl Trop Dis. 2013 Nov 7;7(11):e2550. mehr lesen
  18. Zijlstra EE, van de Sande WWJ, Welsh O, Mahgoub ES, Goodfellow M, Fahal AH. Mycetoma: a unique neglected tropical disease. Lancet Infect Dis. 2016 Jan;16(1):100-112. mehr lesen

Manuskriptdaten

Zitierweise

Lemmermann L, Sumenko A, Fischer M, Elsner E. Tropendermatologische Versorgung am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg in Zu­sammenarbeit mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin: Historische Entwicklung, klinische Fallbeispiele und zukünftige Herausforderungen. WMM 2026;70(9):396-402.

DOI: https://doi.org/10.48701/opus4-967

Für die Verfasser

Stabsarzt Lennart Lemmermann

Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie

Bundeswehrkrankenhaus Hamburg

Lesserstraße 180, 22049 Hamburg

E-Mail: lennartlemmermann@bundeswehr.org

Manuscript Data

Citation

Lemmermann L, Sumenko A, Fischer M, Elsner E. Tropical Dermatological Care at the Bundeswehr Hospital Hamburg in Collaboration with the Bernhard Nocht Institute for Tropical Medicine: Historical Development, Clinical Case Examples, and Future Challenges. WMM 2026;70(9E):4.

DOI: https://doi.org/10.48701/opus4-968

For the Authors

Captain (MC) Lennart Lemmermann

Department of Dermatology, Venereology, and Allergology

Bundeswehr Hospital Hamburg

Lesserstraße 180, D-22049 Hamburg

E-Mail: lennartlemmermann@bundeswehr.org

 

Zeitschriften
Wehrmedizinische Monatsschrift – Impressum/Datenschutz

Redaktion: Generalarzt a. D. Prof. Dr. med. Horst Peter Becker, MBA, Auf der Hardt 27, 56130 Bad Ems, Mobil +49 171 215 0901, E-Mail: hp.becker@cpm-verlag.de 

Herausgeber: Kommando Gesundheitsversorgung der Bundeswehr, Integrierte Kommunikation/Fachinformations- und Medienarbeit im Auftrag des Befehlshabers des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Von-Kuhl-Straße 50, 56070 Koblenz, Telefon: +49 261 896 12300, E-Mail: KdoGesVersBwIKoFaM@bundeswehr.org 

Wissenschaftliche Beratung: Die Begutachtung von Original- und Übersichtsarbeiten sowie Kasuistiken im Rahmen des Peer-Review-Verfahrens erfolgt durch in dem Fachgebiet des jeweiligen Beitrags wissenschaftlich ausgewiesene Expertinnen und/oder Experten, die – dem Einzelfall entsprechend – in Abstimmung zwischen Redaktion und Herausgeber ausgewählt und beauftragt werden.

Verlag: cpm Verlag GmbH, Carl-Zeiss-Str. 5, 53340 Meckenheim, Telefon +49 2225 8889–0, E-Mail: info@cpm-verlag.de; Geschäftsleitung: Tobias Ehlke; Objektleitung: Peter Geschwill; Produktionsleitung: Thorsten Menzel.

Druckversion: Druckvorstufe: PIC Crossmedia GmbH, Hitdorfer Straße 10, 40764 Langenfeld, E-Mail: info@pic-crossmedia.de; Druck: Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw), Zentraldruckerei Köln/Bonn.

Online-Version (E-Paper): Erstellung mit PIC MediaServer, PIC Crossmedia GmbH, Langenfeld; Erstellung mit PIC MediaServer, PIC Crossmedia GmbH, Langenfeld; E-Paper und Autorenhinweise sind unter wmm-online.de abrufbar

Rechtliche Hinweise: Die Zeitschrift (Druckversion und E-Paper) sowie alle enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind in allen Publikationsformen urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Herausgebers unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen sowie die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.


Alle namentlich gezeichneten Beiträge – soweit sie nicht ausdrücklich mit einem * gekennzeichnet sind – geben die persönlichen Ansichten der Verfasser wieder. Sie entsprechen nicht zwingend den Auffassungen der Redaktion oder des Herausgebers. Manuskriptsendungen an die Redaktion erbeten. Erscheinungsweise mindestens achtmal im Jahr.


Für Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie e. V. ist der Bezug der Zeitschrift im Mitgliedsbeitrag enthalten. Sanitätsoffiziere der Bundeswehr, die nicht Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie e. V. sind, erhalten die „Wehrmedizinische Monatsschrift“ über ihre Dienststellen.

Datenschutz: Es gelten die Datenschutzbestimmungen der cpm Verlag GmbH, abrufbar unter https://cpm-verlag.com/datenschutzerklaerung/.